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Dr. med. vet. Roman Camen Häufig
hört man die Theorie, dass Katzen Einzelgänger seien.
Es
stimmt, dass allgemein angenommen wird, Katzen seien Einzelgänger.
Doch diese Annahme ist falsch. Der Grund für diese Fehleinschätzung
liegt einerseits darin, dass der geschätzte Charakterzug der Katze,
nämlich die Eigenwilligkeit, oftmals mit Einzelgängertum verwechselt
wird. Und andererseits sind die meisten katzenartigen Tiere wirklich Einzelgänger.
Einige
Leser denken jetzt «ja aber meine Katze ist immer alleine unterwegs,
und überhaupt, man sieht Katzen immer nur alleine durch die Gärten
streifen».
Dass Katzen keine Einzelgänger sind, kann man sehr gut anhand grosser Katzenpopulationen beobachten, wie dies auf vielen Bauernhöfen oder in gewissen Grossstädten, wie zum Beispiel vor dem Kolosseum in Rom, der Fall ist. An diesen Orten sind unglaublich viele soziale Interaktionen zwischen den Tieren augenfällig. Bei typischen Einzelgängern, wie zum Beispiel dem Tiger, könnte man dies niemals beobachten. Wie
intensiv die Tiere aufeinander eingehen, hängt auch vom Futterangebot
ab. Ist dieses knapp, tendieren auch unsere Hauskatzen eher ein wenig in
Richtung Einzelgängertum. Aber genau das grosse Futterangebot und
die grosse Dichte an Katzen in unseren Breitengraden haben aus unseren
Stubentigern sehr soziale Tiere gemacht, was man als Halter eines dieser
faszinierenden Geschöpfe auch am eigenen Leib immer wieder zu spüren
bekommt. Denn das Bedürfnis zum Schmusen und Schnurren leben die meisten
Katzen gerne und häufig aus.
Fragen,
Bemerkungen an den Autoren Dr. med. vet. Roman Camen Rapperswil SG
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