Wichtig ist, dass man trauern darf Mein Rottweiler-Rüde war seit einem Jahr an Krebs erkrankt, er
hatte ein bösartiges Geschwür in seiner Schnauze. Der Tumor hatte
ein Loch in seinen Oberkiefer gefressen, was zum ständigen Nasenlaufen
führte. Von unten kam der eine Tumor und von oben der andere.
Laut Tierarzt hatte er keine Schmerzen, was ich aber nicht glauben
kann. Um meinem Jungen all das Leid zu ersparen, sagte mir mein
Tierarzt, es sei nun der richtige Moment, um seinem Leben ein
Ende zu setzen. Ich war bis zur letzten Sekunde bei ihm. Habe
ihn in den Tod begleitet. Nun mache ich mir grosse Vorwürfe. Ich
komme mir vor wie eine Mörderin. Ich frage mich, was hätte ich
tun können, um sein Leben noch etwas zu verlängern? Vor allem
fühle ich mich so unendlich schuldig, dass ich zwischen Leben
und Tod entschied. Die Beschreibung der Krankheit, des Leidens und Ihrer Gefühle
ist sehr beeindruckend und lebhaft. Die Entscheidung, ob ein Tier
leben soll oder nicht, ist schwer. Aber nicht zu entscheiden ist
auch eine Entscheidung, und in diesem Falle würden Sie Ihren geliebten
Hund zusätzlichen unnötigen Qualen aussetzen. Ich glaube, Ihre
Entscheidung war richtig. Ich hätte als Tierarzt und Hundebesitzer
das Gleiche getan. Ich wünsche Ihnen bald den Moment erreicht zu haben, in dem Sie an einen Hund denken, der verzweifelt ein Zuhause und ein gutes Herz sucht. Fragen, Bemerkungen an den Autoren Prof. Dr. Yair Schiftan Rapperswil SG Mit frdl. Genehmigung des Autoren
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