Burgen Fact Sheet

 

Übersicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ort

 

Name

 

Ersterwähnung

 

 

Richterswil

 

Alt-Wädenswil

 

1130

 

 

Bauherren

 

Bemerkungen

 

Ruine

 

 

Freiherren von Wädenswil

 

 

 

Ja

 

 

Assoziierte Burgen

 

Wichtige Obrigkeiten

 

Fotos

 

 

Bubikon Ritterhaus

 

 

 

1,2,3,4,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Details

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jahr

 

Beschreibung

 

 

 

 

1000 - 1100

 

 

 

 

1101 - 1150

 

Im Randgebiet zwischen Zürcher und Einsiedler Besitz vermochten sich im 12. Jhdt. die Freiherren von Wädenswil zu behaupten. Ihre erste Erwähnung 1130 ist zwar unsicher, denn die Echtheit der entsprechenden Urkunde wird angezweifelt. 1150 aber wird ein Burkhard von Wädenswil in einer Urkunde von König Konrad III. genannt. In den folgenden Jahren tauchen auch seine drei Brüder Walther I., Eberhard und Rudolf I. von Wädenswil verschiedentlich in Quellentexten auf

 

 

1151 - 1200

 

 

 

 

1201 - 1250

 

Die Burg muss der Wohnsitz von Rodolf II. von Wädenswil gewesen sein. Er heiratete Ita von Unspunnen (vrgl. Burg Unspunnen im Kanton Bern), und zwei seiner Söhne traten später deren Erbe im Berner Oberland an. Rudolf III. übernahm nach dem Tode des Vaters um 1240 die Stammburg.

 

 

1251 - 1300

 

Nun setzte der wirtschaftliche Niedergang der Familie ein. Rudolf III., der zwar sechs Töchter aber keinen männlichen Erben hatte, verkaufte 1287 Burg und Herrschaft Wädenswil dem Johanniterorden, behielt sich allerdings das Nutzungsrecht bis zu seinem Tod vor

 

 

1301 - 1350

 

Im Jahr 1300 starb Rudolf III., die Burg wurde von den Johannitern übernommen. Um 1330 wurde sie eine eigenständige Kommende mit eigenem Komtur und rund einem Dutzend Ordensbrüdern

 

 

1351 - 1400

 

 

 

 

1401 - 1450

 

Der Konvent der Ordensbrüder zu Wädenswil wird 1446 letztmals erwähnt, bald danach scheint er sich aufgelöst zu haben. Als Sitz von Komtur Johannes Lösel, der auch Grossmeister des Ordens in Deutschland war, behielt die Burg aber ihre Bedeutung und wurde auch weiter ausgebaut

 

 

1451 - 1500

 

1489 zogen aufgebrachte Bauern aus der Umgebung vor die Burg und versuchten, sie zu stürmen. Obwohl nur von drei Männern verteidigt, konnte sie sich halten, weil rechtzeitig eine Truppe aus Zürich eintraf und mit den Belagerern verhandelte

 

 

1501 - 1550

 

Als zur Zeit der Reformation sich das Umland vom katholischen Glauben abwandte, begannen die Johanniter mit der Stadt Zürich über einen Verkauf der Herrschaft Wädenswil zu verhandeln. 1549 stimmte die Stadt dem Verkaufsangebot zu, doch innerhalb der Eidgenossenschaft wurde gegen den Handel Einspruch erhoben. Vor allem die katholischen Schwyzer befürchteten, die reformierten Zürcher bekämen mit der Burg eine starke Festung nahe ihren Grenzen in die Hand. Die Einigung von 1550 sah vor, dass Zürich die Herrschaft zwar kaufen, die Burg aber schleifen musste.

 

 

1551 - 1600

 

Zürich liess bei der Übernahme ein detailreiches Inventar der Burg erstellen, bevor diese 1557 dann tatsächlich abgerissen wurde.

 

 

1601 - Heute

 

In den folgenden Jahrhunderten diente Alt-Wädenswil vielfach als Steinbruch, bis 1901-1904 erste Freilegungsarbeiten durchgeführt wurden. Weitere Ausgrabungs- und Konservierungskampagnen fanden 1938-1941 und 1983 statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  © by Don Clemente / 13.05.2005