Was ist Aikido?
 
Zuschauende nehmen vor allem die runden, weichen Bewegungsabläufe wahr. Durch diese eleganten Bewegungen wirkt eine unerhörte Kraft (=Ki), doch das erkennt man erst, wenn man selber trainiert.
Verkrampfte, harte Muskeln und eckige, hastige Bewegungen behindern die Entfaltung dieser Kraft, deshalb geht es auch darum zu lernen, die Bewegungen entspannt und doch bestimmt auszuführen und dabei das Zentrum zu halten.
 
Aikido ist der Weg (=Do) zur Harmonie (=Ai) mit der Lebenskraft (=Ki). Aus diesem Grund finden auch keine Wettkämpfe statt, die bloss die Entwicklung dieser Harmonie stören würden. Das respektvolle Verhalten der Aikidokas ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung.
 

Natürlich ist Aikido eine Kampfkunst, deshalb muss der eine Trainingspartner angreifen, um dem Angegriffenen zu ermöglichen, die Aikidobewegungen zu üben, die im Wesentlichen im Ausweichen und Aus-dem-Gleichgewicht-bringen bestehen. Der Angreifer muss nicht bloss das Angreifen verstehen, sondern auch das Fallen und Rollen, um sich durch Stürze, verursacht durch die Aikidotechniken, nicht zu verletzen. Das erlaubt ihm jedoch auch, sofort wieder anzugreifen, so dass in der Übung kein Unterbruch entsteht.
 
Nach viermaligem Angriff wechseln die Rollen der beiden Trainingspartner. Die Technik, die geübt wird, wird zuerst vom Trainer gezeigt. Im Vordergrund steht nicht der Kampf, sondern die Zusammenarbeit, um die komplexen Bewegungsabläufe miteinander zu lernen.

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