Wasserkraftnutzung - Pro & Contra
Vor- und Nachteile der Wasserkraftnutzung allgemein
pro
contra
  • kein Verbrauch natürlicher Ressourcen
  • keine Emission von Schadstoffen und nur geringe Abwärme
  • lange Lebensdauer einer Anlage
  • einfache und bewährte Technologie
  • Energiespeicherungsmöglichkeit
  • schnelles Anfahren und Abstellen einer Anlage
  • Verbesserung der ökologischen Verhältnisse
  • Überstauung anderweitig nutzbarer Flächen und ökologisch wertvoller Lebensräume
  • soziologische Effekte aufgrund von Umsiedlungen
  • Störung des Wasserhaushalts
  • Unterbrechung und Einschränkung des Lebensraumes für Wanderfische


Vor- und Nachteile des Etzelwerks
pro
contra
  • Bereicherung der Landschaft, Attraktivitätssteigerung des Sihlhochtales
  • Regulation des Wasserstands, Verhinderung von Überflutungen im Sihltal
  • Auffangen von Geschiebe, Sand
  • 11 km2 Landverlust
    14 % unproduktives Land, 45 % Torf- und Streueland und 41 % Pflanz-, Wies- und Weideland
  • Umsiedlungen
    Es wurden 356 landwirtschaftliche Heimwesen mit einer Bevölkerung von ca. 1800 Personen in Mitleidenschaft gezogen.
  • geringe Abwärme
    Das zur Stromerzeugung genutzte Wasser erwärmt sich ca. um ein halbes Grad.
  • Risiko eines Staumauerbruchs

Zukunft der Wasserkraftnutzung
In der Schweiz ist die Wasserkraft immer noch die Basis unserer Stromversorgung. Sie ist aber auch eine der wenigen Ressourcen, die unser Land überhaupt besitzt. Rund 60% unseres Strombedarfs wird durch Wasserkraftnutzung produziert (internationaler Vergleich: Norwegen 100%, Österreich 72%, Deutschland 3,6%).
Jedoch sind die heutigen Möglichkeiten der Wasserkraftnutzung in der Schweiz ausgeschöpft. Einem weiteren grösseren Ausbau stehen der Landschaftsschutz und die Wirtschaftlichkeit im Wege. Ein ähnliches Projekt wie der Sihlsee wäre heute nicht mehr realisierbar.
Weltweit ist die Nutzung der Wasserkraft zumindest theoretisch eine ausbaufähige Möglichkeit zur Deckung des Energiebedarfs; praktisch ist aber die Anlage riesiger Stauseen wegen des Raumbedarfs, der oft die Umsiedlung von Tausenden von Menschen nötig macht, und der (z.T. unvorhersehbaren) Folgeerscheinungen (Bsp. Nassersee, Nil) meist umstritten.