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Prof. Dr. Yair Schiftan Sind
Tiere am Arbeitsplatz eine Zumutung oder eine
Bereicherung?
Als
ich diesen kleinen Jack-Russel-Welpen im Park des Spitals - wo ich nach
einem Eingriff
verweilte - auf den Schoss bekam, durchflutete mich eine grosse Rührung,
wieder ein warmes Fell in den Händen zu fühlen. Kurz danach konnte ich
meine tierärztliche
Tätigkeit wieder aufnehmen und Idefix, so wurde er getauft, ist ein
integraler
Bestandteil der Praxis geworden.
Jeder
Besucher, ob Hund, Kind, Katze, Frau oder Mann werden mit grossem Interesse
von der
Türe
bis zum Untersuchungszimmer schwanzwedelnd begleitet, beschnuppert oder
sogar
abgeleckt.
Die
Leute werden zutraulicher, aber auch die Hunde und sogar die Katzen sind
entspannter und lassen sich einfacher behandeln. So war eine stark fauchende
Katze so abgelenkt, dass ich ihr die Spritze ohne Zwang verabreichen
konnte.
Erwachen
Hunde aus der Narkose, leckt Idefix ihnen Augen, Ohren oder Maul ab und
trägt so zu
ihrer Beruhigung bei.
Nicht
selten beobachtete ich, dass er versteckte Verletzungen oder schmerzhafte
Stellen bei Hunden sofort anpeilte, und beschnupperte, was für mich
eine Diagnosehilfe bedeutete.
Bei
hinkenden Hunden lasse ich die beiden im Garten spielen und kann sofort,
anhand von Bewegungen oder Vermeidehaltung herausfinden, wo es dem Patienten
weh tut.
Idefix
ist also vollwertiges medizinisches Personal.
Fragen, Bemerkungen an den Autoren Prof. Dr. Yair Schiftan Rapperswil SG Mit frdl. Genehmigung des Autoren
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