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Gefährlicher Hunde - Winterspaziergang?
med. vet. Roman Camen

Wir gehen auch im Winter regelmässig mit unserem Hund Gassi. Wie gefährlich sind Streusalze für das Tier? Ist es ein Problem, wenn er Schnee frisst? 
Müssen wir ihm bei tiefen Temperaturen ein Mäntelchen anziehen?
Herr G. aus Schmerikon SG (Schweiz)

Streusalze stellen für die Hunde tatsächlich ein Problem dar. Vor allem in städtischen Gebieten, in denen es schwer möglich ist, auf ungesalzene Spazierwege auszuweichen. Grobe Salzkörner können Scheuerstellen entstehen lassen, die schmerzen, wenn sie mit Streusalz in Berührung kommen. Eine weitere Ursache für Scheuerstellen können Eisklumpen sein, die sich bei tiefen Temperaturen gerne zwischen den Zehen bilden.

Sollten Sie solche kleinen Verletzungen bei Ihrem Hund entdecken, behandeln Sie diese mit einem lauwarmen Bad aus Kamille oder kremen Sie die Wunden mit einer Wund- und Heilsalbe ein. Prophylaktisch können Sie vor dem Spaziergang die Pfoten mit Vaseline einreiben. Dadurch können sich Salz, Eis und Schmutz nicht zwischen den Zehen oder Ballen festsetzen. 

Das Fressen von Schnee ist für das Tier meist nur dann ein Problem, wenn der Schnee verschmutzt ist. Hunde mit sehr empfindlichen Verdauungsorganen können auch nach dem Verzehr von sauberem Schnee Magen-Darm-Probleme entwickeln. Hingegen Verschmutzungen mit den anfangs erwähnten Streusalzen, Frostschutzmitteln von den Scheibenputzmitteln der Autos und natürlich einer Vielzahl anderer Arten von Verunreinigungen können ernsthafte Magen-Darm-Probleme verursachen.

Die winterliche Kälte vertragen die meisten Hunde viel besser als die Besitzer vermuten. Ein gesunder Hund muss nicht in einen Wintermantel gesteckt werden. Ausnahmen bilden Tiere, die an Knochen- oder Organerkrankungen leiden oder erst gerade frisch geschoren wurden. 

Achten Sie darauf, dass Sie während des Spaziergangs dauernd in Bewegung bleiben und der Hund nicht zu lange herumsitzt. Langhaarige Hunde sollten vor allem im Winter gut gebürstet werden, weil sonst die Haare der Unterwolle absterben und somit dem Tier nicht mehr den nötigen Wärmeschutz garantieren. 

Fragen, Bemerkungen an den Autoren med. vet. Roman Camen Rapperswil SG
Mit frdl. Genehmigung des Autoren