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Unsere
zweijährige Labrador-Hündin hat einen Wurf von vier Welpen zur
Welt gebracht. Wir haben das Gefühl, dass sie nicht genug Milch produziert.
Wie können wir dies überprüfen und was müssten wir
unternehmen, wenn sich der Verdacht bestätigen würde?
Sollte Ihre Hündin an einem Milchmangel leiden, wäre es wichtig, dies festzustellen. Denn Jungtiere, die zu wenig Milch bekommen, können an Austrocknung, Unterzuckerung oder einer Übersäuerung leiden. Unzureichend ernährte Welpen zeigen sich auffällig unruhig oder apathisch. Hilfreich ist es, die Jungen zweimal täglich zu wägen. Im Normalfall nimmt das Gewicht eines gesunden Welpen einer normal säugenden Hündin täglich um etwa zehn Prozent zu. Somit verdoppelt sich das Geburtsgewicht innerhalb von zehn bis zwölf Tagen. Verläuft die Gewichtsentwicklung unbefriedigend, beginnen Sie mit der Zufütterung. Als Ersatzmilch eignen sich spezielle Milchpulver für Hundewelpen, die meist mit warmem Wasser aufgelöst werden. Die Ersatzmilch ist tagsüber in Abständen von etwa drei Stunden anzubieten. Die Milchmenge, die Sie verabreichen, beträgt in der ersten Lebenswoche etwa 40 Prozent des Welpengewichtes, in der zweiten Lebenswoche 50 Prozent. Nachts kann eine Pause von etwa sechs Stunden eingelegt werden. Nach zwei bis drei Tagen können die Fütterungsintervalle auf vier Stunden erhöht werden. Bis zum 10. Lebenstag müssen Sie nach jeder Fütterung den Kot- und Harnabsatz anregen, indem Sie mit einem feuchten Wattebausch die Analgegend und den Bauch der Kleinen massieren. Nach drei Wochen können Sie langsam beginnen, feste Nahrung auf den Speisezettel zu bringen. Ideal ist Welpenfertigfutter, da dies dem Stoffwechselbedürfnis der wachsenden Tiere optimal angepasst ist. Anfangs ersetzen Sie eine, dann zwei und schliesslich drei der täglichen Milchmahlzeiten. Mit der 6. Lebenswoche sollten die Welpen auf Normalkost umgestellt und nur noch dreimal täglich gefüttert werden Fragen, Bemerkungen an den Autoren med. vet. Roman Camen Rapperswil SG Mit frdl. Genehmigung des Autoren
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