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Dr. med. vet. Roman Camen
Der Sommer ist da und wie jedes Jahr verreisen wir für zwei Wochen
in den Süden. Die Ferien sind in der Regel sehr erholsam, jedoch stören
wir uns meist am Anblick misshandelter Tiere. Seien es verwahrloste streunende
Katzen und Hunde oder Tiere auf Märkten, die unter unmenschlichen
Bedingungen gehalten und angepriesen werden.
Die von Ihnen geschilderte Erfahrung habe ich selbst auch schon einige Male machen müssen. Vor allem in südlichen Ländern ist das Verhältnis zu Tieren einiges distanzierter als bei uns, und leider fristen viele Tiere ein äusserst trauriges Dasein. Wenn man mit solchen Situationen konfrontiert wird, kommt schnell das Bedürfnis auf, diesen Tieren zu helfen, und oftmals wird man mit der Ohnmacht konfrontiert, nicht viel ausrichten zu können. Sie können bereits vor der Abreise einen ersten Schritt unternehmen, um den Tieren zu helfen. Erkundigen Sie sich, ob es an Ihrem Ferienort eine lokale Tierschutzorganisation gibt, an die Sie sich wenden können. Diese Information erhalten Sie bei Ihrem Reiseunternehmen oder auf der Internetseite www.wspa.de/directory/members/index.html. Sie haben die Möglichkeit, sich mit Personen der lokalen Organisation in Verbindung zu setzen, um in Erfahrung zu bringen, was vor Ort am ehesten benötigt wird, sei es ein Spende oder Naturalien wie Futter oder Näpfe für lokale Tierheime. Streunende Tiere sollten wenn möglich nicht gefüttert werden, obwohl es sicher gut gemeint ist. Durch solche Fütterungsaktionen überleben deutlich mehr Tiere die Touristensaison, was zur Folge hat, dass nach der Saison mehr Tiere von der einheimischen Bevölkerung getötet werden müssen. Viel sinnvoller ist es, Kastrationsaktionen zu unterstützen, die der Vermehrung der streunenden Tiere entgegen wirken. Betreffend grausam gehaltener Tiere auf Märkten kann ich Ihnen nur raten, ja keine Tiere zu kaufen, um sie danach frei zu lassen, denn dadurch wird der Umsatz der Händler angehoben, und sie bestellen umso mehr neue «Ware». Fragen,
Bemerkungen an den Autoren Dr. med. vet. Roman Camen Rapperswil SG
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