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Mikrochip - sinnvolle Haustieridentifikation
med. vet. Roman Camen

Ich habe von der Möglichkeit gehört, dass man Haustiere mit einem Mikrochip versehen kann. Macht das Sinn? Vertragen die Tiere einen solchen Chip gut? 

Die Möglichkeit des Erfassens von Haustieren mittels eines Mikrochips (1) gibt es nun schon seit einigen Jahren. Die Erfahrungen die man damit gemacht hat sind hervorragend. In der Schweiz entlaufen jährlich tausende von Hunden und Katzen, ebenso viele werden tot neben einer Strasse aufgefunden. Traurig genug. Noch trauriger aber ist es, wenn die jeweiligen Besitzer nicht eruiert werden können und vergeblich zuhause auf ihre Schützlinge warten, denn oftmals scheitert die schnelle und unkomplizierte Zuordnung eines gefundenen Haustieres an einer fehlenden oder schwer zu lesenden Kennzeichnung. 

In der Praxis erfolgt die Erfassung der meisten Hunde auch heute noch immer durch eine Tätowierung. Erfahrungen zeigen, dass die Nummern mit den Jahren verblassen und dadurch unlesbar werden. Ausserdem können diese äusserlichen Kennzeichen leicht manipuliert werden. Hinzu kommt, dass das Tätowieren schmerzhafter ist als das Implantieren eines Mikrochips. 

Ein solcher Chip wird mittels einer Kanüle unter die Haut des linken Schulterblattes injiziert. Gewisse Tierärzte implantieren ihn hinter dem linken Ohr. Für das Tier ist diese Injektion ungefähr so schmerzhaft wie eine Impfung.

Der Chip ist etwa reiskorngross und besteht aus einer medizinisch geprüften Bioglaskapsel. Er verwächst innerhalb sehr kurzer Zeit mit dem Gewebe. Lebenslang gibt der Chip ein für das Tier absolut unbedenkliches Signal ab, das einen 15-stelligen Nummerncode enthält, der weltweit nur einmal vergeben wird. Somit ist das Tier nicht nur in der Schweiz, sondern auch an allen Feriendestinationen erkennbar. 

Spezielle Lesegeräte (2) können die Nummer des Chips identifizieren (3). Heute verfügen fast alle Tierärzte über solche Lesegeräte. Auch in Tierheimen, Verbänden (3) und an den Landesgrenzen findet man immer mehr solche Geräte. 

(1-5) Ergänzungen Tierinformation
(1) technische Bezeichnung Transponder oder Tag
(2) technische Bezeichnung Scanner
(3) Funktion: Das Lesen des unter die Haut injizierten Mikrochips (Transponder oder Tag genannt) erfolgt mittels mobilem Lesegerät. Dieses wird über den Nacken und die Schulter des Tieres geführt und aktiviert via Niederfrequenzwellen mit seinem Sender den Chip. Im Display des Ablesegerätes erscheint die Identifikationsnummer*, in einem international genormten System.
(4) Alle Tierschutzvereine, die dem STS, dem schweizerischen Tierschutz angehören verfügen über einen Scanner für diese Mikrochips

(5) *Identifikationsnummern-Verzeichnisse:
In der Schweiz
ANIS Animal Identity Service AG
In Europa
EPN European Pet network
The ultimate website to find an animal owner
Sucht Tiere nach eingetragener Chip-Nummer

Adressen und Links siehe http://www.dbi.ch/Tiersuche/

Fragen, Bemerkungen an den Autoren med. vet. Roman Camen Rapperswil SG

Mit frdl. Genehmigung des Autoren