Wenn man sich gewisse Eigenschaften
der Katze vor Augen führt, wird einem
gewiss, dass Katzen über einen sehr
speziellen Kärperbau verfügen müssen,
denn Katzen sind richtige Hochleistungssportler,
die manchen Spitzenleichtathleten
alt aussehen lassen:
Sie können auf hohe Absätze springen, die
das Mehrfache ihrer Körperlänge betragen.
Eine Katze kann auch aus mehreren
Metern auf den Boden springen,
wobei Menschen sich verletzen würden.
Wenn sich die Katze in der Luft
noch blitzschnell um die eigene Achse
dreht, um auf den Pfoten zu landen,
lässt sie uns selbst die eindrucksvollen
Trapezkünstler aus dem Zirkus vergessen.
Aber auch Seiltänzer finden in den
Katzen Konkurrenz, wenn diese in
schwindelerregender Höhe über ein
Balkongeländer balancieren. Eine Katze,
die jagt, empfinde ich als etwas sehr
elegantes.
Völlig regungslos kann sie sich
stundenlang geduldig auf die
Lauer legen, um plötzlich mit einer
unglaublichen Beschleunigung loszuschnellen.
Sie bewegt sich völlig zielgerichtet,
mit einer perfekten Koordination
der Bewegung, und ohne das
geringste Anzeichen einer Unsicherheit.
Möglich werden diese extremen Eigenschaften
durch einen sehr speziellen Körperbau:
240 verschiedene Knochen
und über 500 verschiedene Muskeln
bilden das Grundgerüst des Katzenkörpers.
Die spezielle Bewegungsfreiheit
von Wirbelsäule und Schwanz ermöglichen
der Katze deren einzigartige Flexibilität.
Verankerungen von Knochen und Gelenken
sind bei der Katze nur schwach ausgeprägt,
dadurch erreicht sie eine starke Bewegungsfreiheit.
Die Muskeln sind zwar zahlreich,
aber nicht übermässig dick, was die
Katze ebenfalls sehr flexibel werden lässt.
Im Gegensatz zu anderen Säugetieren
ist das Schlüsselbein bei Katzen
nur rudimentär ausgebildet, was
zu einer starken Beweglichkeit des
Schultergelenkes führt, und es der
Katze ermäglicht, aus mehreren Metern
auf den Boden zu springen.