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Vor
einem Jahr haben wir unsere Labrador-Hündin wegen eines bösartigen
Gesäugetumors einschläfern müssen. Nun haben wir uns eine
neue Hündin angeschafft. Wie können wir einem weitern Verlust
dieser Art vorbeugen?
Man geht davon aus, dass zwischen ein und zwei Prozent der nicht kastrierten Hündinnen an Gesäugetumoren erkranken. In etwa die Hälfte dieser Tumore sind gutartiger Natur. Das Auftreten beschränkt sich fast ausschliesslich auf das fortgeschrittene Lebensalter. Sie können mehrere Massnahmen treffen, um die Tumorbildung zu verhindern oder aber einen auftretenden Tumor frühzeitig zu erkennen. Als Erstes möchte ich die Ernährung erwähnen. Vor allem die Ernährung im ersten Lebensjahr ist entscheidend. Bei einer stark fleischbetonten Ernährung und deutlichem Übergewicht steigt die Tumorwahrscheinlichkeit. Generell sollte die Hundenahrung nur zu etwa einem Drittel aus tierischen Produkten bestehen und zu zwei Dritteln aus pflanzlichen. Als weitere Vorbeugung wird in der Literatur immer wieder die Kastration vor der ersten Läufigkeit erwähnt. Die Wahrscheinlichkeit eines Tumors wird in diesem Fall auf etwa 0,01 Prozent gesenkt. Die Läufigkeitsunterdrückung mit regelmässigen Hormonspritzen lässt die Gefahr einer Tumorerkrankung ansteigen. Eine weitere Vorbeugungsmethode liegt analog zur Vorsorgeuntersuchung der Frau in der wöchentlichen Tastuntersuchung des Gesäuges durch den Besitzer. Regelmässige Kontrollen durch den Tierarzt bei den jährlichen Impfungen sollten bei Hündinnen ab dem 6. Lebensjahr durchgeführt werden. Ab dem 8. Lebensjahr wäre sogar eine halbjährliche tierärztliche Kontrolle empfehlenswert. Lassen Sie sich von ihrem Tierarzt die Untersuchungstechnik des Gesäuges zeigen. Fragen,
Bemerkungen an den Autoren med. vet. Roman Camen Rapperswil SG
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