Die Staumauer In den Schlagen ist im Molassefelsen der Sihlschlucht fundiert. Sie ist eine massive, gerade Schwergewichtsmauer mit dreieckigem Querschnitt. Ihr Eigengewicht allein reicht aus, um das aufgestaute Wasser zurückzuhalten.
Was wären die Folgen eines Staumauerbruchs?
Eine Studie der ETH Zürich belegt, dass bei einem Staumauerbruch die Zürcher Innenstadt von einer acht Meter hohen Flutwelle überrollt würde. Der Sihlsee stellt also für Zürich eine permanente Bedrohung dar; das Risiko eines Staumauerbruchs kann jedoch aufgrund der ständigen Sicherheitskontrollen als äusserst minim eingestuft werden.
Im eher unwahrscheinlichen Fall, dass die Sperren als Folge einer Katastrophe einen grösseren Schaden erleiden sollten, könnten die Wassermassen durch das Sihltal und durch Gebiete links und rechts der Limmat in die Stadt Zürich fliessen.
Detaillierte Auskunft über die zu erwartenden Schäden, die Art der Alarmierung und die Verhaltensmassnahmen gibt das Merkblatt Wasseralarm Sihlsee vom Zivilschutz Stadt Zürich.
Die regelmässige Beobachtung der Verformungen einer Staumauer ist eine zuverlässige Methode, um ihren Zustand und ihr Verhalten zu kontrollieren. Mit Hilfe von rechnergestützten Theodoliten und von Signalen, welche Satelliten im Weltraum aussenden, ist es möglich, Lageveränderung und Deformationen millimetergenau zu vermessen. Ebenso wichtig und aufschlussreich ist die regelmässige Kontrolle der Sickerwasserverluste. Die zahlreichen Messwerte werden von Fachleuten und vom Bundesamt für Wasserwirtschaft ausgewertet.