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Toxoplasmose gefährlich för Schwangere?
Dr. med. vet. Roman Camen

Mein Partner und ich planen, ein Kind zu kriegen. Seit vier Jahren leben wir mit zwei Katzen zusammen. In einer Zeitschrift habe ich gelesen, dass von der Katze Erreger auf den Menschen übergehen können, die die Schwangerschaft erheblich stören.
Stimmt das?
Wie gefährlich sind diese Erreger?
Wie kann man sich schützen?
Frau M. aus Schübelbach (Schweiz)

Die Krankheit, von der Sie gelesen haben, nennt sich Toxoplasmose, und wie Sie richtig erwähnt haben, können die Erreger dieser Krankheit von der Katze auf den Menschen übertragen werden. Weit mehr als die Hälfte der Katzen tragen diesen Parasiten in sich. Menschen, die mit Katzen zusammenleben, die mit Toxoplasmose infiziert sind, werden häufig angesteckt. Sowohl bei der Katze als auch beim Menschen verläuft die Ansteckung in der Regel ohne ernste Symptome. Einzig schwangere Frauen sollten sich in Acht nehmen, denn die Toxoplasmose kann für den heranwachsenden Nachwuchs sehr gefährlich werden. Das Ausmass der Schädigungen des Fötus hängt mit dem Zeitpunkt der Infektion ab.

Etwa 40% der schwangeren Frauen hatten vor der Schwangerschaft bereits Kontakt mit dem Erreger und haben Antikörper dagegen im Blut. In diesem Fall besteht keine Gefahr mehr für den Nachwuchs. Gefährlich wird es erst, wenn sich eine Frau, die noch nie Kontakt mit dem Erreger hatte, während der Schwangerschaft ansteckt.

Als Erstes rate ich Ihnen, Ihren Arzt aufzusuchen, um mittels eines Bluttestes zu erfahren, ob Sie bereits Antikörper gegen Toxoplasmose haben. Falls ja, besteht für Sie keine Gefahr mehr. Falls nein, sollten Sie beim Tierarzt herausfinden, ob Ihre Tiere den Erreger ausscheiden.

Da die Katzen den Erreger über den Kot ausscheiden, sollten Sie während der Schwangerschaft den Kontakt zur Katzenkiste vermeiden. Stellen Sie die Kiste weit weg von Wohnräumen. Die Kiste sollte immer etwas feucht gehalten werden, da Staub von getrocknetem Kot in die Luft geraten kann. Füttern Sie Ihrer Katze kein rohes Fleisch und schmusen Sie nicht mit ihr. Weiter sollten sie vermeiden, dass die Katze auf den Esstisch springt. Wenn Sie all diese Massnahmen befolgen, sollte einem glücklichen Nachwuchs in Ihrem Hause nichts im Wege stehen.

Fragen, Bemerkungen an den Autoren Dr. med. vet. Roman Camen Rapperswil SG
Mit frdl. Genehmigung des Autoren

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