Wenn
es soweit ist Abschied zu nehmen
Autor
unbekannt
Ich
weiss noch genau die Stunde, als Du kamst in unsere Runde.
Schautest
alle einzeln an. «Dieses nehme ich», sagtest Du dann.
Hochgenommen
auf den Arm, bei dir war es sehr schön warm.
Der
Geruch, der war mir neu, und ich dachte voller Scheu,
was
kommt jetzt auf dich zu, und ich hatte keine Ruh.
Ab
ins Auto, schon ging es los, wohin komm ich denn nun bloss?
Bald
war diese Fahrt vorbei, mir war alles einerlei.
Denn
vor Angst konnte ich nur beben, auf den Teppich ging der Segen.
Ins
Körbchen setztest Du mich nun, um mich dort mal auszuruhen.
Neugierig
sah ich mich dann um, aber es war doch zu dumm.
Keiner
war zum spielen da, und es wurde mir nun klar;
jetzt
bist du doch ganz alleine, hört denn keiner, dass ich weine?
Dann
kamst Du ins Zimmer rein, sprachst ganz ruhig auf mich ein.
Mein
ganzer Kummer war verflogen, sie waren weg nun meine Sorgen.
Es
war, als hätte ich geträumt, nun hatte ich einen grossen Freund!
Viele
Jahre sind wir nun zusammen, sind durch Dick und Dünn gegangen.
Meine
Beine wollen oft nicht mehr. Das Laufen fällt mir oft gar schwer.
Ich
will es nun doch einmal wagen und es Dir ganz offen sagen:
Wenn
mein Herz mal nicht mehr schlägt, grosser Kummer dich bewegt,
einen
Trost in Deinem Leid: Sie war schön mit Dir, die Zeit.
Denke
dann in stillen Stunden, wieviel Liebe uns verbunden.
Einer
war für den Andern da, und es war doch wirklich klar:
Eine
Liebe, rein wie das Licht, mein Herz, das schlug nur für Dich.
wenn
es soweit ist
Autor
unbekannt
Bin
ich dereinst gebrechlich und schwach
und
quälende Pein hält ständig mich wach -
was
Du dann tun musst - tu es allein.
Die
letzte Schlacht wird verloren sein.
Dass
du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine
Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An
diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
muss
Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.
Wir
lebten zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht
vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du
möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum
gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.
Begleite
mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur
- bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und
halte mich fest und red mir gut zu,
bis
meine Augen kommen zur Ruh.
Mit
der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es
war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes
Wedeln ein letztes Mal -
Du
hast mich befreit von Schmerzen und Qual.
Und
gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,
der
Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir
waren beide so innig vereint.
Es
darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.
In Vorbereitung: Trost nach dem Verlust eines geliebten Tieres
Text... courtesy of Tim Wuffner
