|
Tierinformationen
Allgemeine
Themen Tierschutz News Tierberichte
Dr. Yair Schiftan Mein Hund Nora kratzt sich in letzter Zeit schier ununterbrochen. Ich denke, dass Flöhe diese Kratzerei auslösen. Bevor ich jedoch den Weg zum Tierarzt beschreite, wollte ich mich vergewissern, ob es sich tatsächlich um Flöhe handeln kann, und wie ich mein Tier davor schützen kann. Flöhe haben während der warmen Jahreszeiten Hochsaison, darum ist Ihre Frage jetzt also hochaktuell. Das heisst aber nicht, dass eine Floh-Saison nicht auch im Herbst auftreten kann, denn zu dieser Zeit werden vielerorts die Heizungen wieder eingeschaltet. Nun zu Ihrer Frage: Es ist nicht ungefährlich, wenn ein Hund oder ein anderes Haustier Flöhe im Fell oder im Ohr aufweist. Durch einen Flohbiss gelangen die im Flohspeichel vorhandenen Proteine ins Blut und können dadurch gesundheitliche Probleme auslösen. So können etwa starke Allergien oder Hauterkrankungen auftreten, ausserdem übertragen Flöhe Bandwürmer, was bei starkem Befall zu Blutarmut führen kann. Zu beachten ist dabei vor allem, dass Flöhe auch von einem Wirt (z.B. Katze oder Hund) zum anderen springen können und auch Menschen werden nicht verschont. Flöhe können auch bei Menschen Juckreiz und Allergien auslösen. Damit Flohbekämpfungsmassnahmen richtig und effektiv eingesetzt werden können, sollten wir zuerst erfahren, wie Flöhe überhaupt leben: Das Leben eines Flohs ist recht bequem. Er bedient sich lediglich alle 48 Stunden mit einem «Bloody Mary Cocktail» (Blutmahlzeit). Das Weibchen kann täglich bis zu 50 Eier legen. In ihrer gesamten Lebenszeit von sechs Monaten bis zu 2000 Eiern. Die Eier fallen vom Fell ab, werden zu Larven und verpuppen sich und in rund drei Wochen ist eine neue, hüpfende Flohgeneration geboren! Die bevorzugten Orte für die Larven sind Nischen wie Bodenritzen, die dunkel, warm und relativ feucht sind. Es
reicht also nicht, nur die Flöhe auf dem Tier zu beseitigen, sondern
man sollte auch die Umgebung gezielt behandeln. Ihr Tierarzt wird Sie umfassend
informieren, welche Mittel dafür einzusetzen sind.
Kleiner Tipp aus der Praxis: Flohkot zu finden und somit festzustellen, dass Ihr Haustier Flöhe hat, ist einfach: Stellen Sie Ihren «Liebling» auf eine weisse Unterlage und bürsten Sie ihn gegen die Haarrichtung. Falls sie kleine «Gipfeli» entdecken, die durch Benetzen mit Wasser rot werden, handelt es sich um Flohkot! Wirksamste
Therapie und Prophylaxe des Floh- unds Zeckenbefalls und anderer Fipronil-empfindlicher
Ektoparasiten erfolgt mit Fiproniltropfen am Halsansatz und zwischen die
Schultern mittels kleiner Pipetten.
Fragen, Bemerkungen an den Autoren Dr. Yair Schiftan Rapperswil SG Mit
frdl. Genehmigung des Autoren und der Zeitung «Obersee Nachrichten»
|