Fotografie, eine fantastische Sache
Übrigens
die ersten Gehversuche machte ich mit Papas Agfa Isolette, ja
richtig, bereits das Einfädeln des Films war ein spannendes
Unternehmen, Filme und Bilder kosteten ein Vermögen. Das Abholen und
Sichten der Bilder im Fotogeschäft war immer eine aufregende
Geschichte.
Einige Jahrzehnte liegen dazwischen, das Sichten der Bilder ist
sofort möglich und kostet nix, ein enormer Vorteil zuweilen aber
auch ein Fluch unter der ganzen Flut von Bildern nun jeweils die
Besten zu sondieren.
Die Natur und ihre tierischen Bewohner bieten mir die
schönsten Motive um meiner Leidenschaft, dem Fotografieren zu
frönen. Für mich besteht die Herausforderung darin, die Tiere
möglichst in der freien Natur einzufangen, obschon Tierpark und Zoos
auch eine gute Alternative dazu sind. Man kann sich auf jeden Fall
mehr Zeit lassen für die Bildgestaltung und die bestmöglichen
Einstellungen, zum üben und ausprobieren auf jeden Fall ein Muss.
Schwerpunkt sind Vögel und ihre Lebensräume, aber auch
Insekten aller Art, welche durch beeindruckende Farben exzellente
Motive abgeben. Mein beständiges Interesse für Tiere und ihre
Lebensweisen eröffnen mir steht’s neue Geheimnisse und Eindrücke.
Das Kennen und Erkundschaften der Habitate ist von Vorteil und hilft
bei der Wahl eines geeigneten Standortes. Die Landschaftsfotografie
ist ebenfalls eine reizvolle Angelegenheit, ist aber sehr abhängig
vom Wetter. Ein blauer Himmel ist zwar eine schöne Sache, aber eben
auch ziemlich langweilig!

Dübendorf vor einem Sommergewitter
Bei der Bildgestaltung und Qualität
versuche ich so gut es geht bereits am Ort des Geschehens den
grössten Einfluss auf das Endergebnis zu erzielen. Leider ist dies
nicht immer durchführbar, tierische Models neigen doch eher zur
Flucht als dass sie gerne stillhalten.
Schwierigen Lichtverhältnissen, oder lebhaften Szenerien begegne ich
mit einer Portion Mut und Enthusiasmus.
Nuancen, wie Farbgebung, Kontraste,
Bildhintergrund, Rauschen hängen oft vom Empfinden des Betrachters
ab.
Viel Übung und Praxis schärfen das Auge, sodass mit der Zeit ein
besseres Gespür für ein ansprechendes Bild wächst.
Die Perspektive ist ein wichtiger Faktor, sie bringt Spannung und
Dynamik, falsch eingesetzt kann sie das Motiv abwerten.
Die Schärfe am richtige Ort, selektiv eingesetzt oder ein Insekt
ganz knackig scharf sind Elemente die sich hervorragend zur
Bildgestaltung eignen.
Als einzigartig und grandios erachte
ich Tierfotos mit einmaligen Szenen oder Posen, schnell
wird der Zufall zum Helfer, denn einen genauen Plan gibt es nicht
immer. Geduld ist eine Königsdisziplin bei der Tierfotografie und
manchmal reist auch mir der Faden.
Handkehrum passiert genau dann die Action wenn man sich mit jemanden
nett unterhält oder sich ablenken lässt, auf diese Weis entgingen
mir die eine oder andere Chance auf ein erhofftes Motiv. Zuweilen
sind spektakuläre Szenen noch Mangelware, das Oberland ist ja auch
nicht das Massai Mara, aber auch hier lohnt es sich einfach an einem
geeigneten Ort zu warten und zu hoffen.
Die Seite Foto-Doku liegt mir sehr am
Herzen, hier gehe ich genauer auf eine Art oder Szene ein und stelle
etwas Hintergrund, bzw. Beigleit-Information hinzu. Für alle die
gerne mehr über unsere heimischen Arten wissen möchten und immer mal
wieder neugierig sind, genau wie ich.
Ich verzichte hier auf die Angaben zur
Ausrüstung. Objektive, sowie Body und Zubehör ändern mit der Zeit.
Man erhält heute für gutes Geld bereits anständige DSLR Kameras. Je
nach dem kann man mit diesen bereits zufrieden stellende Ergebnisse
erzielen. Mit der Zeit aber steigen die Ansprüche und je nach Thema
muss man sich entscheiden welchen Weg man einschlagen will. Ich
verwende eine Vollformat und eine APS-C Kamera, bei den langen
Brennweiten ist immer noch ein Konverter im Einsatz, diverse
Objektive, Stative und eine Kompaktkamera runden mein Equipment ab.
In meiner Fotogalerie präsentiere ich
eine Auswahl der Bilder, die mir und weiteren Personen gut gefallen.
In der Kategorie Vögel Part 1 zeige ich seltene Vogelarten vor
meiner Haustür, die Bildqualität rückt dabei etwas in den
Hintergrund.
Falls sie irgendwo etwas tierisches
immer mal wieder beobachten und es sich lohnen würde zu
fotografieren, sagen sie einfach Bescheid!

Greifensee mit Schloss Winter 2010