Bootsferien 2003: Shannon - Erne     Christians Homepage

Republik Irland:
Staatsform: Republik
Hauptstadt: Dublin
Fläche: ca. 70 000 km²
Bevölkerung: 3,839 Millionen
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Bruttosozialprodukt: 22´850 US-$
Arbeitslosigkeit: 4,4 %
EU-Beitrittsjahr: 1973
Währung: Euro €



"Irland, das sind seine Menschen und Geschichten, seine Dörfer, Berge, Wälder und Flüsse, das Meer, Seen und Quellen, sein pubs und stores, grosse und kleine Steinhäuser. Einsame Buchten, in denen nur das Gekreische der Vögel und das Wellenrauschen die Ruhe unterbrechen, Dörfer von sprödem Charme, Küsten, an denen die Klippen steil in die Tiefe fallen. Bekanntschaften sind schnell geschlossen, denn die Iren, diese so melancholisch-heiteren Geschichtenerzähler, sprechen jeden an."



In diesem schönen Land verbrachten wir auf den Flüssen Shannon und Erne zwei wunderschöne Wochen Sommerferien im 2003.
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[ Irische Geographie ]                 [ Irische Geschichte ]

Irische Geographie

Irland liegt zwischen 51"30´ und 55"30´ nördlicher Breite und zwischen 5"30´ und 10"30´ westlicher Länge. Das klingt jetzt sehr trocken und eigentlich weiss niemand genau, was das bedeutet. Dabei bedeutet es nur, dass es westlich von Grossbritannien liegt. Ausserdem bedeutet es, dass Dublin, vom Breitengrad her in der Mitte Irlands, auf einer Höhe mit Hamburg und Bremen liegt.
Bei der Grösse Irlands streiten sich die Geister. Eine Quelle spricht von 83´500 Quadratkilometern, eine andere teilt sie auf in 14´120 Quadratkilometern Nordirland und 70´283 Quadratkilometern Republik Irland, insgesamt also 84´403 Quadratkilometern. Wie kommen die bloss auf eine Differenz von 903 Quadratkilometern? Nichtsdestotrotz entspricht es der Fläche von Bayern.


Trotz dieser relativ geringen Grösse vereint Irland die unterschiedlichsten Landschaftstypen in sich:
Im Inselinneren sind viele Kalksteinebenen mit Mooren, zahllose Seen unterschiedlicher Grösse und einzelne niedere Hügelketten. Das Fluss- und Seengebiet überzieht ca. 1/5 des Landes. Wo wir grad´ bei dem Thema sind: Am bedeutendsten sind bei den Flüssen der Shannon und der Erne. Der Shannon fliesst hauptsächlich in der Republik, der Erne in Nordirland. Die beiden Flüsse werden durch den Shannon-Erne-Waterway miteinander verbunden. Diese ca. 60 km lange Verbindung wurde 1994, nach langen Renovierungsarbeiten und nach über 100 Jahren wiedereröffnet. Der Niveauausgleich zwischen den beiden Wassersystemen findet über 16 automatische Schleusen statt. Kleine, verbreiterte Flussläufe wechseln sich ab mit schmalen Kanalstrecken.
In der Küstennähe sind dann die höheren Gebirgsmassive unterschiedlicher geologischer Struktur zu finden. Die höchste Erhebung ist der Carrantouhill in den Macgillycuddy´s Reeks, Co. Kerry, mit 1´041m.

Eine Besonderheit sind die "Drumlins". Das sind rundgeformte niedrige Höcker zwischen Sligo und Belfast, die in dichten Streifen dicht aufeinanderfolgen. Sie sind Ablagerungen von zwei Eiszeiten, die über Irland hinwegwalzten und deren Spuren noch heute in glattgeschliffenen Felsen, dunklen Bergseen, im Verlauf mancher Täler und in zahlreichen Ablagerungen von Geschiebe zu finden sind.

Irland hat insgesamt 3´170 km Strand verschiedenster Art: Steine, Kies und Sand - und alles natürlicher Strand, der keiner künstlichen Pflege bedarf. Viele Iren fahren sogar mit ihrem Auto auf den Strand. Das wäre in anderen Ländern undenkbar.

Neben der Hauptinsel, mit der "Irland" normalerweise identifiziert wird, gibt es noch diverse kleiner "Neben"inseln wie Achill, Aran, Tory, die Skellig Islands und und und. Wie jede Insel sind auch die irischen natürlich von Wasser umgeben. Während im Osten jenseits der Irischen See Grossbritannien liegt, ist der nächste Nachbar im Westen jenseits des Atlantiks - Amerika.



Irische Geschichte

Irlands Insellage im Westen des europäischen Kontinents und seine Nähe zu Grossbritannien haben die Geschichte des Landes nachhaltig geprägt.
Irland, das seit über 7000 Jahren besiedelt ist, war vielen Einfällen und Invasionen ausgesetzt, was zu einer starken Mischung von Abstammungslinien und Traditionen geführt hat. Die ersten Siedler, überwiegend Jäger aus Britannien, brachten eine mesolithische Kultur nach Irland. Ihnen folgten ca. 3000 v. Chr. Bauern, die sich mit Ackerbau und Viehzucht befassten. Den neolithischen Siedlern folgten um ca. 2000 v. Chr. Schürfer und Metallarbeiter.

Im 6. Jahrhundert v. Chr. trafen die ersten keltischen Einwanderer aus Europa ein. Obwohl Irland von den Kelten nie zu einem geeinten Staatsgebilde geformt wurde, entwickelte sich dennoch eine kulturelle und sprachliche Einheit.
Die Verbreitung des Christentums im 5. Jahrhundert n. Chr. wird traditionsgemäss dem Heiligen Patrick (ca. 390 geb.) zugeschrieben, obwohl nachweislich bereits vor seiner Ankunft Christen auf der Insel lebten. Irland wurde weder von den Römern besiedelt, noch von nachfolgenden Invasionen betroffen. Dies ist wahrscheinlich ein Grund für die Blüte der irischen Kunst, seines Gelehrtentums und des kulturellen Lebens in seinen Klöstern im 6. und 7. Jahrhundert. Im 8. Jahrhundert n. Chr. verbreiteten irische Mönche das Christentum in vielen Teilen Europas.

Im späten 8. Jahrhundert begannen die Wikinger ihre regelmässigen Raubzüge auf der Insel. Gleichzeitig waren sie am Handel interessiert und trugen wesentlich zur Herausbildung von Städten in Irland bei, insbesondere von Dublin, Cork und Waterford. Im Jahr 1014 besiegten irische Truppen unter Führung des damaligen irischen Hochkönigs Brian Boru die Wikinger in der Schlacht von Clontarf, deren Einfluss daraufhin stetig abnahm.

Im 12. Jahrhundert wurden die bis dahin erzielten Fortschritte zur Gründung eines feudalen Zentralstaates unter Führung eines einzelnen Hochkönigs durch die Ankunft der Anglo-Normannen zunichte gemacht. Diese erlangten schnell die Kontrolle über weite Teile Irlands, das damit unter die Oberherrschaft des Königs von England kam.

Die nächsten 400 Jahre hindurch waren die Anglo-Normannen und deren Nachkommen in Irland recht einflussreich. Dennoch verblieben weite Teile des Landes in irischer Hand. Ausserdem schwand der Einfluss der Anglo-Normannen durch deren zunehmende Gälisierung sowie durch das Wiedererstarken irischer Herrscher.


© Chrisdebux 2004