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Wir
haben eine 8 Monate alte Mischlings Dame. Wir wollen nicht, dass sie dauernd
läufig wird. Was sind die Vor- und Nachteile von Operation resp. Hormonbehandlung?
Die Frage gehört zu den häufigsten, die mir in meiner Praxis gestellt werden. Ich versuche Ihnen die Vor- und Nachteile der beiden Strategien kurz zu erläutern. Der Vorteil der Hormontherapie liegt in der Vermeidung des operativen Eingriffes und somit des Narkoserisikos, welches aber bei jungen Hündinnen als sehr gering eingestuft werden muss. Bei korrektem Einsatz wird die Läufigkeit zuverlässig unterdrückt. Ein Nachteil liegt unter anderem darin, dass der Tierarzt alle paar Monate aufgesucht werden muss. Dieser verabreicht dem Tier die Hormone in genau definierten Abständen. Weitere Nachteile sind in gesundheitlichen Nebenwirkungen zu finden, die aber erst in der zweiten Lebenshälfte zu erwarten sind. Hormonbehandelte Hündinnen erkranken häufiger an Tumoren des Gesäuges sowie gefährlichen eitrigen Gebärmutterentzündungen. Die Operation birgt den grossen Vorteil, dass nach einem einmaligen Eingriff die Verhinderung der Läufigkeit für den Rest des Lebens gesichert ist, und der Tierarzt zu diesem Zweck nicht regelmässig konsultiert werden muss. Die am häufigsten angewandte Operationstechnik beinhaltet eine Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutter. Dadurch ist die Gefahr der eitrigen Gebärmutterentzündung, welche als Notfall zu betrachten ist, eliminiert. Weiter belegen Statistiken, dass Hündinnen, die vor der ersten Läufigkeit operiert werden, weniger an Gesäugetumoren erkranken. Nachteile dieser Variante liegen unter anderem in einer veränderten Verwertung des Futters. Etwa 20% der operierten Hündinnen neigen zur Fettsucht. Als Besitzer kann man dem Phänomen aber mit restriktiverem Füttern sehr gut entgegenwirken. Ca. 15% der Hündinnen entwickeln mit der Zeit eine Harninkontinenz, welche man mit Medikamenten aber unter Kontrolle bringen kann. Bei wenigen Hündinnen kann man zudem eine geringe Veränderung des Fells beobachten. Fragen,
Bemerkungen an den Autoren med. vet. Roman Camen Rapperswil SG
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