Auf dem Jakobsweg nach Einsiedeln

 
Rapperswil – Etzelpass – Einsiedeln (4 Std. 30 Min.)

Die Konstanzer Route des Jakobswegs führt von Rapperswil auf dem wieder erstellten Holzsteg über den Zürichsee nach Pfäffikon. Von dort gelangt man über Feld- und Waldwege auf den Etzelpass (950 m) mit der St. Meinradskapelle und dem historischen Pilgergasthaus. Der Abstieg führt über die Teufelsbrücke durch das Hochmoor der Schwantenau zum Sihlsee und weiter nach Einsiedeln.

Karte: Broschüre Auf dem Jakobsweg nach Einsiedeln, Einsiedeln Tourismus

Stationen der Wanderung

Etzelpass
Die Passhöhe liegt auf 950 m ü. M. unterhalb des Etzels. Auf der Passhöhe befinden sich die Kapelle St. Meinrad und ein historisches Pilgergasthaus.

Tüfelsbrugg
Erster Bau einer Brücke 1117 unter Abt Gero von Frohburg. 1517 Bau einer steinernen Brücke. 1699 vollständiger Neubau mit Bedachung, die heutige gedeckte Sandsteinbrücke. 1794 Verstärkung durch Bruder Jakob Natter, Einbau einer Kapellnische mit der Statue des Brückenheilgen St. Nepomuk von Johann Baptist Babel.
1833 und 1908 sowie 1987-1992 Restaurierungen. Unter Schutz der Eidgenossenschaft und des Kantons Schwyz.

Das Hochmoor Schwantenau
Das Naturschutzgebiet Schwantenau liegt im Einzugsgebiet des früheren Linthgletschers. Ein Seitenarm formte diese Mulde. Die Hänge vom Altberg her sind mit Flachmooren bedeckt. Die Streuriede werden einmal jährlich geschnitten.
Der zentrale Hochmoorteil war ursprünglich von einer meterhohen Torfschicht bedeckt. Die Torflage wurde aber schon früh ausgebeutet und war um 1900 zum grössten Teil abgebaut. Die Torfgewinnung in Einsiedeln geht auf das Jahr 1747 zurück. Aber auch in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts wurde parzellenweise in kleinerem Ausmass immer noch Torf gewonnen.
Heute zeigt sich die Schwantenau daher recht vielgestaltig in Form und Vegetation je nach vorhandener Torfauflage. Grosse Teile sind ausgetrocknet und verheidet. An nassen Stellen regeneriert sich das Moor durch üppiges Wachstum der Torfmoose. Die verschiedenen Vegetationsstadien bergen auch die Ihnen eigene Pflanzenwelt und tragen so zum Artenreichtum der Schwantenau bei.


Kapelle St. Meinrad auf dem Etzelpass
Foto: Markus Bernet


Kloster Einsiedeln
Foto: Roland Zumbühl, picswiss.ch

Galgechappeli
Galgechappeli: Ein Flurname, der Ungutes ahnen lässt. In einer kleinen Holzhütte wird daran erinnert, dass hier einmal eine Kapelle stand, vor welcher das Hochgericht Einsiedeln tagte und dann die Urteile vollstreckte. Drei Brüder Kälin, die sich vor 250 Jahren für die Unabhängigkeit der Talschaft eingesetzt hatten, wurden im Hauptort Schwyz hingerichtet, und ihre Köpfe wurden hier aufgenagelt.

St. Gangulfskapelle
Auf der Brüelwiese liess Abt Embrich 1030 die Gangulfskapelle erbauen. Sie ist in ihren Mauern das älteste erhaltene Gebäude im Sihlhochtal. In alter Zeit führte der Pilgerweg vom Etzel her durch die Kapelle. Archäologische Grabungen haben im Sommer 1993 Überreste einiger Wallfahrtskapellen zu Tage gebracht, die auf dem Brüel entlang des alten Pilgerweges standen.

Kloster Einsiedeln
Im Jahre 835 baut sich der Mönch Meinrad eine Klause in der damals unbewohnten und dichtbewaldeten Gegend des heutigen Einsiedeln. Andere Mönche folgen und gründen im Jahre 934 das Benediktinerkloster. Im Gefolge des Klosters entsteht das Dorf Einsiedeln. Beim heutigen barocken Kloster handelt es sich um den sechsten Bau, der 1704 begonnen und knapp fünfzig Jahre später vollendet wurde.
Seit dem Mittelalter zählt Einsiedeln zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten Europas und bildet seit jeher ein wichtiges Etappenziel auf dem Jakobsweg. Ziel der Pilger ist die Gnadenkapelle mit der schwarzen Madonna.

Quellen: Broschüre Die Waldstatt Einsiedeln, Broschüre Auf dem Jakobsweg nach Einsiedeln, Wikipedia