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Prof. Dr. Yair Schiftan Die Trauerzeremonien die den Tod von Menschen begleiten, werden häufig durch Medien verbreitet. Ereignisse wie der Tod der Prinzessin Diana in England, Begräbnisse von Kindern die durch Gewalttaten umkamen, sowie die Trauerzeremonien nach dem Terroranschlag in New York und Washington widerspiegeln auch neue Trends in den Trauerritualen. Mir als Beobachter der Mensch-Tierbeziehung ist besonders aufgefallen, dass Spielsachen in Form von Tieren, mehrheitlich Teddybären, neben Kerzen und Blumen ans Grab oder Tatort des Verbrechens gebracht werden. Teddybär als Objekt der Liebe, ein Kuscheltier, weckt die Gefühle der Zuneigung die man empfängt und gibt. Obwohl ein Bär eigentlich ein Tier zum Fürchten ist und seit je ein starker Gegner und würdiges Jagdobjekt für die Menschen war, wecken seine Bärenjungen das kuschelig und babyartig sind die mütterlichen, zärtlichen Gefühle in uns. Ein Symbol der Stärke "stark wie ein Bär" wird zum Symbol der Wärme und Zärtlichkeit und findet seinen Platz in jedem Kinderzimmer. Unsere Kindererinnerungen an Spielsachen sind häufig mit dem "unseres Teddybärs" verbunden und bis heute, manchmal Jahrzehnte danach, wird er noch in einer Kiste auf dem Estrich aufbewahrt. Wenn man jemanden den man liebt eine liebevolle Ehrerbietung erbringen möchte, dann ist ein Teddybär heute eine schöne Geste. Die Grabfunde aus der Antike, bestätigen diese menschliche Regung, einem Toten auf dem Weg ins Jenseits seinen treuen Begleiter das Tier mit auf den Weg zu geben,sei es seine Abbildung oder seinen Körper. Unsere Psyche hat sich über Jahrtausende nicht verändert, wovon auch unsere Tierliebe und die damit verbundenen Handlungen zeugen. Fragen, Bemerkungen an den Autoren Prof. Dr. Yair Schiftan Rapperswil SG Mit frdl. Genehmigung des Autoren und der Zeitung «Obersee Nachrichten»
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