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Hund reibt seit einigen Tagen seinen Hintern auf dem Boden. Hat das was
zu bedeuten?
Das Rutschen mit dem Hintern, auch häufig als «Schlittenfahren» bezeichnet, ist bei Hunden ein weit verbreitetes Phänomen. Obwohl auch andere Ursachen dafür verantwortlich sein können, handelt es sich in den meisten Fällen um eine Verstopfung der Analdrüsen, welche einem Tierarzt gezeigt werden muss. Die Analdrüsen liegen beim Hund jeweils rechts und links wenig unterhalb des Afters. Ein kleiner Ausführungsgang befördert das in der Drüse gebildete Sekret nach aussen. Die Funktion der Analdrüsen besteht in der Bildung eines Sekretes, das dem Kot der Tiere den individuellen Geruch verleiht. Jedes Mal wenn der Hund Kot absetzt, wird Druck auf die Drüsen gegeben, und es erfolgt eine Sekretabsonderung. Wenn andere Hunde am Häufchen riechen, erkennen sie, wer hier seinen Darm entleert hat. Diese Drüsen können verstopfen, Abszesse oder Fisteln bilden. Die Häufigkeit, mit welcher die Drüsen verstopfen ist individuell sehr unterschiedlich. Sie reicht von alle ein bis zwei Wochen bis hin zu einmal alle zehn Jahre oder gar nie in einem Hundeleben. Verantwortlich für die Verstopfung können ein zu dickes Sekret sein oder ein zu dünner Kot, der dazu führt, dass Kotbestandteile in die Ausführungsgänge gelangen. Bei einigen Hunden führt auch ein genetisch bedingter, zu eng gebauter Ausführungsgang zu diesem Leiden. Eine Komplikation kann entstehen, wenn Bakterien in die Drüsen gelangen. Wenn das passiert, können aus den verstopften Drüsen schmerzhafte Abszesse entstehen. In schlimmeren Fällen sogar Fisteln. Dies sind eitrige Gänge, die sich ins Gewebe «fressen». Da sie in unmittelbarer Nähe der Schliessmuskel des Afters liegen, können solche Fisteln sehr gefährlich werden, denn wenn der Muskel ebenfalls betroffen ist, kann die Folge davon sein, dass der Hund seinen Kot nicht mehr halten kann. Deshalb sollten verstopfte Drüsen immer ausgedrückt werden. In sehr chronischen Fällen besteht die Möglichkeit einer operativen Entfernung der Drüsen. Fragen,
Bemerkungen an den Autoren med. vet. Roman Camen Rapperswil SG
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