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Zeckenschutz macht Sinn
Dr. med. vet. Roman Camen

Wir halten schon seit drei Jahren eine Schäferhündin. Unser Tierarzt hat uns nahe gelegt, den Hund vor Zecken zu schützen, da diese Parasiten Krankheiten auf den Hund übertragen können. 
Was für Krankheiten sind das? 
Sind diese gefährlich? 
Familie G. aus Eschenbach  (Schweiz)

Zecken sind tatsächlich Überträger von gefährlichen Krankheiten sowohl für Tiere als auch für Menschen. Aus diesem Grund kann ich mich Ihrem Tierarzt nur anschliessen und raten, Ihren Hund vor Zecken zu schützen.

Ich werde Ihnen die bekanntesten, von Zecken übertragenen Krankheiten kurz erläutern: 

In unseren Breitengraden kommt die Borreliose häufig vor. Es handelt sich hierbei um eine bakterielle Erkrankung, bei welcher der Hund als erstes Fieber, Appetitverlust und Apathie zeigt. In einem späteren Stadium entwickelt das betroffene Tier Gelenkschwellungen und damit einhergehende Lahmheiten. Organschädigungen vor allem im Bereich des Herzes und der Nieren sind bei schweren Fällen weitere Folgen. Im akuten Stadium kann die Krankheit mit einer Antibiotikatherapie behandelt werden, im chronischen Fall ist die Prognose eher vorsichtig. Gegen die Borreliose kann der Hund geimpft werden.

Ebenfalls bekannt ist die durch Zecken ausgelöste virale Hirnhautentzündung. Die Symptome sind Apathie, Fieber sowie Bewegungs- und Koordinationsstörungen. Diese Erkrankung ist nur sehr schwer zu behandeln, häufig müssen die Tiere erlöst werden.

Vor allem in Frankreich, aber auch in gewissen Regionen des Welschlandes, tritt die Piroplasmose auf. Es handelt sich um eine Erkrankung, die von einem einzelligen Parasiten verursacht wird. Die betroffenen Hunde entwickeln innerhalb von ein bis drei Wochen eine Blutarmut. Die Piroplasmose kann behandelt werden, die Prognose ist eher vorsichtig. Auch gegen diese Erkrankung kann man die Hunde impfen.

Vor allem in den Mittelmeerländern können die Zecken die Ehrlichiose übertragen. Die erkrankten Hunde werden apathisch, verlieren Appetit, und weisen häufig Blutungen auf. Verschiedene Organe im Körper können von dem Bakterium befallen werden. Im akuten Stadium kann die Krankheit behandelt werden, bei einem chronischen Fall ist die Prognose schlecht

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Fragen, Bemerkungen an den Autoren Dr. med. vet. Roman Camen Rapperswil SG
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