
Irische Geographie |
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Irland liegt zwischen 51"30´ und 55"30´ nördlicher Breite und zwischen 5"30´
und 10"30´ westlicher Länge. Das klingt jetzt sehr trocken und eigentlich weiss niemand genau,
was das bedeutet. Dabei bedeutet es nur, dass es westlich von Grossbritannien liegt. Ausserdem bedeutet es,
dass Dublin, vom Breitengrad her in der Mitte Irlands, auf einer Höhe mit Hamburg und Bremen liegt. Trotz dieser relativ geringen Grösse vereint Irland die
unterschiedlichsten Landschaftstypen in sich: Eine Besonderheit sind die "Drumlins". Das sind rundgeformte niedrige Höcker zwischen
Sligo und Belfast, die in dichten Streifen dicht aufeinanderfolgen. Sie sind Ablagerungen von zwei
Eiszeiten, die über Irland hinwegwalzten und deren Spuren noch heute in glattgeschliffenen Felsen,
dunklen Bergseen, im Verlauf mancher Täler und in zahlreichen Ablagerungen von Geschiebe zu finden
sind. Irland hat insgesamt 3´170 km Strand verschiedenster Art: Steine, Kies und Sand - und alles
natürlicher Strand, der keiner künstlichen Pflege bedarf. Viele Iren fahren sogar mit ihrem
Auto auf den Strand. Das wäre in anderen Ländern undenkbar. Neben der Hauptinsel, mit der "Irland" normalerweise identifiziert wird, gibt es noch diverse
kleiner "Neben"inseln wie Achill, Aran, Tory, die Skellig Islands und und und. Wie jede Insel
sind auch die irischen natürlich von Wasser umgeben. Während im Osten jenseits der Irischen See
Grossbritannien liegt, ist der nächste Nachbar im Westen jenseits des Atlantiks - Amerika. |
Irische Geschichte |
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Irlands Insellage im Westen des europäischen Kontinents und seine Nähe zu Grossbritannien haben
die Geschichte des Landes nachhaltig geprägt. Im 6. Jahrhundert v. Chr. trafen die ersten keltischen Einwanderer aus Europa ein. Obwohl Irland von den
Kelten nie zu einem geeinten Staatsgebilde geformt wurde, entwickelte sich dennoch eine kulturelle und
sprachliche Einheit. Im späten 8. Jahrhundert begannen die Wikinger ihre regelmässigen Raubzüge auf der Insel.
Gleichzeitig waren sie am Handel interessiert und trugen wesentlich zur Herausbildung von Städten in
Irland bei, insbesondere von Dublin, Cork und Waterford. Im Jahr 1014 besiegten irische Truppen unter
Führung des damaligen irischen Hochkönigs Brian Boru die Wikinger in der Schlacht von Clontarf,
deren Einfluss daraufhin stetig abnahm. Im 12. Jahrhundert wurden die bis dahin erzielten Fortschritte zur Gründung eines feudalen Zentralstaates
unter Führung eines einzelnen Hochkönigs durch die Ankunft der Anglo-Normannen zunichte gemacht.
Diese erlangten schnell die Kontrolle über weite Teile Irlands, das damit unter die Oberherrschaft
des Königs von England kam. Die nächsten 400 Jahre hindurch waren die Anglo-Normannen und deren Nachkommen in Irland recht
einflussreich. Dennoch verblieben weite Teile des Landes in irischer Hand. Ausserdem schwand der
Einfluss der Anglo-Normannen durch deren zunehmende Gälisierung sowie durch das Wiedererstarken
irischer Herrscher.
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