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Tipps für Jungkatzen - Katzenjunge
Dr. Yair Schiftan

Im Frühling und im Herbst bereichern wieder viele junge Kätzchen unseren Alltag. Dabei stellen sich wichtige Fragen. Was ist bei der Pflege dieser herzigen Lebewesen zu beachten?

In der Tierarztpraxis gibts viele schöne Anblicke. Einer von ihnen ist der Moment, wenn die stolzen «Eltern» ihre Jüngsten, die Kätzchen, präsentieren: Alle Beteiligten lächeln, es gibt keine grosse Unruhe bei den Katzen, da sie noch keine negativen Erfahrungen gemacht haben ? und ein «Piekslein» wird noch würdig ertragen.

Hier einige Tipps:

  • Lieber zwei Kätzchen zusammen halten, damit sie Spielgefährten haben, besonders wenn kein Auslauf vorhanden ist.
  • So lange wie möglich, mindestens sechs bis acht Wochen noch bei der Mutter lassen. Damit erhalten sie eine grössere Selbstsicherheit.
  • Wenn sie eine Schmusekatze haben wollen, dann sollte die Mutter schon in engem Verhältnis mit Menschen gelebt haben, und die Jungen sollten sofort nach der Geburt (in den ersten fünf Prägungswochen) mit Menschen in Kontakt gekommen sein.
  • Lieber zwei Sandkisten in diversen Räumen aufstellen, das verhindert eine gegenseitige Rivalität.


Medizinisch betrachtet ist die Prophylaxe wichtig:

  • Entwurmung: Erfolgt heute in Form von Tabletten oder einer Paste. Sie ist wichtig, weil auch Menschen als Wirte für die Darmparasiten möglich sind.
  • Hautparasiten: Hauptsächlich Flöhe. Bitte beachten Sie, dass wegen der Eier und Larven auch die Umgebung behandelt werden muss. Wegen der Ohrenmilben, besonders bei Bauernhof-Katzen, regelmässig Ohren anschauen.
  • Impfungen: Den breitesten Schutz anbieten, da sich auch ans Haus gebundene Katzen durch Kontamination (z.B. Virus auf Kleidern) anstecken können.
  • Ernährung: Büchsen- oder Trockenfutter ist nicht schlecht, es beinhaltet alles Notwendige und ist gut zu portionieren. Katzen in der Freiheit fressen auch nicht alle Mäuse aufs Mal. Deshalb lieber die gleiche Portion auf den Tag verteilen.
  • Kastration: Mit etwa sechs Monaten sowohl bei Männchen wie Weibchen. Dadurch erspart man sich als Halter die Gerüche beim Markieren oder die durchmachten Nächte bei «Rolligkeit» und den damit verbundenen Katzenjammer. Dies ist auch ein Beitrag für den Tierschutz, weil dadurch die Katzenpopulation nicht unkontrolliert wächst und auch weniger Katzen verelenden.


Alles in allem sind dies ein paar zu beachtende Pflichten, man übernimmt ja eine Verantwortung für ein Lebewesen. Dafür erhält man eine richtige und echte Lebensqualität, man hat ein Lebewesen im Haushalt, durch die Interaktion mit ihm strukturiert sich auch der Alltag. Man darf und soll das warme und schnurrende Etwas so viel wie möglich streicheln, denn all das kommt zurück, mit Prozenten!

Fragen, Bemerkungen an den Autoren Dr. Yair Schiftan Rapperswil SG

Mit frdl. Genehmigung des Autoren und der Zeitung «Obersee Nachrichten», September 2000
 

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