Bartagamen


 

Hier haben wir einen kleinen Haltungsbericht verfasst, über die Bedingungen wie sie unsere Bartagamen in ihrem Reich des Terrarium vorfinden und sich auch wohl fühlen.

Für unsere Bartagamen, haben wir ein Terrarium der Marke Eigenbau mit den massen 150/75/70, und sie fühlen sich darin sichtlich wohl. Als Beleuchtung benutzen wir 2 Neonröhren 36 Watt  des Typs Studio =sehr helles Licht. Für den Sonnenplatz wurde ein Spot 60 Watt platziert, wo die Agamen eine Temperatur von 40C - 45C vorfinden und wärme tanken können. An ihrem Lieblingsplatz wurde zusätzlich eine Stromsparlampe (TerraSun) instaliert, damit die Versorgung der Tiere mit UV/A und UV/B garantiert ist, und unsere Bartagamen das wichtige Vitamin D bilden können, was für das Wohlergehen und die Gesundheit der Tiere wichtig ist. Als Bodengrund verwenden wir Spielkastensand, ist vielleicht nicht so schön anzusehen wie der gelbe oder rote Sand, der im Fachhandel angeboten wird, aber bei der menge die wir für das Terrarium verwendeten (75 kg.) eine doch sehr kostengünstige Variante. Natürlich dürfen auch die diversen Versteckmöglichkeiten nicht fehlen, da sich die Tiere doch gerne mal irgendwo verkriechen, oder sich in solche zum schlafen legen. Hierfür haben wir Korkröhren oder Steinhöhlen, wobei bei zweitem zu sagen ist, dass diese vom Terrariumboden her sicher gestapelt und verklebt (Silikon, Leim, Zement etc) zu sein haben, da die Bartagamen gerne im Sand buddeln und graben und so ist die Gefahr gebannt, dass ein Stein, auf eines der Tiere fällt und es unter sich begräbt.

 

Unser Bartagamen Terrarium

 

 

Aufzuchtterrarium

 

Unsere Jungtiere werden in einem separaten Terrarium aufgezogen, mit den gleichen Bedingungen wie es die Elterntiere haben. Nur dass wir beim Sonnenplatz eine Power-Sun (160 Watt) benutzen, in dem das UV Licht intrigiert ist, und so einen idealen Sonnenplatz für die jungen Bartagamen darstellt. Aber ansonsten sind die Haltebedingungen identisch wie die im grossen Terrarium. Und hier verwenden wir auch den schönen roten Sand, worauf unsere jungen Sandfirebartis schön zur Geltung kommen.

 

Fütterung

 

Die Bartagamen bekommen bei uns täglich frisches Gemüse wie Zucchini,  Gurken, Karotten etc., was es auch immer im Angebot so gibt, nur mit  den Kohlartigem Gemüse sind wir eher Sparsam. Nebenbei servieren wir ihnen noch div. Salate - Eichblatt, Eisbergsalat, Feldsalat etc. nur geben wir ihnen kein Kopfsalat, wegen dem angeblichen hohen gehalt an Nitrat.

Bei den Früchten gibt so alles was Saison ist, und die Natur zu bieten hat, und was wir immer gerade bekommen, über A wie Äpfel bis Z wie Zitrusfrüchte, unsere Bartagamen essen da eigentlich so ziemlich alles. Möchte noch hinzufügen, je abwechslungsreicher das Angebot, desto zufriedener und gesünder sind die Tiere unserer Meinung nach.

Lebendfutter bekommen sie drei mal die Woche, und das über Zophobas, Heimchen, Grillen, Mehlwürmern, Schaben, bis zu den Wanderheuschrecken. Zwischendurch bekommen sie auch noch nestjunge Mäuse. Das Lebendfutter bestäuben wir jedes zweite mal mit einem Vitaminpulver (z.B Korvimin etc.), damit die Versorgung der Vitamine gewährleistet ist. Geraspelte Sepiaschale wird von unseren Tieren auch sehr gerne genommen, vor allem beim Weibchen während der zeit in der sie Trächtig ist. Hinzuzufügen ist nur, dass die Jungtiere täglich mit Lebendfutter gefüttert werden sollten, und erst mit dem älter werden, wird diese gesengt Täglich sollte auch das Trinkwasser gewechselt werden, wo auch gerne mal darin gebadet wird.

 

 

Das Wesen der Bartagamen

 

Die Bartagamen haben im Grunde ein ruhiges Gemüt, dies bedeutet aber nicht, dass man sie den ganzen Tag mit sich herum tragen soll, oder mit den Agamen "spielen" kann. Was wir beobachten konnten, ist das, dass sich die Tiere sehr schnell an das angenehme leben im Terrarium gewöhnen - keine Futtersuche, es ist immer vorhanden, täglich frisches Wasser, und dies alles ohne sich selber anstrengen zu müsse. Unsere Tiere wissen immer wann es etwas zum futtern gib, sie kommen dann nach vorne bis an die Schiebetüre und warten dann regelrecht darauf, dass wir die Türe öffne, und ihnen ihr "Leckerli" geben. Es ist immer wieder ein amüsanter und herrlicher Anblick, wenn sie dann mit grossen Augen dastehen und auf was feines warten, oder sogar auf die Hand springen.

 

Rangordnungskämpfe

Wenn zwei männliche Bartagamen aufeinander Treffen kommt es häufig zu Rangordnungskämpfe. Hierbei stehen sich beide Tiere gegenüber, blähen ihren Bart auf, und nicken heftig mit dem Kopf. Wie man auf den Bildern sehen kann, wird auch der Körper abgeflacht um grösser zu scheinen, und die Kontrahenten umkreisen sich dabei, wobei  versucht wird den Gegner am Schwanzansatz zu packen und ihn kräftig durch zu schütteln. Das unterlegene oder untergeordnete Tier versucht meistens mit dem Ärmchen drehen, was aussieht wie ein zuwinken das stärkere Tier dann zu besänftigen.

 

vorsichtiges abtasten Angriffs versuch zupacken mit abgeflachtem Körper

 

 

 

Winterruhe

Ab Oktober - November begeben sich unsere Tiere in eine Winterruhe, von ca. 2-3 Monate. Für die Vorbereitung der Winterruhe, helfen wir unseren Bartagamen in dem, dass wir ihnen genügend Versteckmöglichkeiten bieten, und die Beleuchtungsdauer kontinuierlich verkürzen, bis wir bei null angekommen sind. Dass einzige was wir noch anlassen, ist der Sonnenplatz, dies aber dann nur noch für etwa 1 - 2 Std. täglich, damit die Möglichkeit gegeben ist, dass sich die Tiere bei bedarf immer noch aufwärmen können. In der zeit der Winterruhe, reifen beim Weibchen die Eizellen, und beim Männchen die Spermien. Somit ist die Winterruhe wichtig, will man im darauf folgendem Jahr einer erfolgreichen Paarung und Zucht entgegen blicken. Bei uns ist dies bis jetzt immer gut gelungen, und hatten immer schöne Nachzuchten. Falls Interesse besteht, an einer unserer Jungtiere, könnt ihr unter der Rubrik "Abzugeben" informieren, welche und für wie viele Tiere wir ein neues und schönes zuhause suchen.

 

     

 

 

 

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