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Dr. Yair Schiftan Unsere
zwei Meerschweinchen und unsere zwei Zwergkaninchen sind seit einiger Zeit
zusammen und verstanden sich auch sehr gut. Plötzlich aber wies einer
der Hasen eine Bisswunde auf. Nach drei Tagen entdeckten wir eine zweite
Wunde auf der gegenüberliegenden Seite ungefähr zwischen
Bauch und Rücken. Wir haben die Tiere ganz genau beobachtet und konnten
eigentlich keine Kämpfe oder Feindschaften erkennen. Dann aber mussten
wir feststellen, dass Hoppel schon wieder gebissen wurde, genau auf die
erste Wunde. Die Wunden sind trocken und wir haben sie mit Kamillenlösung
gereinigt. Das Fell ist verklebt und die Haut vernarbt. Wir wissen leider
auch nicht mit Sicherheit, welches Tier Hoppel beisst.
Als erstes zur Wundpflege: Desinfizieren Sie die Bisswunden immer, zum Beispiel mit Alkohol (um die Tiere nicht zu vergraulen, besser mit einer nicht «brennenden» d.h. nicht-alkoholischen Jodlösung zB Betadine, Anmerkung Tierinformation). Tragen Sie zudem zum Beispiel eine Jodsalbe auf. Benutzen Sie aber nie Antibiotika. Zum Verhältnis zwischen Kaninchen und Meerschweinchen: Die Bisswunden sind zweifellos ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Entweder ist es zu eng im Gehege, so dass die Tiere einander nicht ausweichen können und sich bedroht fühlen. Oder es wäre auch möglich, dass die Haltung von zwei verschiedenen Tierarten und die daraus entstehenden Spannungen zu den Aggressionen und Kämpfen führen. Was mit Sicherheit eine Rolle spielt, ist die Tatsache, dass es wahrscheinlich Männchen (Böcke) sind, die mit ihrem Verhalten auch ihre Dominanz und Stärke äussern. Mein
Tipp:
Fragen, Bemerkungen an den Autoren Dr. Yair Schiftan Rapperswil SG Mit frdl. Genehmigung des Autoren und der Zeitung «Obersee Nachrichten»
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