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Pelztierhaltung mit krassen Tierschutzwidrigkeiten in der EU

EU-Fachkommission deckt krasse Tierschutzwidrigkeiten in der Pelztierhaltung auf.
Schweizer Tierschutz STS
Die Kommission äussert in ihrem soeben veröffentlichten Bericht schwere Kritik an der Tierhaltung und macht Verbesserungsvorschläge.
 

Der wissenschaftliche Beirat unstersuchte

Im Auftrag der Europäischen Kommission untersuchte der wissenschaftliche Beirat die Haltung von Nerzen, Füchsen, Frettchen, Marderhunden, Nutria (Bisamratten) und Chinchillas in den Pelztierfarmen der EU und äussert in dem soeben veröffentlichten Bericht schwere Kritik zur Tierhaltung und macht Verbesserungsvorschläge.


Der STS Schweizer Tierschutz begrüsst den wissenschaftlichen Bericht

Dieser setzt sich sehr kritisch mit den Zuständen in den sogenannten Pelztierfarmen auseinandersetzt. Der 211-seitige, ausführliche Bericht hält fest, dass die per-manente Haltung in Drahtgitterkäfigen schwere Folgen für das Wohlbefinden der Pelztiere nach sich zieht.
 


Die grössten Mängel ortet der Bericht

  • bei den Käfigen und den Managementmethoden
  • bei der Ausbildung der Pelztierzüchter und des Farmpersonals
  • bei den Zuchtprogrammen
  • beim Handling der Tiere
  • bei der Ausgestaltung der Käfige


Die grössten Bedenken gegenüber der Intensivhaltung in Käfigbatterien. 

Die Tierarten, die für die Pelzproduktion Verwendung finden, könnten nicht als domestiziert bezeichnet werden, ganz im Gegensatz zu den Nutz- oder Hoftieren, wird im Bericht festgehalten. Die Pelztiere haben nach wie vor die Verhaltenscharakteristika der Wildtiere beibehalten. Das Fazit der Wissenschaftler: In den engen Drahtgitterkä-figen können sich die Tiere nicht artgerecht bewegen; das Haltungssystem verunmöglicht dem Tier, seine art-spezifischen Bedürfnisse auszuleben.
 


Verbot der Käfighaltung

Das englische Parlament verabschiedete am 22. November 2000 ein Verbot der kommerziellen Pelztierhaltung. Die Verordnung wird am 1. Januar 2003 in Kraft treten. In Holland begann die Übergangsfrist zur Abschaffung der Fuchs- und Chinchillafarmen im April 1998. Ein Verbot der Nerzfarmen ist in Vorbereitung. Italien hat im März 2001 strenge Vorschriften für die Pelztierzucht erlassen, die am 1. Januar 2006 in Kraft treten werden. In der Schweiz und in Österreich gibt es keine Pelztierfarmen.
 

Der Bericht des wissenschaftlichen Beirats der EU-Kommission macht deutlich, dass die unnötigen und äusserst brutalen Pelztierkäfige auch in den übrigen Ländern der EU möglichst rasch aus dem Verkehr gezogen werden sollten.

Siehe auch
Grosses Leiden für kleine Bordüren Käfigbatterien für Nerz und Fuchs 
                  
Fragen, Bemerkungen an den Schweizer Tierschutz STS

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 4.1.02 Mit frdl. Genehmigung des Präsidenten des STS Heinz Lienhard 

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