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Prof. Dr. Yair Schiftan Als Besitzer eines 7 jährigen schwarzen Mischlingsrüden (40cm Schulterhöhe) bin ich mit folgendem Problem immer wieder konfrontiert. Auf andere Rüden gleicher- und größerer Statur, reagiert unser Rüde sehr aggressiv. Läuft unser "Raudi" ohne Leine vor, hinter oder neben mir, wird die Erregung durch das Aufstellen der Schulter- und Rückenbehaarung vor dem Schwanz verdeutlicht. Gleichzeitig geht (oder steht) der Hund "steifbeinig" neben dem anderen Rüden ("Rivalen"). Bleiben beide gleichberechtigt nebeneinander stehen, kann es ohne weiteres zu einem Kampf kommen. Das
ist mir natürlich sehr unangenehm und ich würde dies am liebsten
verhindern. Was
Unseren Hund haben wir mit einem 1/2 Jahr aus einem Tierheim bekommen. Er ist schreckhaft und hat nach meiner Meinung auch kein überwältigendes Selbstbewusstsein. Auch bin ich mir sicher, das er nicht gut sieht. Seit einigen Monaten knurrt er uns auch an, wenn wir seiner Decke oder in seinem Korb, oder einem Rückzugshort unter der Sitzbank zu nahe kommen. Gebissen hat er aber uns "Gott sei Dank" nicht. Unser erster Hund, eine Dackelhündin, hat dieses Verhalten nie gezeigt. Trotzdem verunsichert dieses veränderte Verhalten uns, obwohl wir ( Familie mit zwei pubertierenden Kindern ) uns keine Blöße vor ihm geben. Gibt
es Tipps die sie uns geben können, oder sollen wir evt. unseren "Raudi"
kastrieren lassen? Führt eine Kastration überhaupt zu einer Verhaltensänderung?
Vielen
Dank für diese sehr anschaulich formulierte Anfrage. Sie haben durch
die Beschreibung und durch die Analyse des Verhaltens von Raudi festgestellt,
dass er sich zu aggressiv
benimmt. Die Aggression richtet sich sowohl gegen andere Hunde wie auch
gegen die eigenen Familienmitglieder.
*** Die
Kastration wurde
schon seit der Antike benutzt um die Tiere gefügiger und weniger
aggressiv zu machen. Kastrierte Tiere haben
einen anderen Stoffwechsel danach, was sich unter anderem im Fettdepot
und in Haarveränderungen äussert.
*** Da Raudi schon 7- jährig ist könnte man vermuten, dass gewisse Veränderungen in seinem Hormonhaushalt durch Gewebeveränderungen (Tumor, Krebs) in den Hoden möglicherweise stattfinden. Deshalb
empfehlen ich die Kastration, nach vorheriger
tierärztlicher Untersuchung. Damit
Mit frdl. Genehmigung des Autoren
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