Paarung


 

Bartagamen

Um einer erfolgreicher Paarung entgegen zu sehen und somit auf eine aussichtsreiche Zucht von Jungen Bartagamen, ist es wichtig dass eine  Winterruhe eingehalten wird. In dieser zeit reifen bei den männl. Tieren die Spermien, respektive bei den weibl. Tieren die Eizellen.

Bei der eigentlichen Paarung, wird das Weibchen mit einem Nackenbiss gepackt und das Männchen presst dann seine Kloake auf die des weiblichen Tieres. War die Paarung erfolgreich, vergehen ungefähr 40-50 Tage bis es zur Eiablage kommt. In der zeit während der Trächtigkeit, ist darauf zu achten, dass man dem Weibchen genügend Vitamine und Mineralstoffe zur verabreicht, um eine sichere Eibildung zu gewährleisten und den Mineralverlust des Tieres auszugleichen. Jetzt ist es auch wichtig, an verschiedenen stellen im Terrarium den Bodengrund auf etwa 20-30cm zu erhöhen und etwas angefeuchtet zu halten, damit das Weibchen eine geeignete Stelle findet, in der sie die Eier nach einer Tragzeit von ca. 40-50 Tage im Bodengrund vergraben kann. Wird kein Eiablageplatz angeboten, stellt sich eine Legenot ein, was für das Tier ohne Tierärztliche Hilfe den tot bedeutet.

 

Tiere bei der Paarung

 

Nackenbiss bei der Paarung

Hemipenis des Männchen

 

Die Eiablage

 
Hier ist unser Weibchen dabei ein Loch zu graben, um danach die Eier darin abzulegen. Da ist sie dann dabei, ihre Eier in das Loch hinein zu legen, was schon über einen längeren Zeitraum gehen kann. Nach Beendigung der Eiablage, wird das Loch wieder zugeschüttet, und mit dem Kopf der Sand noch kräftig angeklopft

 

 
Nach dem Ablegen der Eier, entfernen wir diese aus dem Terrarium, und legen sie zu zwei drittel in angefeuchtetes Vermiculite, dass auf verschiedene Schälchen verteilt ist (Abbildung). Beim umsetzen der Eier ist darauf zu achten, dass die Lage nicht verändert wird, da ansonsten der Embryo absterben kann. Nach einer ungefähren Brutzeit von etwa 60 - 70Tagen konnten wir immer den Schlumpf der Jungtiere beobachten, was immer ein Erlebnis war. Bis sich dann der Bauch der Nachzucht geschlossen hat, lassen wir sie noch im Inkubator, und überführen sie anschliessend in ihr eigenes Terrarium, wo sie dann gehätschelt und Gepflegt werden bis unsere Nachzuchten an Interessenten weiter geben werden.

 

Eier im Inkubator ( Brutapparat ) Temp. 28.5 C.

ca. 20 Tage vor dem Schlupf

 


Kornnattern

Nach der Winterruhe, wenn unsere Tiere wieder aktiv sind, hoffen wir natürlich auch auf eine Paarung dieser. Der versuch einer Paarung gestaltet sich so, dass das Männchen seine absichten demonstriert, in dem es ständig auf dem Weibchen herum kriecht. Ist dann das Weibchen bereit für eine Paarung, wird dies angezeigt, durch anheben des Schwanzes. Nun führt das Männchen seinen Schwanz unter die Kloake des weiblichen Tieres und führt einen seiner Hemipenes (Geschlechtsteil) ein. Dank Hautfortsätzen die sie besitzen, haben sie dabei einen guten halt, und die Spermien werden so sicher in den Körper des Weibchen übertragen. Jetzt folgt eine Trächtigkeit von ca. 60 Tagen, bis es zur Eiablage kommt. In dieser zeit nimmt das Weibchen in der Regel auch kein Futter mehr zu sich. Für die Eiablage wird ein feuchte und dunkler Platz gesucht. Wir stellen unseren Tieren immer eine dunkle Box die einen Eingang im Deckel hat zur Verfügung. In die Box geben wir angefeuchtete Erde oder Torfmoos. Wird der Schlange kein geeigneter Platz zur Verfügung gestellt, kann es zur Legenot kommen, was für das Tier Lebensbedrohlich ist. Hat das Weibchen erfolgreich abgelegt, werden die Eier in den Inkubator überführt, wo sie in feuchtes Vermiculit gelegt werden und bei einer Temperatur von etwa 28 C. und einer Luftfeuchtigkeit die nahe am Sättigungspunkt liegen ausgebrütet. Nach ungefähr 60-80 Tagen konnten wir dann immer den Schlupf der jungen Kornnattern beobachten, was immer ein gewaltiges Erlebnis ist. Sobald die Tiere endgültig geschlüpft sind, werden sie in ihrem eigenen kleinen Terrarium einquartiert.

 

Koment-Kampf

Wenn wie hier zwei männliche Tiere wärend der Paarungszeit aufeinander treffen, kommt es sehr oft zu Koment Kämpfe. Dabei jagen sich die Tiere gegenseitig, oder sie umschlingen sich so wie es auf den Bildern zu sehen ist. Die Kämpfe enden eigentlich immer so, dass sich der Schwächere zurück zieht, und sich das Stärkere dann mit dem Weibchen verpaart. Wenn man so wie wir zwei ebenbürtige Kornnattern hat, sind diese Komentkämpfe recht hefftig. Dabei wird die Terrariumeinrichtung nicht selten stark in Mitleidenschaft gezogen. Wir haben uns angewohnt, in dieser zeit nur noch die nötigsten Hygienemasnahmen zu treffen, und erst nach der Paarungszeit das ganze Terrarium wieder in einen aufgeräumten zustand zu bringen. . Die Weiblichen Tiere hingegen beobachten dies meist nur in einer Ruhe, oder wie wir dies schon beobachten konnten, wurde nicht mal Notiz davon genommen.

 

Aufnahme eines Schlupfes

 

 

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