Bahnwandern an der Gotthard Südrampe

Verschiedene Wanderwege führen durch die Leventina von Airolo bis Biasca. An zwei Stellen — Piottino-Schlucht und Biaschina — wurden im 2007 diese Wanderwege mit Informationstafeln zur Gotthardbahn ergänzt.

Piottino-Schlucht » Rodi-Fiesso – Faido

Länge
5.5 km
Zeit
2 h 15

Anreise

Von Arth-Goldau mit dem Interregio nach Airolo oder Faido und dort umsteigen aufs Postauto nach Dazio Grande. Der Online-Fahrplan der SBB informiert, welche Variante optimaler ist.

Beschreibung

Der Weg führt vom Dazio Grande, einem wuchtigen, alten Zollhaus, durch die Piottino-Schlucht. Durch diese enge, eindrucksvolle Schlucht mit den beidseits hohen Felswänden zwengen sich der Wanderweg (jahrhundertealter Saumweg und ehemalige Fahrrstrasse), die heutige Kantonsstrasse, die Autobahn und die Gotthardbahn. Um die Höhendifferenz zu überwinden, musste hier vor über 125 Jahren ein Kehrtunnel gebaut werden und an den steilen Felswänden musste irgendwie ein Trassee gebaut werden.

In der Piottina-Schlucht

Nach der Piottino-Schlucht überquert der Wanderweg auf einer Brücke die Gotthardbahn. Hier war ursprünglich ein Bahnübergang mit Schranke!

Der Wanderweg führt danach auf der linken Talseite entlang nach Faido. Immer wieder lassen sich die auf der gegenüberliegenden Talseite berg- und talwärts fahrenden Personen- und Güterzüge beobachten.

Blick über die AlpTransit-Baustelle Faido/Polmengo

Heim- / Weiterreise

Von Faido aus fährt man bequem mit dem Interregio nordwärts und kann nochmals die Kehrtunnels und Piottina-Schlucht bewundern.

Wer will, wandert oder fährt mit dem Postauto südwärts nach Lavorgo bzw. Giornico und erkundet die Biaschina.

Fazit

Die Piottino-Schlucht, am ehestens mit der Schöllenen-Schlucht oder der Via Mala zu vergleichen, ist sehr eindrücklich. Ich bewundere noch heute diejenigen, welche im Mittelalter einen Saumweg und vor über 125 Jahren die Gotthardbahn durch diese enge Schlucht gebaut haben.

Biaschina

Anreise

Von Arth-Goldau mit dem Interregio nach Faido, Biasca oder Bellinzona und dort umsteigen aufs Postauto nach Giornico. Der Online-Fahrplan der SBB informiert, welche Variante optimaler ist.

Beschreibung

Kaum hat man in Giornico die Hauptstrasse verlassen, findet man sich in einer anderen Welt wieder: vorbei an alten Häusern aus Stein überquert man auf einer alten Steinbrücke den Ticino.

Kirche in Giornico

An einer Kirche, einem Unterwerk und dem schon seit Jahren nicht mehr bedienten Bahnhof vorbei führt der Wanderweg durch einen kleinen Rebberg, unter der Autobahn hindurch in einen Wald und steigt dann an. Wäre der Wald nicht, hätte man einen herrlichen Blick auf die Biaschina, könnte die Streckenführung der Gotthardbahn mit den zwei Kehrtunnels und die imposante Autobahnbrücke bewundern.

Dampfzug ausgangs Biaschina

Durch den Wald führt der Weg hinunter ins Tal, von wo aus man nochmals die imposante Autobahnbrücke und die Streckenführung bewundern kann.

Wer noch genügend Kraft und Zeit hat, kann alternativ in der Höhe bleiben und über Chironico nach Lavorgo, ans obere Ende der Biaschina wandern.

Heimreise

Von Giornico-Parondino oder Lavorgo aus mit dem Postauto nach Faido oder Biasca und von dort weiter mit der Gotthardbahn.

Fazit

Ich war von dieser Wanderung ziemlich enttäuscht, weil der dichte Wald die Aussicht auf die Biaschina versperrte.

Links

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