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Goldfishs reisen um die halbe welt
50 gedichte
zuzueglich eines nachschlags
und
eines essays
gebunden mit schutzumschlag
ISBN 978-3-85218-734-1 / EUR 14,90
Haymon Verlag


Passagen
Elegia friulana. Mal d'America. Und retour.
(Vorankündigung eines textes als einer reise)


Habla un poco más fuerte, porque ya me estoy poniendo más sordo que Buñuel y más ciego que Borges, que es la condición ideal para un cineasta: ciego y sordo. (1)


Wo die Alpen gerade noch auszumachen und das Mittelmeer eben schon zu erahnen ist, in diesem Zwischenbereich, diesem NichtMehrDasEine und NochNichtDasAndere, liegt die Birri-Mühle. Il mulino Birri. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts an die Roggia Brentana gebaut, einen Kanal, der um 1760 in die Trasse der von Aquileia nach Kärnten führenden Via Iulia Augusta gegraben wurde.
Es ist flach, das Land hier, und die Wasser fließen immer gemächlicher - bis auf den Tag, an dem sie reißend übergehen so weit das Auge reicht, natürlich - in diesem Teil Friúlis, der, seit es den Giro d'Italia gibt, rennradtechnisch als reine Überführungszone (2) gilt, Atemholen für die nördlich gelegenen großen Bergetappen, die so gern »mörderisch« genannt werden; in diesem Friûl zwischen mare und monti, in dieser »zona di confini«, wie Fernando Birri im Gespäch mit Fernando Orso sagt, liegt die zweitausend-Einwohner-Gemeinde Sante Marie la Lungje. Lungje wiederum leitet sich wohl ursprünglich aus dem Slowenischen lóka für Au ab, und liegt so gesehen irgendwo zwischen Ost und West.
(...)
Pasolini, sui cunfíns, über die Grenzen, an den Grenzen:

Il soreli scur di fun
sot li branchis dai moràrs
al ti brusa e sui cunfíns
tu i ti ciantis, sòul, i muàrs.
(...)

(1) Fernando Birri in: Adolfo Colombres (Hrsg.): Cine, antropología y colonialismo. (2ª edición amp). Ediciones Del Sol, Buenos Aires, 2005
(2) »Delle tappe come questa, che gli intenditori definiscono ‚di trasferimento‘, si suol dire che non hanno storia.« »Von Etappen wie dieser, die Kenner als 'Überführungsetappen' bezeichnen, sagt man gemeinhin, daß sie keine Geschichte erzählen.« Vasco Pratolini über die 17. Etappe (31. 5., Jesolo - Trieste) des Giro d'Italia 1955. Der Giro 2009 fuhr die selbe Strecke ab. In: Vasco Pratolini. Al Giro d'Italia. Casa editrice Otto/Novecento. Milano 2010

(Annotate. AkuteZustaende. 06/01/2012)






Goldfishs einundfuenfzigste reise um die halbe welt

Der tag ging auf
der tag ging unter

und hinter jedem
neuen alten tag

lag meisenmunter
einandrer. dann klang
: Παλιό τραγούδι
και νέα μελωδία
Und alte melodey
und neues lied

Gesang, sagt goldfish
haelt sich tagelang


(Annotate. Gedichtenǂwerfen. 05/01/12)





Fish swim - Worauf man bei goldfishs-recherchen so trifft:
(auch so reimt es sich : respekt)

Fish swim
Birds fly
Daddies yell
Mamas cry
Old men
Sit and think
I drink

Rezitiert by Mr D in TTRH : >>> anhoern
Original by Mary Gauthier. Drag Queens in Limousines. 1999
hier: http://tinyurl.com/6fljhr7

(Annotate. AkuteZustaende. 04/01/2012)





Soeben erschienen:

Inga Hosp, Almut Schüz, Zeno Braitenberg (Hrsg.): Tentakeln des Geistes. Begegnungen mit Valentin Braitenberg. Raetia Verlag.

darin

L‘uomo delle macchinette
(für Valentin Braitenberg)


Sie nannten ihn also, seit Jahren: L‘uomo delle macchinette. Anfänglich hatte er sich darüber noch erregen können, durch Mund und Nase geschnaubt und dabei den Kopf geschüttelt. Bis er begriffen hatte, daß es einzig dieses uomo delle macchinette, dieses grobe Mißverständnis war, das es ihm weiterhin erlaubte, in der Halle von Roma Stazione Termini, nun: seinen Studien nachzugehen. Tagaus, tagein.

Keinem sonst wäre, was er tat, nachgesehen worden, genehmigt schon gar nicht, jeder längst von den Ordnungskräften, Polizia ferroviaria, Polizia di Stato, Guardia di Finanza, Carabinieri, des Bahnhofs verwiesen, vom Ort verbracht bis an die Stadtgrenze, dort ausgesetzt bei Nacht und Nebel, wie üblich. Um im weiteren Verlauf, bei Wiederholungstäterschaft, mit Sicherheit in die staatsbahnhofseigenen, im tiefsten Souterrain gelegen Zellen gesperrt zu werden. Und schließlich dann, bestenfalls, in der Casa circondariale di Roma Regina Coeli zu enden, dem altrömischen Knast, den Rest seiner Tage.

Daß es nie so weit gekommen, und daß es so gekommen: alles eine Frage der Wesen.

Er war, damals noch ohne jeglichen Plan, was sein Leben und seine Tage betraf, im Schlendern auf ein Buch getroffen, irgendwann in den Achtzigern, und hatte es sich, von dem, was ihm an Handgeld noch verblieben, prompt gekauft. Noch ein Buch, von dem er nicht wußte, wie und wozu es in seinen Besitz gekommen war. Egal. Wichtig einzig: noch ein Buch. Künstliche Wesen. Die Sonne schien. Freiburg im Breisgau lag schon im Frühling, und das vereiste Berlin weitab. Eine nächtliche Transitfahrt, drei Blenden und zwölf Grad Celsius.

Er hatte, wie seine Gewohnheit, von hinten her in das Buch hineingelesen und sich dabei den Bauch wärmen lassen. Daraufhin war ihm hungrig geworden. Im Garten des Brauhauses fand sich ein halbbeschienener, ruhiger Tisch. Im Essen noch begann er das Buch von vorn und las.

Es wird von Maschinen sehr einfacher Bauart die Rede sein, so einfach, daß sie vom Standpunkt der mechanischen oder elektronischen Technik kaum als sehr  aufregend empfunden werden können. Das Interessante an den Spielautos oder ‚Vehikeln‘ entsteht erst, wenn wir sie mit denselben Augen betrachten, mit denen wir einen Stall lebendiger Tiere betrachten würden: wenn wir sie sozusagen als Wesen begreifen.¹

Dann tauchte eine italienische Reisegruppe auf und feierte, bereits bei Ankunft unwesentlich berauscht, vorgezognes Oktoberfest. Er verzog sich. Einige Jahre später, Berlin immer noch kalt, Freiburg schon wieder sonnig, er erneut zu Besuch, stellte er fest, daß der Autor der kybernetischen Vehikel zu einem Vortrag in der Stadt war. Hatte das Buch zwar nie zu Ende gelesen, viel zu viel war, damals, in Freiburg noch dazwischen gekommen. Zwischen ihn und das Buch, die Vehikel und die Wesen. Das Leben eben.
(...)

weiter hier >>>

(Annotate. AkuteZustaende. 03/01/2012)






Persen


Era una brutta storia. In realtà le storie erano due. Erano state. Ma così come spesso accade con le storie, queste hanno la caratteristica, l’impulso, se si vuole, di trasformarsi incontrandosi. Si attorcigliano, vorticano, si intrecciano. Cosicché alla fine è diventata veramente una brutta storia, quella che è successa. Per questo, quando era ormai accaduto quello che è accaduto, così come nella vita, essa è doppiamente passata e finita. Non averci mai a che fare con le storie. Le storie, lo stesso se brutte o belle, al contrario che nel resto della vita, non finiscono mai, ed alla fine non hanno una fine. E questo è bello. Anche nelle brutte storie. Come questa. Finché vengono scritte.

E adesso gli aveva fatto arrivare una cartolina sulla quale, poiché per mesi interi l’aveva seguita nel suo viaggio, c’erano tre indirizzi diversi, due dei quali barrati, una veduta un po’ sbiadita del porto di Livorno visto dalla Fortezza Vecchia, con le parole: Fratello, dove ti trovi adesso? O brother, where art thu? Nessun intestatario, nessun saluto. Nessuna data, nessun mittente. Eppure, naturalmente, sapeva da chi arrivava la cartolina. E annotò su un suo foglio a lettere di piombo: e adesso?
Oh Fratello, queste erano state le prime e le ultime due parole, che l’altro, che suo fratello non era, gli aveva dette, ma anche allora niente di più che queste due parole.
(...)

(Tradotto da Aldo Mazza e Dominikus Andergassen. In: Ad alta voce. Edizioni Alpha & Beta, 2011)

segue qui: >>>

Lanthaler: un racconto sullo spettro della follia

(...) L'autore di «Persen» è bolzanino di nascita, ma vive da più di venticinque anni a Berlino. È autore originale ed estroso, di non facile comprensione nella struttura delle sue opere più che nel lessico, a cui piace giocare con le storie ed intrecciarle. «Persen» è la storia della vita solitaria di un ragazzo, il cui unico forte legame è quello con il fratellastro Tschonnie Tschenett marinaio giramondo con il quale ogni tanto si ricongiunge. Sullo sfondo il tema della follia, della paura di finire in un manicomio, siamo a Pergine («Persen» in italiano è Pergine) negli anni '80 e l'eco della vecchia struttura psichiatrica esiste ancora.  (...)
Alto Adige, 27.02.2011

(Annotate. AkuteZustaende. 02/01/2012)





§ 90 Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland

Verunglimpfung des Bundespräsidenten

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Bundespräsidenten verunglimpft, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

(2) In minder schweren Fällen kann das Gericht die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2), wenn nicht die Voraussetzungen des § 188 erfüllt sind.

(3) Die Strafe ist Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, wenn die Tat eine Verleumdung (§ 187) ist oder wenn der Täter sich durch die Tat absichtlich für Bestrebungen gegen den Bestand der Bundesrepublik Deutschland oder gegen Verfassungsgrundsätze einsetzt.

(4) Die Tat wird nur mit Ermächtigung des Bundespräsidenten verfolgt.

...

Kleiner tipp an den beraterstab des bundespraesers:
Die verunglimpfungen finden sich bei bedarf hier >>> und hier >>> usw usf (linkklick meinerseits hiermit ermaechtigt) ;
... und was da rechts oben in der toten banderole steht ist zum einen italienisch und zum anderen sueditalienisch : und uebertraegt sich, korrekt, so ins deutsche: "und jetzt zeig mich an, du gehoernter schluffi"

Zustaendig waere dann die Staatsschutzkammer des Landgerichtes, hoho!
Die verhandelt ansonsten sowas:

(1) Bei den Landgerichten, in deren Bezirk ein Oberlandesgericht seinen Sitz hat, ist eine Strafkammer für den Bezirk dieses Oberlandesgerichts als erkennendes Gericht des ersten Rechtszuges zuständig für Straftaten

1.    des Friedensverrats in den Fällen des § 80a des Strafgesetzbuches,
2.    der Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates in den Fällen der §§ 84 bis 86, 87 bis 90, 90a Abs. 3 und des § 90b des Strafgesetzbuches,
3.    der Gefährdung der Landesverteidigung in den Fällen der §§ 109d bis 109g des Strafgesetzbuches,
4.    der Zuwiderhandlung gegen ein Vereinigungsverbot in den Fällen des § 129, auch in Verbindung mit 129b Abs. 1, des Strafgesetzbuches und des § 20 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 4 des Vereinsgesetzes; dies gilt nicht, wenn dieselbe Handlung eine Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz darstellt,
5.    der Verschleppung (§ 234a des Strafgesetzbuches) und
6.    der politischen Verdächtigung (§ 241a des Strafgesetzbuches).

(Annotate. AkuteZustaende. 02/01/2012)





Vi perdete

cinquant' anni italiani
Fedele Conte Mamai
Bombolo e l'anguilla

Babà, baccalà, bresaola
e bottarga
Per colpa del vostro editore di fiducia

Delta


Romanzo


(Annotate. AkuteZustaende. 01/01/2012)






2012 : das faengt ja gut an :
Hoeren Sie auf freirad : 12 goldfishene halbweltreisen vom 12erturm

Aus 12 goldfishen entstanden 2009 ebensoviele kleine klangstuecke. tagelang strahlten sie, eine lyrichthysche klanginstallation, von einem turm ab, der der 12erturm genannt wird.
Jetzt, puenktlich zu beginn des 12erjahres, strahlt freirad sie aus.

Zu hören auf FREIRAD, in den ersten beiden Jännerwochen:

von Montag bis Samstag: 02.-07.01. und 09.-14.01. täglich kurz vor 9 – um 08:56 Uhr und die Wiederholung am selben Tag von 12:00-12:04 Uhr.

Als Webradio: hier:
http://www.freirad.at/FlashPlayer.html

Enjoy. Und dank an die freirad macherInnen

(Annotate. AkuteZustaende. 29/12/11)






Black as night, sweet as love, hot as hell

EXTRACT FROM NAPULE BY KURT LANTHALER
TRANSLATED BY NÓRA BUTLER

»No« says Ciro. There is a decisiveness to this no that makes me sit up and listen.
    I can see it for myself, of course: the caffè in this particular establishment isn’t what it might be. Hotel coffee, no more no less. But this morning Ciro seems to know no tolerance and instructs the night porter-cum-breakfast waiter to order us four caffè from the café on the Piazza Carità and furthermore, mi raccomando, they had better arrive hot, properly hot, e normali. Normal.
    I know that stretch by now and can clearly picture the bustling crowds on the Via Toledo. No easy task. The café’s messenger boy will have some job running over here with his tray.
   My night porter/waiter goes along with this: either he knows o’prufessore or he knows of him. Or else the latter’s grim charisma is enough to convince him,  for there is a greyness to Ciro’s face that is entirely new this morning.
And so I wait. Someone will surely explain to me the meaning behind this uncommon morning excitement and the emotional state of my two companions. Ciro, however, is only just getting started.
   »Perché,« he says, »because we have reached the point, alas, where you have to be so bloody careful with Neapolitan coffee sellers. It’s a disgrace. Se venne Napule pe nu soldo e nun ce sta ‘o soldo. Naples is being sold down the river. Assuming that anyone would buy her, which they probably wouldn’t.« Still he makes no move to enlighten me.
    Right, I think, it’s clearly got nothing to do with me then. Perhaps the pair of them suffered some kind of simultaneous  prostate attack last night. It can happen. Apparently.
   »… I’ve been on the hunt for a stronger word than disgrace for a while now. There are days when I mull over words from morning till noon, from noon till dusk. And yet I always come back to the same one: vergogna. Disgrace.«
»Totò leans back in his plastic chair. It is difficult to make out whether he is nodding or rocking.
   He says nothing so I say nothing either.
   »The disgrace,« says Ciro, »the disgrace is that in order to get a good old-fashioned Neapolitan caffè you now have to ask or should I say practically beg for a caffè normale. What the hell is that? As if you should be ashamed of the fact that you don’t particularly want to drink that other stuff, that blatant American imposition, sweetened with Nutella or whatever other muck it is that they mix into it.«

Ciro, I think, what’s wrong with you? I for one would be first up to give my life for a properly made cup of coffee, but today, now, here? And with such vehemence?
    Tell me that something else is going on here.
But Ciro won’t oblige me, continuing instead to gripe about the treachery and heartlessness of the modern-day coffee roaster*. He swears vigorously. It’s all a bit loud.
    I sit it out. Totò twiddles his thumbs. He is in on this, I’ve figured that out already. I have also figured that these two gentlemen, for whatever reason, are going to wait for their coffee to arrive before they put me in the picture. A sailor’s agony. A lorry driver’s flashing lights. Kicking the  bleary-eyed. Something like that.

Sometimes the rules of the game are stupid but you choose to observe them anyway. Irrespective of the game, rules are rules. I console myself with this. Time passes. And so forth.

»And …« says Ciro, »Never have I had to wait so long on a caffè as I have today. These messenger runners just don’t seem to know what running means anymore.«
    Finally it clicks. Ciro is in filthy humour. For as long as I’ve known him he has never worried about being in hurry.
    Ciro scratches his head, Totò rocks back and forth.
    I start to work things out. There are three of us but Ciro has ordered four cups of coffee: who’s missing? And hasn’t the conference already started? Why is the sun shining as if tomorrow were ferragosto, the fifteenth of August? In the middle of January? What can have happened last night to have turned the world upside down like this?

»Eccoci qua.«
    Here we are. My night porter/waiter insists on personally escorting the messenger boy to the terrace, serving us the caffè from the tray as if just drawn from his very own machine.  And so it is him that Ciro pays, generously, with a few Euro included as a tip, leaving me wondering whether he just wants to get rid of the pair of them or whether in fact he has suddenly cheered up this morning. The messenger and my night porter/waiter instantly vanish to divide out the money in a dark corner somewhere, unwilling to treat us to the remainder of the spectacle. I strain my ears in their direction: not a sound to be heard, seasoned professionals both.

»E insomma,« says Ciro, »può andare, that’ll do.« He really is being ungracious today. The caffè has hardly suffered at all on its way down the Via Toledo, the runner really must have run it. Which is more than could have  been expected of him.
    Ciro looks into his cup, Totò looks into his cup: they are reading the coffee grounds. I hold back. I don’t want to hear it. But I will.


*
But Ciro won’t oblige me, continuing instead to gripe about the treachery and heartlessness of modern-day coffee roasters.


I may be hopelessly old-fashioned and stubborn to the point of incapacitation but they’ll never get me to buy into these perversions; it amazes me, in fact, that they’ve even sprung up in Naples at all. Milan and Trieste is one thing: if those Austrians want to drink their damn ciofèca then let them. But it is the fact that the cafés of this city have now started extolling the virtues of these monstrosities that really upsets me. The names they come up with are as tasteless as they are inventive: Caffè Vesuvio (with cream and chocolate chips), Caffè nocciolato (with hazelnut cream) or cioccolattato (with chocolate cream), Caffè Brasiliano, Viennese, Irlandese, Veneziano. There are only three or four cafés left that I know of that are resisting this unspeakable trend and protecting their baristi from the ignominy of having to faff about with creams and foams and bits and bobs as if they were in a bloody nursery. A good coffee should be exactly as it is described by Mikhail Bakunin, not a native Neapolitan exactly, but one who clearly learned something from his time in Italy (1864-67) working on his Anarchist theories. Black as night, sweet as love, hot as hell is how coffee should be he said, to which I would add: like the chasm of the soul itself. Incidentally, the only thing left to the likes of us to defend ourselves against the joints selling these new-fangled abominations are the words of the playwright Courteline: man would sooner change his religion than his coffee. All is not lost, not yet. I can still discuss with my barista whether to use seven grammes of powder or eight, whether to opt for Robusta or Arabica or a mixture of the two, how much coarser he should grind his beans in rainy weather, whether he should adjust his machine to seventeen bars of pressure or to eighteen, whether he should brew the coffee for 25 seconds or for 29, whether he take into account the concerns of ladies worried about their lips and their lipsticks and refrain from serving cups that are quite so boiling hot. The Palermans might like to drink their glass of water afterwards but I drink it as I have always drunk it  – beforehand.

    And if, says Ciro, if all else fails and Starbucks cafés continue to mushroom across the face of the earth with their own particular brand of tastelessness, if they proudly proclaim to be bringing  their same-tasting (that is to say non-tasting) coffee to people in their 5140 branches in 24 countries, if they threaten, worst of all, to try to teach coffee to the Greeks ( they appear already to have succeeded in this country) then there is but one last resort: I shall reach for my own humble espresso pot. For here I favour the words of the great Eduardo de Filippo: Io, per esempio, a tutto riuncerei, tranne a questa tazzina di caffè, presa tranquillamente qua, fuori al balcone, dopo quell’oretta di sonno che uno si è fatto dopo mangiato. E me lo devo fare io stesso, con le mie mani. I, for example, can happily go without many things, but not without this cup of coffee, taken quietly out on the balcony after the hour’s nap granted to oneself after eating. And I must make it myself, with my own hands.
    That’s easily explained, says Angela, this business of wanting to make it yourself. You men just don’t seem to want to let go of the privilege of grabbing something iron at least twice a day in the hope of warding off the evil eye…

(Annotate. AkuteZustaende. 27/12/11)







Transkript der Weihnachtsrede des Bundespräsidenten
(gemaesz der TV-Aufzeichnung am 21.12.2011)

"Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Sie sitzen vermutlich gerade im Kreise Ihrer Lieben, der Tannenbaum ist geschmückt, die Lichter brennen. Die Kinder warten gespannt auf ihre Geschenke. Und mir hat man unlängst (>>>) freundlicherweise geraten, 'einfach mal die Klappe zu halten'. Ich wünschen Ihnen allen also noch einen schönen Abend."

(na : klappt doch. herzlichen dank dem aufmerksamen leser dieser seite fuer die zusendung des transkriptes)

(Annotate. AkuteZustaende. 21/12/11)





Ein Wiener Termin gefaellig? Urauffuehrung

Weihnachtskonzert des Ensemble Wiener Collage
"Alle zwei Jahre lädt das Arnold Schönberg Center zum inzwischen traditionellen Ensemble Wiener Collage Weihnachtskonzert: was aber auf dem Programm steht ist nicht einfach ein Konzert, sondern vielmehr eine regiebetreute Reise durch die ungeahnten Möglichkeiten der Weihnacht, wobei auch die Geschmackssinne im anschließenden Buffet auf ihre Kosten kommen sollen. Neben dem Fixpunkt “Weihnachtsmusik” von Arnold Schönberg und der “Wintersonnenwende-4” von Ramon Lazkano darf man dieses Mal, am 19. Dezember, neugierig sein auf Uraufführungen von Petra Bachratá, Herbert Grassl, Dietmar Hellmich, Rudolf Jungwirth, Manuela Kerer, Ludmila Samodaieva und Wolfgang Seierl."

Manuela Kerer: zu singen (UA)
für Bass, Sprecherin, 2 Violinen, Cello, Klavier, Akkordeon und Klarinette.
Nach einem Text von Kurt Lanthaler


zu singen
(aus den b-protokollen : schnee)





Alberi che cadevono
com' era caduta
la neve : di notte


Und baeume, die fielen
wie schnee gefallen
war : des nachts


die b-protokolle / #2
Am schnee lags nicht. es
lag im schnee : ein
lachendes gesicht. mehr
nicht. so lasz es
liegen. und lasz
federn. fliegen



die b-protokolle / #3
        (
        swar kein tachnich
        sich auf reis zu gebn
         : jezz, dada schnee
        plattueberfrorn unn
        eisgeworrn die
        altn fallen lecht
        )



die b-protokolle / #4
Es bleibt ja, wenns so schneit, nur eins :
schneemann oder reim. ich reims
Ein schneemann waer zum beispiel jetzt
stuend er am falschen gleis, zerfetzt
Son reim aber, das kann man sehn
bleibt ewig stehn



die b-protokolle / #5
Und baeume, die fielen
wie schnee gefallen
war : des nachts


Alberi che cadevono com' era caduta
la neve : di notte


Ensemble Wiener Collage im Arnold Schönberg Center
Montag, 19. Dezember 2011, 19:30

(Annotate. AkuteZustaende. 15/12/11)







... 13 ... 12 ... 11... And still counting.

Wir hatten hier ja bereits, in unverdaechtigen zeiten, gelegenheit, ihn als das zu benennen, was er ist : ein arschloch.

(nachlesen: >>>)
Und hiermit geendet :
"
He!,  bundespraesident : ganz ohnverlaub, Sie sind ein arschloch. Einfach mal die klappe halten. und appanasche schnappen. fuer den rest des kuemmerlichen lebens."

Nun ist es quasiamtlich raus : Die appanasche scheint ihm nicht zu reichen, dem bundespraesidenten Wulff.
Also laeszt er sichs reinstecken. von finanzhaien und schrottjuwelenhaendlern. und, parlamentarisch dazu nachgefragt, bequemt sich das W. einer falschaussage und luege.
(die es, m.e. und anders als die dt. presse das z.zt. schreibt, auch streng formaljuridisch ist : einfachmal mal nachsehen : die w.'schen monatlichen zinszahlungen zum "privatkredit" muessen - per forza - in die anlage KAP der einkommensteuererklaerung des kreditgebers aufgenommen werden : wenn das nicht der deutliche beleg eines geschaeftes ist.)

Das bundesarschloch, dessen amtssitz einen kurzen spaziergang von meinem finanzamt entfernt liegt, mit dessen, also meiner, hilfe Wulffens lustwandeln durch die welt gerade (basis)finanziert wird (die extras uebernehmen in die schweiz steuergefluechtete), das bundesarschloch ist, ueber selbiges hinaus, also nicht nur ein dauerdummschaetzer, sondern auch noch geldgeil und ein luegner. (zudem wohl strafrechtlich belangbar.)

Und das hier hat
der Wuff sommers vor jungen menschen (und nobelpreistraegern; nur zweitere - eh klar - tauchen im datei-titel der bundespraesidialamtsseitig erstellten redenpdf auf) zu lindau ausgeschieden :

"Das Versagen von Eliten bedroht langfristig den Zusammenhalt in der Gemeinschaft, in der Gesellschaft. Wer sich zur Elite zählt und Verantwortung trägt, darf sich eben auch nicht in eine eigene abgehobene Parallelwelt verabschieden."

(Annotate. AkuteZustaende. 13/12/11)






Sprachigkeit
Zur poetik. ein teilaspekt als kaempfer & impost

Literatur ist: geschichten erzaehlen. (es gab es literatur, lang bevor es schrift gab.) und geschichten erzaehlen – von roman bis lyrik – sich ueber die sprachen. sprachen ergeben orte. fremde sprachen fremde orte. und orte menschen. und menschen geschichten. und fremde sprachen fremde orte fremde menschen fremde geschichten. das ganze dann : sprachigkeit.

(notiz, bei umordnungsarbeiten wieder an die oberflaeche getreten)

(Annotate. AkuteZustaende. 12/12/11)






Sparare ...
... Swarovski con le fionde
(detto italiano)

...

Henning Meyer, London School of Economics
zu den Folgen der heutigen londoner EU-Entscheidungen:

«Die schottische Regierung will ein Referendum über Schottlands Unabhängigkeit abhalten. Mittelfristig will Schottland zur EU und auch den Euro einführen. Das könnte zum Bruch des Vereinigten Königreichs führen.»

Na, das wird doch noch was.
Quelle: Interview in Tagesanzeiger.ch

(Annotate. AkuteZustaende. 09/12/11)






Es ist dem Leopold


das Gold nicht hold, sang Herr Thalfär den alten Schlager vor sich hin. Und wußte, daß es ihm, und keiner wußte davon, ganz anders ging.

Er hatte sich, vor Jahren bereits, lang vor dem hysterischen Boom der Gurus des Goldes, ebensolchenes in den Unterschenkel implantieren lassen; von einem verschwiegenen Bukarester Chirurgen. Und zwar dermaßen, daß bei etwaigen Röntgenaufnahmen (dem Anti-Islam-Zugangscanner zum Supermarkt zum Beispiel; Flughäfen mied er seit Ewigkeiten) das Implantat als Schienbeinreparatur (Plattenosteosynthese der Tibia: der Fachjargon lag griffbereit im Vorderlappen bereit) durchgehen würde. Seither ein Viertelkilo schwerer, Herr Thalfär. Und im Besitze eines Skalpells No. 10 und dreier Ampullen Lidocain.

Er war nicht reich. Er hatte nur seine Ausgaben aufs Allerwesentlichste, und also Vernünftigste, beschränkt. Saß am Tag in einem nur wirklich Interessierten bekannten Kellerlokal in der Silbergasse, in dem er  einen sehr kleinen Laden in Im&Export noch sehr viel kleinerer elektronischer Geräte betrieb (für die andere meist den Kammerjäger rufen) und trank Wasser. Lag nächtens in dem kleinen fensterlosen Raum hinter seinem Laden, aß Zwieback und trank Tee, und schaute an die Decke.

Und tagtäglich vormittags zwei und nachmittags zwei Stunden stummen Spazierganges an den Rändern der Stadt, immer in Begleitung eines Gehstockes, dessen Goldknauf (die Welt ist schlecht) messingüberzogen war. An manchen Tagen allerdings machte sich Herr Thalfär Sorgen: es waren die Tage, an denen er überzeugt war, die Welt sei zusätzlich auch noch dumm. Und dann bereute er, daß er sich nicht doch für den Chamoislederüberzug entschieden hatte.

Es war auf einem dieser Spaziergänge, daß ein Plan in ihm erst wie aus dem Nichts aufgetaucht, und sich dann, Schritt für Schritt, sozusagen, ausgewachsen, Hand und Fuß bekommen, sich also artikuliert hatte, bis er, der Plan, Tage später, sozusagen in vollendeter Gestalt vor ihm gestanden hatte.

Und er, Thalfär, vor dem Geschäft. Tierhandlung Get a Pet lag, wie sein täglicher Spaziergang, am Rande der Stadt und sah, von außen betrachtet, nach einem Gefängnis aus. Thalfär hatte sich vorbereitet. Gelesen und gelesen. In der Bibliothek, da war es jetzt deutlich wärmer als in seinem Laden. Daß der Geschäftsgang darunter etwas gelitten hatte, war ihm die Sache wert gewesen.

Wie alt denn der älteste hier käuflich erwerbbare Goldfisch sei?, fragte Herr Thalfär. Der Verkäufer sah ihn verwundert an. Na, sagt er dann, das übliche halt: Ein Paar Zentimeter groß.
Der allerälteste Goldfisch sei, bisher nachweisbar, von den anderen wisse man nichts, weil kein Mensch so lange je hingesehen habe auf den Goldfisch; von seinen Möglichkeiten her, alles eine Frage der Zellteilung, sei ein Goldfisch nämlich eigentlich auf Unsterblichkeit ausgelegt …, der älteste Goldfisch sei auf über 50 Jahre gekommen. Und ein Bursche von stattlicher Halbmetergestalt gewesen.
Unsere haben die normale Lunaparkgröße, sagte der Verkäufer. Andere habe er auch noch nie gesehen. Aber sie würden sicher noch wachsen, bei vernünftiger häuslicher Pflege. Wozu er eine große Auswahl an hochmodernen Aquarien im Angebot ...

Soviel Zeit, sagt Herr Thalfär, habe er leider nicht mehr. Und geht. Und denkt:  Einen kleinen Goldfisch auszustopfen und ihn dann blattgolden zu überziehen: ist den Aufwand nicht wert. Das ist nicht der Plan.

(Annotate. Kürzestgeschichten. 01/12/11)






Neues, in sachen goldfish

Goldfishs reisen
Goldfishs reisen um die halbe welt
50 gedichte zuzueglich eines nachschlags
und eines essays
Gebunden mit schutzumschlag
ISBN 978-3-85218-734-1, EUR 14,90.-
Haymon Verlag
lieferbar

(Annotate. Gedichtenǂwerfen. 01/12/11)






Brief vom kleinen wannsee

Ach! es beruechten mir leute
sie haetten den fish in haenden
Ich meinereins kann mich grad
nur an kleistens grab wenden

(Annotate. Gedichtenǂwerfen. 29/11/11)






Nur Deutschland ist sicher, alles andere geht unter
(titelt Die Welt heut)

:

Tatsaechlich, der p u r e horror : die vorstellung, m i t Schland unterzugehn.
ich geh schon mal vor. kommtmir blosz nich nach, wa!

notizen zu einem glossar zu einem roman.
der roman : noch zuend zu schreiben.
also weiter : 
Aπ' τα σύνορα

(Annotate. AkuteZustaende. 16/11/11)






Per moi. Kurz vor halb acht

Was ist das, was
mich traurich macht
kurz vor halb acht

: das ueberlebte leben?
Ich bittSie. hat
sich so ergeben

War nie geplant, und
isses weiter nicht
Der rest chronistenpflicht

(Annotate. Gedichtenǂwerfen. 29/10/11)






Per enne. post nach b.

Es liegt ein bein
fuer sich allein
und sagt: ich moecht
mal wieder wandern

Da meldet sich ein
zweites bein
und sacht: ach
frag n andern

mir ist heut mehr
nach tanzen
und den blasz
blauen pomeranzen

Mit blau, so sagt
das erste bein, mit blau
da koennt ich dienen
Und mo. und schokobienen
                   
Oh du!, so sagt das zweite bein
verfuehrer du. was fuer ein
auftritt wird das werden
hier auf dieser schraegen erden


(Annotate. Gedichtenǂwerfen. 28/10/11)






Nichts Neues. In Sachen. Goldfish, Goldfish. Zieht seine Kreise. Leise.

Bewegungsmuster


Und, wer weisz wieso?, : gerade laufen hier
jede menge Goldfishe auf. fuer heut der eine.
(fuer den winter wird heftige proliferation erwartet.)
stand by.

(Annotate. Gedichtenǂwerfen. 07/09/11)







Aπ' τα σύνορα


ap ta sinora

(grosz)
© fanes.tm.px

Laeuft zur zeit noch unter dem streng geheimen projekttitel : Odessa.
man koennt auch sagen : der alte Kavafis hat beschlossen,
dann doch n paar schritte zu fusz zu gehen. an die sínora.


(Annotate. AkuteZustaende. 05/09/11)







He!,  bundespraesident : ganz ohnverlaub, Sie sind ein arschloch.

einfach mal die klappe halten.

Nachtrag vom 02/09/11 zu
Lieber Herr Bundespräsident : Mit verlaub, Sie sind ein arschloch.

zu lesen unter dem eintrag vom 24/08/11 >>>

(Annotate. AkuteZustaende. Gedichtenǂwerfen. 02/09/11)







Das laeszt man sich natuerlich gern gefallen:

Italien freibeutend retten

Italien_freibeutend_retten

fotozusendung eines lesers, wiener buchhandlung
falls Sie weitere dermaszen erfreuliche kombinationen entdecken : her damit
unerfreuliches behalten Siebitte fuer sich

(Annotate. AkuteZustaende. 29/08/11)







Lieber Herr Bundespräsident : Mit verlaub, Sie sind ein arschloch.
einfach mal die klappe halten.

E sta canzone è dedicata a quella gente
ca parra parra e un ci ‘nni futti niente
Ελλάδα brennt. so sind
gedichte, die hier liegen,
ploetzlich : obsolet. was
schreiben also, wenn das
geschriebne laengst
schon ueberschriebn?

Ἐλέου. Αἰδοῦς, Φήμης, καὶ Ὁρμῆς.
Erbarmen. Ehrfurcht, guter Ruf, und Eifer.
Misericordia. Verecondia, Fama, ed Impeto.

17,1 Auf der Agora der Athener befindet sich unter anderen, nicht allen bekannten Werken auch ein Altar, der für Eleos (Erbarmen) eingerichtet wurde; obwohl diese Gottheit dem menschlichen Leben und dem Wandel des Geschicks am förderlichsten ist, wird sie nur von den Athenern verehrt. Hier hat aber nicht nur philantropia (Menschenfreundlichkeit) Bestand, sondern sie ehren die Götter auch mehr als andere. Sie verfügen nämlich sogar über Altäre für Aidos (Ehrfurcht), Pheme (guter Ruf) und Horme (Eifer). Und es ist ganz offen sichtlich, daß all jenen, die über mehr Frömmigkeit als andere verfügen, in gleichem Maß auch ein besseres Schicksal zuteil wird.

Pausanias. Beschreibung Griechenlands.
Übersetzung Jacques Laager.

Zürich, Manesse. 2004.

aus: Egnatia odos. XII. Δόδεκα.

(Annotate. AkuteZustaende. Gedichtenǂwerfen. 24/08/11)


Nachtrag vom 02/09/11

He!,  bundespraesident : ganz ohnverlaub, Sie sind ein arschloch.
einfach mal die klappe halten.


Das Arschloch heiszt mit buergerlichem namen Christian Wulff. und hat von nichts ne ahnung. was ja noch in ordnung waer, wuerde er das eine nichts bei sich, also dem anderen nichts, behalten. tut er aber nicht.
wir griechen wissen, wovon wir sprechen, wenn wir das : Hybris : nennen.

damit waer die sache hierorts eigentlich erledigt

Auf so ein nichts : wie
schreibste da denn
ein gedicht : am
besten : nicht

Aber da er von nichts ne ahnung hat, sagt er, dann auch noch, vor 21 wirtschaftsnobelpreistraegern, das: "Ich sage es mit Bedacht, ..."

(nachzulesen hier, kommt mir nicht an/auf meine seite)
http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Downloads/DE/
Reden/2011/08/110824-Wirtschaftsnobelpreistraeger.pdf?
__blob=publicationFile


Nur mal kurz (am fall exemplarisch durchgestellt fuer seine kaste) : wovon redet der?
der mensch hat nie gearbeitet.

WollnSe mal nachrechnen?

jahrgang 59. parteieintritt 1975. bundesvorsitzender der jungen union 1978. jusstudium.
trommelwirbel: eintritt in eine rechtsanwaltskanzlei: 1990.
1994 in den niedersächsischen landtag gewaehlt.
gibt, lt adam riese : im besten falle 4 jahre arbeit. echte. (wobei das bei juristen so ne sache ist, das mit der arbeit, der richtigen. geschenkt.)
und das mit den vier jahren ist sehr freundlich gerechnet.
(er ist naemlich 1986 bis 2001 ratsherr der stadt Osnabrück, 1989 bis 1994 vorsitzender der ratsfraktion seiner partei)
dieser mensch, der davon, wie man sich im mastdarm dem süstäms windet, alles, von der welt wenig, von der arbeitswelt nullkomma - überlegenSemal, was dieser plurifunktionaer in der rechtsverdreherkanzlei wohl getrieben hat, in diesen vier einzigen jahren seines lebens, von denen er behaupten koennte, sowas wie gearbeitet hat  - der also nullkommairschendwas weisz, ...
(4 jahre? ich mein : in vier jahren schreiben wir hier, wenns gut geht, einen roman und ein paar gedichte. und was ist von den vier arbeitsjahren des arschwullfs ueberliefert, den posteri?)
wie auch immer: seither, dem fernen jahre 1994, nix als polidükk.
landtagsoppositionschef. ministerpräsident des landes.
und dann eben: bundespraesi.
also : wovon redet der eigentlich? von der welt? von irgendetwas, das real ist?

He!,  bundespraesident : ganz ohnverlaub, Sie sind ein arschloch.
einfach mal die klappe halten. und appanasche schnappen. fuer den rest des kuemmerlichen lebens.


(Annotate. AkuteZustaende. 02/09/11)






Goldfish, Goldfish

Und, wer weisz wieso?, : gerade laufen hier
jede menge Goldfishe auf.
fuer heut der eine.
(fuer den winter wird heftige proliferation erwartet.)

stand by.

Goldfishs segsunreichste reise um die halbe welt


Es ist am morgen nie ein vogel hoch geflogen
(das waer nur ueble nachrede, wenn ueberhaupt)

So denkt sich Goldfish, und
er denkt sich : morgenstund

ich sach mal : goldimmund
: damit, da gehnsmer bitte weiter
Die besten voegel fliegen morgens nur
knapp uebern boden (innen bogen)
Falls sie denn fliegen. der rest sitzt
klamm am ast. und spielt fantast

So ist im leben alles bestens eingericht
sagt Goldfish. Und sagt : wieso (auch) nicht


Anlaeszlich der "Giornata Nazionale del Sacrificio del Lavoro Italiano all’Estero" sowie ferragosto

(Annotate. Gedichtenǂwerfen. 15/08/11)







Herr Thalfär lachte


auf. Er, der in einem nur wirklich Interessierten bekannten Kellerlokal in der Silbergasse einen sehr kleinen Laden in Im&Export noch sehr viel kleinerer elektronischer Geräte betrieb (für die andere meist den Kammerjäger rufen), war seit geraumer Zeit in Gold investiert.
Da waren ein Prämolar und zwei Molare, gesamt also drei Backenzähne, ein massiver Gehstockknauf (samt Messingüberzug: die Welt ist im Zweifelsfall schlecht) sowie ein bei Bedarf und entsprechend kaltem Willen mit einfachstem Werkzeug schnell freilegbares 250-Gramm-Implantat im Unterschenkel.

Das, sowie die auf seinem privaten Wunderhof sorgfältig in einem Nasco - so waren in den seligen Gladiozeiten die Sprengstoff- und Hilfsmittelverstecke kurzbenannt worden - vergrabene Edelmetallreserve gab ihm ein Gefühl von Unsicherheit. Und das beruhigte ihn ganz ungemein.
Denn nichts war Herrn Thalfär verhaßter als dieser allüberall grassierende, wollüstig wuchernde graugreuliche Zustand solider Sicherheit. Und noch nie in seinem langen Leben war es so schlimm gewesen damit. Er mußte es wissen. Er war der Fachmann fürs Diversive. War Agent der Diversion. Gewesen. Inzwischen nichts als Ruhe im Karton.

Er konnte kaum mehr auf die Straße gehen. Hatte seit Ewigkeiten kein Kino besucht. Mied Bahnhöfe. Hatte längst ganz auf Parkanlagen, Parkhäuser und Parkhotels verzichtet, blutenden Herzens. (Man sagt das so; de facto stand es sogar um sein Herz bestens. Vom Mechanischen, Elektrischen sowie Strömungstechnischen her gesehen.)
Es war nicht mehr seine Welt, und Herr Thalfär hatte längst alle Hoffnung fahren lassen wie einen flauen Flatus im Morgengrauen. Als es das Schicksal endlich wenn schon nicht gut, so doch leicht besser meinte mit ihm.

Es war nämlich in den frühen Vormittagsstunden ein Mann in seinen kleinen Kellerladen eingetreten und hatte sich unsicher umgesehen.
Ob er denn hier richtig sei? Das hänge ganz davon ab, sagt Thalfär. Verstehe, sagt der Mann. Und hatte nichts verstanden. Er habe, er sei sich nicht sicher, gehört, … Auf jeden Fall: Er benötige eines dieser Geräte. Dazu einen Fachmann. Es sei nämlich so: Er rede des Nächtens im Schlaf. Da er aber alleine im Bett liege, wisse er nicht, was. Und das sei ihm gar nicht recht. Andererseits aber: Wenn nun eines dieser Geräte, die hier wohl zu haben seien, getreulich aufzeichne, daß er des Nachts: nichts als Normalitäten von sich gäbe... Horror. Ob man denn, mit den Geräten, hier auch eine Transkription der Aufzeichnungen bestellen könne. Und ob, gäben die Aufzeichnungen nichts Außergewöhnliches her, man nicht, es sei ja wohl ein Fachgeschäft für solches, die Aufzeichnungen, nun: entsprechend überarbeiten können, Fachmännischerseits?
In welche Richtung?, fragt Herr Thalfär. Nun, sagt der kleine Mann: Gern hin zum Schlimmsten.
Mit Sicherheit, sagt Herr Thalfär. Und lacht auf.

(Annotate. Kürzestgeschichten. 05/08/11)






L'uomo delle macchinette

Valentin Braitenberg zum Geburtstag


Sie nannten ihn also, seit Jahren: L'uomo delle macchinette. Anfänglich hatte er sich darüber noch erregen können, durch Mund und Nase geschnaubt und dabei den Kopf geschüttelt. Bis er begriffen hatte, daß es einzig dieses L'uomo delle macchinette, dieses grobe Mißverständnis war, das es ihm weiterhin erlaubte, in der Halle von Roma Stazione Termini, nun : seinen Studien nachzugehen. Tagaus, tagein.

(...)

Erscheint im Herbst
(Annotate. AkuteZustaende. 02/08/11)





Andrer Verlach, andre Sach, aber:
Erscheint auch im Herbst, ist grad im Druck:

Egnatía Odós
XIII. Δεκατρία


Also hammse mir nach Griechen
land geschickt. Στο ’πα και στο
ξαναλέω / στο γιαλό μην κατεβείς /
Ο γιαλός κάνει φουρτούνα / και σε
πάρει και διαβείς. Dalaras
Schoen und gut, sagte das Gegen
ueber, nur: Wenn ich die Griechen
schon nicht verstehe, wieso sollte
ich dann Griechisch beherrschen?

(...)
(Annotate. Gedichtenǂwerfen. 27/07/11)



Erscheint im Herbst, ist grad im Druck:



Egnatía Odós
XII. Δόδεκα

E sta canzone è dedicata a quella gente
ca parra parra e un ci ‘nni futti niente
Ellada brennt. und mir
hier hauens die fassade
presslufthammern raus
Was, Ελλάδα, in Deinem
falle wiedrum luxus waer
(...)
(Annotate. Gedichtenǂwerfen. 25/07/11)




Tschiggfrey

(ein starker Qualmer), der sich sein Leben lang, das grad mal eben halbjahrhunderlich, Tschiggfrey - ein wenig kurzatmig allerdings bereits - hatte sich seinen Namen nie klargemacht.

Er hieß so, seit er zur Welt gekommen war, sein Vater ebenso, sein Großvater.
Großvater war Pfeifendeckel des k. u. k.-Feldkaplans am Col di Lana gewesen und hatte deswegen die grandiose Sprengung des Berges durch die Italiener überlebt; der geistliche Herr war samt Bedienstetem Stunden vor dem Exitus vom Berg in die sichere Etappe abberufen worden.
Undankbar, wie Vater ob der Tatsache des Überlebens seines Erzeugers und seiner damit erst möglich gewordenen Erzeugung gewesen war, hatte er nur in Ausnahmefällen, und das heißt: an allerhöchsten Familienfesten und erst nach dem dritten Glas zu einer Zigarette gegriffen. Und prompt jeweils grau geworden um die Nasenspitze.
Tschiggfrey selbst hatte der Schande ein Ende gemacht und war mit vierzehn zum behänden EsportazioneSenzaFiltro-Raucher geworden.

Ihn hatte der Kinderspottgesang nie getroffen, dem seine Nachbarn ausgesetzt gewesen waren: Tschigg.Tschagg.Schnupftabagg der eine, der Tschigg. FreiFrauvonFrei/bringAnEiVorbei die andere, die Frei. Ihm, dem Tschiggfrey: Nichts.

So war ihm sein Namen nie etwas gewesen, was bedeutet hätte. Irgendwas. Tschiggfrey eben, und etwas umständlich im spelling mit überseeischen Geschäftspartnern. (Daß ein Tschick auch im Österreichischen eine Zigarette; und daß ein Tschiggfrey in den Bombenjahren Landeshauptmann gewesen, hatte er erst am Ort dessen Wirkens, in Innsbruck, erfahren; Jahre später. Und dabei festgehalten: Nein, er habe keine Verwandschaft.)

Dann war wieder Ruhe gewesen.  Und er hatte, so weit das möglich war, seinen Namen vergessen. Hätte ihn natürlich jederzeit - Wie heißen Sie, was ist Ihr Reiseziel? - Amtspersonen gegenüber herunterbeten können. Aber eben: ohne eigentlich zu wissen, was er da sagte.
Und auch als die Rauchverbote ins Land und über die Länder gezogen waren: Tschiggfrey war nichts aufgefallen.

Dann aber reserviert er, letzte Woche, für sich und zwei nigerianische Geschäftsfreunde, einen durchaus gehobenen Restauranttisch. (Wer über Nigerias Wirtschaft lacht, hat vor Jahren auch über die chinesische gelacht. Und nunmehr Sorge, demnächst müßten in der Stadt alle Einheimischen schließen, da längst alles chinesisch. Also. Mal Maul halten.) Und hatte mit weiser Voraussicht das eine gewählt, als Restaurant, das zum einen beste Küche und abgründige Weinkarte, zum anderen als solches zweigeteilt: in Nichtraucher- und Raucherrestaurant. »Tschiggfrey, 21 Uhr, ist notiert. Wir freuen uns.«

Und jetzt saß er da, mitten in den Schweiß- und Parfumwolken der Rauchfreien. Und verfluchte erstmals den k. u. k.-Feldkaplan.

(Annotate. Kürzestgeschichten. 22/07/11)






Lesen Sie, falls Sie je jaeh uebern Brenner fahren sollten,
in einer lyrischen installation dieses hier, und zwar dorten,
und lesen Sie weiter, an 24 stufen:


Es sind seit je die
so saftig wie ein Schweinebraten.
Und so geht diese hier:
Ein Dutzend Höllen hab ich schon
durchschritten. Ein Dutzend Paradiese
ebenfalls. Und falls ich falle, sind es diese,
die zerbrechen, nicht mein Hals.
...
usw usf

Wo? ich sag mal : Rosen.
so n biszcken kriminalistisches gespuer sollt schon sein.


(Annotate. Gedichtenǂwerfen. 20/07/11)




einiges passiert. einiges gelesen. einiges geschrieben.
: n paar nachtraege also:

(Annotate. AkuteZustaende. 20/07/11)





Η χουντα

I xounta

Η χουντα δεν τελειωσε το '73 / Die Junta ist 1973 gar nicht zu ende gegangen


Kleine denkaufgabe, fuers erste:

In welchem jahr sind die sogenannten P.I.G.S-laender ihre faschistoiden regime jeweils endlich losgeworden? Wieviele jahre vor dem sog. fall der mauer?
(ok: italien, auch einer dieser flugzeugtraeger der nato - und »gastgeber« des vatikanstaates, was in dem zusammenhang nicht unwichtig ist -, durfte mit sog. »putschversuchen« vorlieb nehmen. die opfer rechten terrors gehen in die hunderte. mehr hier- und dazu in den glossaren meiner romane)
Welcher englischsprachige regierungschef befahl im jahre 1943, gegen  »kommunistische partisanen« vorzugehen?
Wie hiesz der zur partisanenbekämpfung abgestellte junge geheimdienstchef der nazis in thessaloniki? welche rolle bekleidete er später in der uno? in wien?
Wo und wann kam napalm erstmal ernsthaft zum einsatz?
Aus welchem land kam die frau des griechischen koenigs, wessen enkelin war sie, und wie wurde sie adelsintern genannt?
Worüber beklagte sich der US-diplomat mit sitz in athen bitterlich in seinem washington, kurz vor der machtergeifung der junta?
:
Was heiszt das?
Und was sagt uns das alles?
(das sind so fragen, die sich einem stellen, in der arbeit an einem roman. und an einem gedicht, Egnatia odos I-XVI ff)

(Annotate. AkuteZustaende. 16/06/11)






Ellada mou


Ellada Syntagma 150611


Και είδε: σήμερα είναι μια οδός
στη Θεσσαλονίκη : Εγνατίας

Und sah: Ist heute eine strasze
in Thessaloniki. Egnatia


Und ging die Egnatia entlang. und stand dann auf dem dach. fuer dieses eine mal um mitternacht, die strasze leer wie sonst nur fuenf uhr morgens im august. Oi anarchistés, sagt der cousin. tatsaechlich standen rings um den galeriusbogen wannen, kampf bereit

Cacciamali, jaeger des boesen
heiszt der bus body builder
aus brescia. vollvergitterter
tiefblauer mannschafts
bus (jia triánda átoma)
der ellinikí astinomía
Der mannschaftsfuehrer
fett. ansonsten : gelang
weilten berliner bullen
in nichts nachstehend
an der Αψίδα του Γαλερίου


aus: Egnatía odós, eptá


pensavi di fare un affare
fatto. ti mettevi lì
in spiaggia, bella
in vista. e son venuti
πίστεψες σε μια σίγουρη
δουλειά. και ξάπλωσες εκεί
στην ακτή, όμορφη
σε σημείο ορατό, κι ήρθανε


aus: Egnatía odós, éna

Eallada Syntagma 150611

(Annotate. AkuteZustaende. 15/06/11/1452)







redaktionell : einiges los hier (das uebliche eben: arbeit, und die unfaehigkeit dazu, auch. sowie das andere) : und nachdem diese seite kein netzlogbuch ist - noch je war, jaeh wahr - , sondern eben immer (nur) eine eher sporadisch, fragmentarische uebernahme aus dem ARBB (dem ARBeitsBuch) : dauert es noch, das mit dem nachtragen, der fragmente ende 2010 bis dato. kommt aber. noch. (dank fuer interesse wie gelassenheit : ans p.t. publikum.)  zudem ists eh, das nachtragen, ein- wie austragen, meist kaum an konkrete daten gebunden; also auch im nachgang, wenn ueberhaupt, lesbar)


(Annotate. AkuteZustaende. 13/06/11)




! in mona : 57% 94% !

dazu ein splendides beispiel von regimepresse

Libero : non tanto

(Annotate. AkuteZustaende. 12/06/11)





Soeben erschienen

Der Tote im Fels
Ein Tschonnie-Tschenett-Roman
Vom Autor vollständig neu durchgesehene,
überarbeitete und erweiterte Taschenbuchausgabe
Mit einem aktualisierten Glossar
Haymon Tb, 2011. 294 Seiten, 9,95 Euro
TiF3

(Annotate. AkuteZustaende. 03/06/11)






Vor die Wahl wie an die Wand



gestellt, Arzt zu werden oder krank, hatte sich Thalfär bereits vor geraumer Zeit für zweiteres entschieden. Und bis dato war die Rechnung aufgegangen. Er war, zumindest wissentlich, noch keinem Arzt begegnet. Was in ersterem Falle, so viel war klar, unausweichlich geblieben wäre - und spräche man alleine von dem Spiegel im Bade.

Als Sturzgeburt hatte er Facharzt für Entbindung wie Hebamme (auch Ärztegleiche zählen als Ärzte; das schloß im Extremfall selbst Heizungstechniker wie Automechaniker ein) elegant umschifft, und war am groben Bretterboden zu liegen gekommen. Bis er sich aufgerappelt hatte.

Dem grauen Kastenwagen dann, eigentlich ein alter Kleinlaster, dem ein Röntgengerät eingebaut war, auf daß er staatlich von Schulhof zu Schulhof fahre auf der Suche nach versprengten Tuberkeln, war er durch einen beherzten Sprung in den anliegenden Entwässerungsgraben entkommen; und damit einer Strahlendosis gleich zwanzig Fukushima. (Die Erziehungsberechtigten tagsdrauf in die örtliche Carabiniere-Kaserne vorgeladen, und ermahnt. Da war‘s aber schon zu spät. Und der Röntgenwagen längst vom Hof. Das Jahr drauf dann, sowieso, abgeschafft. Er hatte es sich auf die Fahne geschrieben.)

Der Musterung zum Militär, älter geworden also, Thalfär, ging das Gerücht voraus, es würde einem an den Sack gelangt und man hätte dazu zu husten. Das weder als solches noch in der Kombination fürs erste besonders schlimm, bis zu dem Augenblick, als klar wurde, es würde ein Arzt dies tun. Und er huste dabei meist nicht. Thalfär also flugs fahnenflüchtig. Und übers Gebirg. Nächtens, der alte Schmugglersteig. So kam ihm ein Land abhanden.

Und so ging es weiter, ein Leben lang.

Mir der einen Ausnahme freilich - was ist das Leben schon anderes als eine einzige Ausnahme? - : das Jahr, als er, dreikäsehoch (man stelle sich das nicht anhand von Parmesanrädern vor), als Doktor Eisenbart in den Fasching ging. Kurier die Leut nach meiner Art / Die Blinden mach ich wieder gehn / die Lahmen können plötzlich sehn.

Und Grund für das alles nichts als der eine, einzige Satz: »Die Ärzte enthalten sich der Prognose.«
Was Thalfär, in der landschaftlichen Sprache seiner Kindheit, sich prompt folgendermaßen dechiffriert hatte: Die Ärzte behalten ein Stück Nase ein. Von jedem ihrer Patienten. Zumindest von denen, die es in die Radionachrichten geschafft hatten, vor denen Thalfär kindlich begeistert Wort für Wort gesessen und, damals noch, auch Wort für Wort für wahr genommen hatte.

Inzwischen steht Thalfär im hohen Alter und überlegt, doch noch einen Arzt aufzusuchen: Wer möcht schon ewig leben.

(Annotate. Kürzestgeschichten. 01/06/11)





aus der reihe / dalla serie : o(li)ggetti :

o(log)getto #8. Redesigning The Signs. Museion.


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Holz auf Stahlbeton / AluDibond 220 x 135 / ÜberwachungsVideo HD, 02'35''

Preise auf Anfrage


(Annotate. AkuteZustaende. 27/01/11)






Live im Luxus (zu Berlin, nur heute, inna Belforter)


lux


Dem leichtmatrosen

Es ist dem leichtmatrosen leicht
sich schwer daneben zu benehm
Viel schwerer aber faellt es ihm
mit diesem leicht zu lebn
Denn es ist so:
Von schwermatrosen hoert man nie
es scheint sie nicht zu geben
Als floesse leichtoel in den bauch
 – und nicht das schwere, wie es brauch
als bunker c – der stampfenden giganten
die wasserkuehen gleich und elefantentanten
durchs weltmeer ziehn, bis sie denn untergehn



Goldfishs fuffzichste reise um die halbe welt



An einem tach wie einem andern
wollt Goldfish wieda weita wandern

Bewegte sich per floss und schlach
ueber die see bis nach Pot Lach

Und dockte an, und hockte nieder
und streckte die gereisten glieder
Und kruemelt krill sich aus dem bart
und brummelt : jedem seine art
des wahnsinns. fette beute
wird das wieda, heute, drum:

Falscha fuffzcha, wirf mal meer her
von dem zeuchs! grusz. buckelwal von jeher


(Annotate. AkuteZustaende. Goldfishs Reisen um die halbe Welt. 26/11/10)






Strage di piazza della Loggia, dopo 36 anni tutti assolti i 5 imputati

Piazza della Loggia

I giudici della Corte d'assise hanno deliberato dopo una settimana di camera di consiglio. Il processo per l'attentato del 1974 in cui morirono 8 persone e 104 rimasero ferite è durato quasi due anni, con 166 udienze. La sentenza in base all'articolo 530, insufficienza di prove.

Per la strage di piazza della Loggia nessuno è mai
stato condannato definitivamente, nonostante diversi processi.

(Annotate. Das Δ des Deltas. 16/11/10)




Das Schöne aber

an der Sache ist: Schön ist daran so gut wie gar nichts. Auf den ersten Blick nicht, auf den zweiten noch weniger, und, gäbe es so etwas wie den Letzten Blick ... Nun, wir wollten ihn nicht wirklich tun. Auf das Schöne schon gar nicht, ich bitt'Sie. Also, was ist: Kaufen Sie?«
(...)

weiter hier: >>>

(Annotate. Kürzestgeschichten. 10/11/10)





Goldfishs neununsawansigste reise um die halbe welt


Goldfish, unvergleisterweise
sasz am strand und sachte

sacht er: sach mal sachen, ich
glaubich willma wieda lachen

Mir ist, mir waer nach kuddelmuddel
im gedaerm, nach sich vor lachen
krause kringelndem gekrill
vanilleeis und appelstruddel
Mir ist, als waers jetzt zeit, mal wieder
ernstzumachen mit den lachensachen

Goldfish lacht und lachte lueftern
von floss bis kopp, mit bauch und hueftern

091110

(Annotate. AkuteZustaende. Goldfishs Reisen um die halbe Welt. 09/11/10)





Wozu ein Buch verfassen?
weiter hier >>>

(Annotate. AkuteZustaende. 09/11/10)





Weidagehts : Heavy Ion Collisions

Heavy Ion Collisions


(Annotate. AkuteZustaende. 08/11/10)




Technical stop

Technical Stop

(Annotate. AkuteZustaende. 21/10/10)




Wie die Zeit vergeht. Passa(il)tempo.

Piazza della loggia

Meldung. Eben reingekommen.
BRESCIA. Piazza della Loggia: chiesti 4 ergastoli
Per la strage del 1974 i pm chiedono il carcere a vita per Delfo Zorzi, Carlo Maria Maggi, Francesco Delfino e Maurizio Tramonte.


(Annotate. Das Δ des Deltas. 21/10/10)




Il manganello (o sfollagente)

Manganelli

Scontri a Terzigno, cinque arresti: "Noi col rosario, voi coi manganelli"
./.
Da Roma intanto, il capo della polizia, Antonio Manganelli, ribadisce: "Useremo anche la forza se necessario".

(Annotate. Das Δ des Deltas. 20/10/10)





Kessels Chorta

Chorta

Ein Gutes hat der neue Arbeitsplatz, von dem ansonsten nur zu sagen ist, daß es ein Arbeitsplatz ist, und neu ist daran auch nicht viel. Ein Gutes hat der neue Arbeitsplatz auf jeden Fall: er kennt sich seitdem aus am Flughafen. Und man kennt ihn.

weiter hier: >>>

(Annotate. Kürzestgeschichten. Ochsenschwanz. Sachbuch. 04/09/10)





Die Geschichte mit dem Elefanten

und der Elefant, um den es geht, war in mehrfacher Hinsicht ein Unikat. Zum einen besaß der Elefant keinen Namen. Was damit zusammenhängen mag, daß er unter der Brücke hauste, jedem aus dem Weg ging, auf Fragen, der nach dem Weg zur nächsten Tankstelle etwa, höchstens etwas mürrisch mit dem Rüssel wackelte, und ansonsten tat, als ginge ihn alles nichts an.

weiter hier: >>>

(Annotate. Kürzestgeschichten. 27/08/10)





ferragosto. samt binaerem thermometer. termometro binario.

O(li)ggetti #3


aus der reihe o(li)ggetti:

o(log)getto #3. Binaerer Thermometer.

auf kante waer : grad die richtige temperatur
drueber ist : zu kalt
drunter ist : zu heisz

deutlich zu kalt also, dieser ferragosto 010 (15,2°)

...

dalla serie: o(li)ggetti:

o(log)getto # 3. Termometro binario

in linea : temperatura giusta
sopra : troppo freddo
sotto : troppo caldo

(risulta chiaramente che ferragosto 010 è  di un freddo cane
(15,2°). pazienza. passerà anche questa. come questaltro o quellaltro governo. e il malditesta domenicale. es ist handelt sich hierbei um ein aeuszerst praezises sowie handliches thermometer. klar, da binaer.)


(Annotate. AkuteZustaende. 15/08/10)





Apără-mă de găini, că de câini nu mă tem.

Tutres. Ein Stück Tschenett als TraraTragödie

Tutres

(Annotate. AkuteZustaende. 09/07/10)





In nome del Popolo Italiano. Anni sette.


Der Forza Italia-Mitbegruender, Berlusconiangestellte und -freund sowie Senator der ital. Republik ist heute, in zweiter Instanz, wegen Unterstützung der Mafia zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der bereits wegen Steuerbetrug und Bilanzfälschung verurteilte Parlamentarier war Chef von Berlusconis Werbeunternehmen Publitalia und hatte 1994 bei Berlusconis Einstieg in die Politik in wenigen Wochen die Partei Forza Italia aus dem Boden gestampft. Interessant in unserem Zusammenhang vor allem der zweite Satz der Urteilsverkuendung : Kontakte zur Mafia haetten nur bis 1992 bestanden.

Questa la sentenza della seconda sezione di Corte d'Appello emessa nei confronti di Marcello Dell'Utri, accusato di concorso esterno in associazione mafiosa.
:
«In nome del Popolo Italiano. In riforma della sentenza del Tribunale di Palermo dell'11 dicembre 2004 appellata da Cinà Gaetano e Dell'Utri Marcello, e incidentalmente dal procuratore della Repubblica di Palermo, dichiara ...

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(Annotate. AkuteZustaende. Das Δ des Deltas. 29/06/10)





Endlich : laeuft der RSS-feed wieder :
rss einigermaszen. nur zerschieszt die software, wieso immer, alles, was auch nur minimalst auszerhalb der norm liegt : als da waeren : umlaute, das sz, italienische akzente. und griechisches schon gar. musz sich zur zeit, leider, damit gelebt werden; da keine zeit fuer tiefergehende analysen. (doch, schon : nur aber eben : fuer andere blosz)

(Annotate. AkuteZustaende. Technische Durchsage. 28/06/10)





Ogni tempo ha il suo fascismo

Ogni tempo ha il suo fascismo: se ne notano i segni premonitori dovunque la concentrazione di potere nega al cittadino la possibilità e la capacità di esprimere ed attuare la sua volontà. A questo si arriva in molti modi, non necessariamente col timore dell'intimidazione poliziesca, ma anche ...
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(Annotate. AkuteZustaende. 26/06/10)





Vielleicht (notat)


Vielleicht sollt ich dann
doch noch ein paar jahre
leben : um mein werk
von miszverstaendnissen
zu befrein. nicht ein
verstaendnissen, nein

(Annotate. AkuteZustaende. Gedichtenǂwerfen. 25/06/10)





Vor runden notizen sitzen (IIX/III)


War einer an mir vorbei gefahrn
zwei fahnen am gefaehrt, die eine
links die andre rechts, und ich
der da gedacht : ma guarda : la
povera stella (ella), armsschweindu
Falls deine mannschaft meiner nation
heut so spielt, wie letztre sich
befindet : Dann biste, fernderheimat
morgen gleich zweimal verlacht
E allora : È andata come doveva
andare. (menomale) . E allora
c'è la beffa, oltre il danno
c'è la muffa, oltre l'affanno

El fútbol a veces es justo

(SVK : ITA - 3 : 2)

(Annotate. AkuteZustaende. Gedichtenǂwerfen. 17:47:30 24/06/10)





Vor runden notizen sitzen (IIX/II)
kursiv : zitat : RSI
(RAI1 wird hier aus lizenzgruenden gesperrt)
Vi ricordo:
in italia non
c'è pirlo
(siam tutti dei pirla)
furbi
i paraguayani




Vor runden notizen sitzen (IIX/I)


Fuhr eben einer an mir vorbei
zwei fahnen am gefaehrt, die eine
links die andre rechts, und ich
der dacht : ma guarda : la
povera stella (ella), armsschweindu
Falls deine mannschaft meiner nation
heut so spielt, wie letztere sich
befindet : war kamerun brasilien
Und dann biste, fernderheimat
morgen gleich zweimal verlacht
(e buffon nicht der nur im tor)

(ITA : PAR - 1 : 1)

(Annotate. AkuteZustaende. Gedichtenǂwerfen. 20:29:30 14/06/10)




Das waren noch Zeiten

"... so hat der Haymon-Verlag die Gunst der Stunde genutzt und einen von Kurt Lanthalers Tschonnie Tschenett Romanen wieder in die Läden gebracht, die zwischenzeitlich bei Diogenes erfolgreich waren. 'Grobes Foul', im Original von 1993, hat nur indirekt mit Fußball zu tun, ist aber immer noch eine große Freude.
...
Klar trägt Lanthaler dick auf, aber die Ironie ist unverkennbar, Chandlers Marlowe wird hemdsärmelig verwurstet. Dazu strotzt 'Grobes Foul' nur so von witzigen Details: Jener römische Fußball-Star namens Paolo Canaccia, der in Südtirol aufgrund eines Trainingslagers weilt, berlinert, weil er bei der Hertha groß geworden ist. Das waren noch Zeiten."

(Joachim Schneider. Badische Zeitung. 05.06.2010)

siehe auch   >>>   und   >>>   und   >>>

(Annotate. AkuteZustaende. 13/06/10)




Things should start to get interesting right about now

Bob Dylan. Mississippi. The Bootleg Series, Vol. 8: Tell Tale Signs - Rare and Unreleased 1989-2006 (Bonus Track Version)

(zusaetzlich zu dem, was eine trennlinie weiter unten steht, - ist heute im italienischen senat ein gesetz durchgewunken worden, das wir legge bavaglio nennen. demnaechst ist das zitieren abgehoerter telefonate verboten, bei strafen bis zu 300.000 euro.
unsereins wiederum behandelt sowas seit geraumen zeiten als eigne (sub)textgattung. und mixt es sich : scubbydubbydoo : in roman wie sonett. wohlauf also.)

(der song und sein text zudem, wie seit dezember schon, mir lieb wegen seiner naehe zu tutres, dem schwemmland. siehe dort. oder beim syphilitischen datendealer g***le, der gerade das suchwort "oil spill" an die deltoiden
(ich versteh was von delten) dreckschweine von BP verkauft hat. complimenti. that's not evil.)

(Annotate. AkuteZustaende. 10/06/10)




Das Buch kam Anfang März in die Welt und auf den Markt.
Und schreibt sich seither fort.


Aus dem Glossar zu »Grobes Foul«. Haymon Tb 2010.
Aus gegebenem Anlasz.

S. 96 Falcone: tatsächlich, soviel wissen wir inzwischen, gaben diese anonymen Briefe des corvo (ital. Rabe, Krähe), die aus dem Herzen des italienischen politischen Systems kamen, der Mafia das Signal: wir geben Richter Falcone  und Richter Borsellino zum Abschuß frei. Dann wurden die beiden per Autobombe in die Luft gejagt (19.7.1992, 23.5.1993).

Daß noch im Jahre 2010 ein Prozeß läuft, und nach länger laufen wird, der politische Sympathisanten, wenn nicht Mitauftraggeber dieser und anderer Bomben zu ermitteln versucht: gehört zum Gang unserer, der italienischen Geschichte.
(Auch, daß dabei Senatoren, Abgeordnete und Ministerpräsidenten : auf der Liste stehen.)

An dieser Stelle sei dem Schriftsteller, dies eine Mal, eine persönliche, wenn auch strikt an die Arbeit gebundene Geschichte erlaubt:
...
weiter: >>> hier

(Annotate. AkuteZustaende. Das Δ des Deltas. 08/06/10)





Die Ursache der Odyssee kennt nur der Elefant

 
weiter: >>> hier

(Annotate. AkuteZustaende. Gedichtenǂwerfen. 06/06/10)





Aus dem Arbeitsbuch zu
TUTRES. Ein Stück Tschenett als Traratragödie
Schauspiel. Uraufführung Lana 09.07.2010



Tutres. Der Teig.




400 g roggenmehl
400 g weizenmehl

undsoweiter. >>> hier

Ps: Ihnen wurde erzaehlt, Tutres wuerden Tirtlen heiszen und seien eine typische spezialitaet aus Tripstrill?
kolonialistischer quatsch. die dinger heiszen Tutres und stammen aus dem Badiotischen. Dixit.


(Annotate. AkuteZustaende. Dei cannoli. Del Tschenett. 27/05/10)




Vivo in un paese barbaro e incivile

Sandro Bondi. Ministro dei Beni e delle Attività Culturali. Oggi. Dixit.

E noi allora?, guaglió?
Beccati questa, stronz di un bonz:

Και μερικοί έφθασαν απ’ τα σύνορα,
Και είπανε πως βάρβαροι πια δεν υπάρχουν.
Και τώρα τί θα γένουμε χωρίς βαρβάρους.
Οι άνθρωποι αυτοί ήσαν μια κάποια λύσις.
(Κωνσταντίνος Καβάφης)

(war damals, in >>> Azzurro, dem roman, eines der motive. dort, also online, auch das zitat. allerdings nur in der griechischen fassung. wenn man, uebrigens, meines italienischen kultusministers bondi statement von heute mit dem meines staatssekretaers im innenministerium von gestern (>>> hier) :  parallel verschaltet: kann einem schon ganz schoen kotzich werden. es eruebrigt sich also, eines der gedichte des ministers zu lesen. - doch: die gibts. (ein andermal))

Einige Leute sind von der Grenze gekommen
und haben berichtet, es gebe sie nicht mehr, die Barbaren.
Und nun, was sollen wir ohne Barbaren tun?
Diese Menschen waren immerhin eine Lösung.
(Konstantinos Kavafis)

(Annotate. AkuteZustaende. Gedichtenǂwerfen. 21/05/10)





Σερα, μι σεντι? Sera, mi senti?
Sera ist eine (mehr als fluechtige) bekannte aus der Napule-zeit. man hoert sich, ab und an. mehr nicht, weniger nicht. man hat sich im auge. im sinn.

weiter hier: >>>

(Annotate. AkuteZustaende. Dei cannoli. Del Tschenett. 13:29. 20/05/10)






Sanguinetti ist tot. È morto Edoardo Sanguinetti.


Sanguinetti

weiter hier >>>

(Annotate. AkuteZustaende. Gedichtenǂwerfen. 18/05/10)





Soldisoldoni a cricche, cracche e :

(Annotate. AkuteZustaende. Das Δ des Deltas. 17/05/10)





Sono state disposte più operazioni
a garanzia della democrazia, tutte in attesa di essere eseguite.

Zitat.
aus: Das Δ des Deltas. roman in arbeit.

(Annotate. AkuteZustaende. Das Δ des Deltas. 15/05/10)





Ελλάδα. & Ανοιχτοί Λογαριασμοί.
Griechenland. Offene Rechnungen. & Dicktenausgleich.

Dicktenvergleich Egnatia Odos

Ihr redet von griechenland? ihr wiszt nichts.
(wird fortgesetzt)
(Annotate. AkuteZustaende. 14/05/10)





Weil er grad spricht
(gerade, im sinn von "geradeaus", spricht er nicht, nein):


Da ist Stacy-Marie Ishmael (alphaville / financial times) durchaus einstimmend zuzustimmen:
"Come on Herr Ackermann, tell us how you really feel about Greece – and how your bank is really positioned…"
weiter hier: >>>

(Annotate. AkuteZustaende. 23:15. 13/05/10)
(Annotate. AkuteZustaende. 16:55. 14/05/10)





"... altrimenti sembrerà che mi hanno beccato con il sorcio in bocca"

Informativa. Sorcio. Scajola.

(Annotate. AkuteZustaende. 10:15. 04/05/10)





Ἐλέου. Αἰδοῦς, Φήμης, καὶ Ὁρμῆς.
Erbarmen. Ehrfurcht, guter Ruf, und Eifer.
Misericordia. Verecondia, Fama, ed Impeto.
Mercy.
Shamefastness, Rumour, and Effort.

Ellada

weiter hier: >>>

(Annotate. AkuteZustaende. UeberSetzen.TraDurre. 30/04/10)





He hertha: hol mal bier, hier.
18 / 32:51 / - 19 / 23
so siehts aus. zur feier des taaches n biscken text.
weiter hier: >>>







«La mafia italiana risulterebbe essere
la sesta al mondo, ma guarda caso è quella più conosciuta, perchè c'è stato un supporto promozionale che l'ha portata ad essere un elemento molto negativo di giudizio per il nostro paese. Ricordiamoci le otto serie della Piovra
(...)
weiter hier  >>>

(Annotate. AkuteZustaende. Dei cannoli. Del Tschenett16/04/10)






Pojechali!

Einer von uns. Der erste. Da drausz.

gagarin

Jurij Alekseevič Gagarin. 12. April 1961.
(dasz man das noch erleben durft.)

(Annotate. AkuteZustaende. 12/04/10)




welcome to the machine II


Siebn stunden ging das so
und es ging gut. sternstunden
seines lebens. auch wenn es immer noch
nicht richtig dunkel werden wollt
(...)
weiter hier >>>

(Annotate. AkuteZustaende. Gedichtenǂwerfen. 30/03/10)



welcome to the machine I

machine I

weiter hier   >>>

(Annotate. AkuteZustaende. 30/03/10)





kochen. essen.
(sodann auf arbeitsreise.)

*
Moules de Bouchot su barba di frate

Moules de Bouchot su barba di frate

Tomatencoulis a là Patagonia
**
Felchen auf OrangenFenchel, samtgrün
***
Grünspargel und Lachs, safranmariniert
****
Kalbsleber, Chutney grüner Tomaten, HavannaBoskop

*****
Kaninchenragout
carciofi alla romana, biscotto di polenta
******
RhabarberHimbeerStrudel samt Schlach

Schokoladensoufflé
Peanutcake


dalla serie: kochen mit max. und dirk, pâtissier peanutcake.
komplett: >>> hier

(Annotate. Ochsenschwanz. Roman der Küchen. 20/03/10)





Schlechtes wetter, auf neptun

Hurrican auf Neptun

bilder eines methanhurricans am suedpol (des n)
: und unsereins musz demnaechst verreisen. wenn das blosz gutgeht.

(quelle: http://arxiv.org/abs/1003.3240v1)

(Annotate. AkuteZustaende. 19/03/10)





ID 5460 / 17-Mar 14:33
Double writing of events (as seen this morning):
The problem occurred if the Lumi and the Full stream were writing from the same node. The reason was that the trigger/event masks on the node were not exclusive and hence the event was picked up twice. This is considered to be repaired.

(Annotate. AkuteZustaende. 17/03/10)





Tschelatti
so ein elektronenrechner kann ja viel behaupten:

Tschelatti

(Annotate. AkuteZustaende. 16/03/10)





Il capo è nero: Tutti a casa.
»E come vuoi che stia? E' nero, ma lucidissimo. Però adesso diamoci da fare, perché se sabato non gli portiamo in piazza un milione di persone andiamo tutti a casa«.
(Cicchitto al telefono. Roma, ore 15,35 di martedì 16 marzo)

(Annotate. AkuteZustaende. Dei cannoli. Del Tschenett 16/03/10)





Fotoroman/zo. Establishing Shot.

Fotoroman/zo

(Annotate. Fotoroman/zo. 14/03/10)





Was hast, Tschenett, was


bitte ist das denn für ein Gesicht, mit dem du da herumläufst? Gegen ein kirchliches Bauwerk gelaufen? ..., ach lassen wir das.
Was soll mit meinem Gesicht sein?, sagt Tschenett. Und wen interessierts?
Nun, sag ich, mich.
(...)
weiter: >>> hier
(Annotate. Kürzestgeschichten. 12/03/10)





Tutres.
waehrend in der wirtschaft am end der welt schwere ventilatorenschaufeln traeg schwuelheisze luft umwaelzen, schneits drauszen vorm fenster, wieder.

(die herausforderungen der poetik)


(Annotate. AkuteZustaende. 11/03/10)





Come ognun vede


Come ognun vede
in questa sede
si parla di nient
siam deficient
siam la plebe
Come ognun vede

(...)
(Annotate. Gedichtenǂwerfen. 10/03/10)





Palermo, ore 13.50 “Era uno degli oggetti principali del contropapello. Il foglio che mio padre scrive di persona e che prende in considerazioni le possibili soluzioni sottoposto a Provenzano da far approvare a Riina, c’erano argomentazioni…
...
Transkript der Aussagen des Ciancimino jr. Dritter Akt, dritter Tag der Befragung durch Staatsanwalt Antonio Ingroia.
Massimo Ciancimino wird als Zeuge im Prozess gegen Mario Mori, den Ex-Kommandanten der Carabinieri-Sondereinheit ROS, befragt. Mori wird beschuldigt, in den 90er Jahren einen Geheimpakt mit der Mafia zur Verhinderung von Anschlägen abgeschlossen zu haben.
Nachtrag zum Nachtrag, wachsende Glossare, wuchernd.
weiter hier: >>>

(Annotate. Das Δ des Deltas. 08/02/10)





Ach lasz den nachlasz

Ach lasz den nachlasz
nachlasz sein; er ist
nichts als ein anlasz
tot zu sein

(Annotate. AkuteZustaende. Gedichtenǂwerfen. 06/02/10)





Bullendämmerung im faschistischen Polizeiposten. Schwarzweiße Polizeiwagen um sie herum. Die Rote Göttin im erbsgrünen Mantel und abgewetzten Stiefeln.

LeseStueck. James Ellroy. Blood's a Rover. Blut will fließen. Ullstein, 2010. S.447

(Annotate. AkuteZustaende. Das Δ des Deltas. 03/02/10)





Palermo, ore 10.45. “Questa nuova fase... a Provenzano si era assicurato… che poteva muoversi tranquillamente. Per poter garantire che Provenzano fosse l’unico capace a ricondurre Cosa nostra, anche a detta dei carabinieri, in una strada ragionevole. L’unico personaggio che poteva ricondurre Cosa nostra nella strada della non visibilità… fu garantito l’impunità. Questo fu detto ai carabinieri e fu assicurato dai carabinieri e di questo fu informato il signor Franco”.

(Annotate. AkuteZustaende. Das Δ des Deltas. Dei cannoli. Del Tschenett 03/02/10)





It's the brain, stupid.

Hirn, gruen


(Annotate. AkuteZustaende. Ochsenschwanz. 02/02/10)





«Sono anni ormai che ci chiediamo se il fascismo ritornerà, ma tranquilli amici, un po’ è già tornato; non il fascismo del ventennio, ma quello di sempre, autobiografia della nazione, frutto spontaneo del nostro autoritarismo anarcoide, del nostro piacere di servire, della retorica patriottarda».

LeseStueck. Giorgio Bocca. Annus Horribilis. Feltrinelli, 2010


(Annotate. AkuteZustaende. Das Δ des Deltas. 02/02/10)





Illegaler datenklau. wieweit darf ein rechtsstaat gehen?

weiter hier: >>>

(Annotate. AkuteZustaende. 01/02/10)





SCHATTENRISS
Treatment zu einem Spielfilm
Schwarz/Weiß. 1987
weiter hier: >>>

(Annotate. AkuteZustaende. 01/02/10)





So schreiben sich geschichten, so schreiben sich romane: weiter. und, auch, dazu bedarf es, bedurfte es, wird beduerfen: der glossare. (die der eine oder andere inzwischen als "ganz eigenständiges" erzaehlmoment durchaus ausgemacht hat.
zugegeben, dieser tage trudelts uebermaeszig gehaeuft hier ein, tagfuertag, an schreibtisch und archiv, ...
weiter >>> hier:

(Annotate. Dei cannoli. Del Tschenett. 23/01/10)





Dei cannoli.
hier: >>>


(Annotate. Dei cannoli. Del Tschenett. 23/01/10)





Napule. Reloaded.

Sie hatten hunderte verprügelt. Und sie hatten Verletzte anschließend aus den Krankenhäusern  entführt und ohne jegliche rechtliche Handhabe in einer Kaserne interniert. Verspottet und mißhandelt. Und als dann gegen einige von ihnen Anzeigen vorlagen und endlich Untersuchungen eingeleitet wurden, als einigen von ihnen der Haftbefehl zugestellt werden sollte, besetzten Polizisten den Polizeipalast, andere ketteten sich auf der Straße mit ihren eigenen Handschellen an.
weiter: >>> hier:

(Annotate. AkuteZustaende. Dei cannoli. Del Tschenett. 22/01/10)





Ach, die Firma FERMCAR. Entnehmen wir doch, woertlich, der zeitung:

"Das hätten sie sich wahrscheinlich nicht träumen lassen: FERMCAR-Chef T.B, sein Kühlwagenchef E.T. und die Manager J.F.H., A.R. und A.F. stehen ab Montag vor Gericht. Ihnen wird zur Last gelegt, sechs Fahrer gezwungen zu haben, länger zu arbeiten, als es ihnen erlaubt ist. Außerdem sollen die Fahrer dafür auch noch zu gering entlohnt worden sein."
...
So schreiben sich Geschichten weiter. Siehe >>> Grobes Foul.
Und siehe >>> Der Tote im Fels. Da kam die Fa. FERMCAR auch schon zu (Euer) Ehren.

(Annotate. AkuteZustaende. Dei cannoli. Del Tschenett. 21/01/10)





Sie nannten sie Exkasso und Inkasso

exkasso und inkasso

(entwurf und casting zu einem italo-western)

(Annotate. AkuteZustaende. 20/01/10)





auch das, dieser tage (mehr wird nicht verraten), samt eines hesamandls:

hesmandl

(Annotate. AkuteZustaende. 17/01/10)





"Der zweijährige Winnetou, wohnhaft in der Wotanstrasse, wird vermisst."

Was fuer ein fundstueck

weiter hier >>>


(Annotate. AkuteZustaende. 16/01/10)






La ‘ndrangheta, invece, è puntualissima.

seit dreivier jahren am thema. fuenf. und jezze sitzste da, und kanns nich los. erst mal andres abarbeiten.
20 am tach. abzueglich der 5 fuer den caporale. und der 3 fuer den pulmino. oder andersrum.


RosarNo2


(Annotate. AkuteZustaende. Das Δ des Deltas. Dei cannoli. Del Tschenett. 07/01/10)





War n langer tach. also, wenn morgens schon schneeraum', dann abends wenigstens spinatnocken und und.

SpiNo2.1

Knödelbrot, glasierte Zwiebel, Knoblauch, geschlagne 2 Eier und ...

weiter: >>> hier
(Annotate. Ochsenschwanz.Sachbuch. 21/12/09)






... es ist hier einiges nachzutragen, auch wenns, wie immer, nur splattersplitter sind. man kommt aber, vor lauter arbeit, zu nichts. (noch schlimmer: abgabe- termine, in serie geschaltet. pfff.) 
solang also: bildstatthalter.

goldfish.arbeit.

Goldfish im 12erturm

Goldfish im 12erturm

(Annotate. AkuteZustaende. 18/10/09)





Ach!: von uns

(...)

Der vor kurzem verstorbene, ach!: von uns gegangene, Tarzan am Prenzlauer Berg, Adolf Endler, einer, der sein Leben lang hart gearbeitet, also: geschrieben hat - nun, nicht sein gesamtes Leben lang: nach einer abgebrochenen Buchhändlerlehre (das Gute im Menschen siegt eben immer) arbeitete Endler, wissen die Lexika, als »Transportarbeiter und Kranfahrer«. Was ihm prompt eine »Anklage wegen Staatsgefährdung« einbrachte, weshalb er von Düsseldorf-West nach Berlin-Ost zog, 1955. Seither aber, jetzt aber wirklich, arbeitete er hart; - als freier Schriftsteller, was sich zuallererst im Jahre Sechzig sinnfällig in einem Lyrikband des Titels »Erwacht ohne Furcht« liederschlug. biederschlug. miederschlug. niederschlug.
(...)
Aus der Kürzestgeschichte
"Das Geschrei des Buches der Tatjana Wpunkt".

hier: >>> nachzulesen.

(Annotate. Kürzestgeschichten. 03/08/09)





neu eingestellt:

aus "Passagen", Roman in Arbeit.

>>>    Vernatsch. Passagen.
>>>    Das Museum der siebenundzwanzig Minuten. Passagen.






Y tu, Brindisi

Y tu, Brindisi, pitla
sor? chi te à pa fat fé
chël che te es fat?
(ert stajoves?
mo piec.)

Poesies tla traduziun tl ladin de Rut Bernardi. Hier: >>>

(Offene Rechnungen / Ladin.)














druckfrisch :
Goldfishs
: druckfrisch


Das Delta

: himmel & hoell

Napule

Napule

Weisswein und Aspirin

Offene Rechnungen - Anoichtoi logariasmoi

Azzurro

Azzurro

Heisse Hunde

Herzsprung

Herzsprung

Grobes Foul haymon Tb 2010

Grobes Foul

Grobes Foul

Der Tote im Fels

Der Tote im Fels

Der Tote im Fels