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Geologie des Sihlseegebiets
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Die Gesteine des Sihlseebeckens
Den Untergrund des Sihlseebeckens vom Nordende bis Steinbach bildet die subalpine Molasse. Diese Schichten wurden vor etwa 30 Millionen Jahren als Verwitterungsprodukte bei der Alpenbildung abgelagert und bei der Alpenfaltung schräggestellt. Besonders schön sind diese schrägen Schichten am Rigi und am Rossberg zu sehen. Sie bestehen vor allem aus Nagelfluh, Mergel und Sandstein (wie z.B. dem Etzel-Sandstein, aus dem das Kloster Einsiedeln erbaut wurde). Die See-Enge bei Steinbach befindet sich im Bereich der äusseren Einsiedler Schuppenzone. Harter kreidezeitlicher Kalkstein wechselt ab mit weicheren Molasse- und Flyschpartien. Die Abfolge der Gesteine wird zwischen Schönbächli und Ruestel durch die Sicherungsbauten an der Strasse noch verdeutlicht: Wo Kalkstein ansteht, konnte auf Stützwerke verzichtet werden. Wo die Strasse hingegen Flysch durchquert, ist sie mit einer Steinmauer gesichert. Als Flysch bezeichnet man das Verwitterungsmaterial aus der ersten Alpenbildungsphase vor 90 bis 50 Millionen Jahren, das im Tethys-Meer abgelagert wurde. Den Flysch zählt man im Gegensatz zur Molasse, die nicht mehr in der Tethys abgelagert wurde, geologisch zu den Alpen. Wir befinden uns am Sihlsee also genau am geologischen Alpenrand. |
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Die Kalke der Einsiedler Schuppenzone wurden vor etwa 50 Millionen Jahren als Sediment am Grund eines Meeres abgelagert, das sich südlich unserer Gegend ausdehnte, bevor sich die Alpen aufzufalten begannen. Diese Kalke sind bekannt für ihren Reichtum an Versteinerungen. Sie bestehen hauptsächlich aus den Kalkhüllen von Nummuliten und anderen gehäusetragenden Einzellern, sowie aus Muschelschalen.
Diese Sedimente wurden vor etwa 5 Millionen Jahren zusammen mit den darunter liegenden Schichten der helvetischen Decken hochgehoben und an den Ort geschoben, wo sich heute die Druesbergkette befindet. Die Unterlage wurde so steil, dass die oberste, aus sprödem Kalk bestehende Sedimentschicht abrutschte und auseinanderbrach.. Nun stecken die Bruckstücke dachziegelartig übereinander geschoben in der Molasse am Fusse der Druesbergkette. Das Tal mit dem See verläuft bei Steinbach in einer Lücke, die von den auseinanderbrechenden Schichten offengelassen wurde. Die Lücke wurde durch die eiszeitlichen Gletscher ausgeweitet und vertieft. Direkt auf der Einsiedler Schuppenzone liegt der Wägitaler Flysch. Er bildet den Untergrund am oberen Ende des Sees und im Breitried samt den umliegenden Hügeln. Der Flysch ist ein weiches Schiefergestein, das bei Unwettern in grossen Mengen abgetragen und von den Bächen als feinstes Material weggeschwemmt wird. Kartenausschnitt aus: Geologische Karte der Schweiz |
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