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Tierinformationen
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Themen Tierschutz News Tierberichte
Dr. Yair Schiftan Als Tierarzt werde ich oft gefragt, ob ich es moralisch überhaupt rechtfertigen kann, einem Lebewesen das Leben zu nehmen und ob der Tierarzt die Entscheidung alleine trifft. Ist denn Einschläfern überhaupt menschlich? Die primäre Frage ist, kann das Tier noch ein tiergerechtes Leben führen (selber fressen, sich bewegen, sich säubern) oder nur unter Schmerzen und Anstrengungen überleben. All das wird mit dem Besitzer ausgiebig erörtert und dem Tier noch eine Chance zur Erholung mit Hilfe von Medikamenten oder einer Therapie gegeben. Wenn es auch danach hoffnungslos aussieht und das Tier nur zu leiden hat, dann ist Einschläfern angebracht. Häufig wird diese Tat sogar als die letzte Pflicht dem Tier gegenüber empfunden, damit es nicht länger leiden soll. Den Akt der Euthanasie (Einschläfern) versuche ich so menschen- und tierwürdig wie möglich zu gestalten ohne Hektik, ruhig und schmerzlos. Für die Tierbesitzer ist dies häufig ein Moment, wo alle Erinnerungen an das gemeinsame Leben mit dem Tier hochkommen. Man weint und ist traurig, man spricht über die Erlebnisse. Einerseits ist man erleichtert, dass das Tier nicht mehr leiden muss, andererseits fragt man sich, ob die Entscheidung richtig war. Im Allgemeinen treffe ich die Entscheidung, das Tier einzuschläfern, nicht alleine. Der Tierbesitzer ist derjenige, der schliesslich entscheidet. Und das erst nach gemeinsamem Gespräch und wiederholter Nachfrage, ob er sich wirklich definitiv entschieden hat. Ob
diese Handlung auch menschlich ist, kann ich nicht eindeutig beantworten.
Es ist aber sicher unmenschlich, das Leiden des Tieres zu verlängern,
obwohl auch das von der Religion und der Kultur abhängig ist.
Fragen, Bemerkungen an den Autoren Dr. Yair Schiftan Rapperswil SG Mit
frdl. Genehmigung des Autoren und der Zeitung «Obersee Nachrichten»
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