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Dr. Yair Schiftan Sie sind herzig und scheinen sich ideal als Haus- und Kuscheltiere zu eignen. Doch auch Zwergkaninchen brauchen ihren artgerechten Lebensraum. Welche Regeln sind dabei zu beachten? Zwergkaninchen sind zwar klein, aber ebenso wie Kaninchen Sippentiere und bewegungsbedürftig. Die Haltung in Kleinkäfigen einzeln oder mit Meerschweinchen als einzigem Kompagnon ist nicht artgerecht, dem Tier gegenüber einfach nicht fair. Im Unterschied zu Hasen sind Kaninchen keine Einzelgänger und leben in grossen Gruppen. Da sie bis zu zehn Jahre alt werden können, sollte man sich gut überlegen, ob man dieses Kleintier artgerecht halten kann, ob man seinen natürlichen Bedürfnissen an die Umwelt gerecht werden kann. Ein spontaner Einkauf, nur weil sie so süss sind, ist deshalb ein schlechter Einstieg. Sippenbildung,
Graben, Rangordnungskämpfe, Futtersuche, Paarung, dies sind die Tagesbeschäftigungsprogramme
der Kaninchen. Bietet ihnen die Umgebung diese Stimulationen nicht, sind
sie zu langweiligem, ungesundem Dasein verurteilt.
Kaninchenböcke sind zu kastrieren, sonst entwickeln sie einen starken Geruch und werden eventuell auch bissig. Die Zähne sind regelmässig zu kontrollieren, da sie bei ungenügender Abnutzung krumm wachsen können. Wer Kaninchen haltet oder halten möchte, dem empfehle ich folgendes Buch: Artgerechte Haltung ein Grundrecht auch für (Zwerg-)Kaninchen; von Ruth Morgenegg; Verlag Kik-Special. (*Zwergkaninchen werden häufig «Zwerghasen» genannt, sie sind jedoch echte Kaninchen, Anmerkung SOS Tiere) Mit
frdl. Genehmigung des Autoren und der Zeitung «Obersee Nachrichten»
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