Seit einigen Jahren häufen sich die Meldungen bezüglich
Füchsen in Wohngebieten, selbst in Grossstädten werden die
Tiere immer öfter gesehen.
Seit dem Rückgang der Tollwut
Mitte der 80er- Jahre hat die Fuchspopulation zugenommen,
und durch den vermehrten Ausbau der Siedlungen werden die
Begegnungen von Fuchs und Mensch weiter zunehmen.
Besonders beliebt sind bei den Allesfressern unsere Abfälle,
insbesondere Nahrungsreste in Abfallsäcken oder auf
Komposthaufen. Selbst vor den Futternäpfen unserer Haustiere
machen die Füchse keinen Halt.
Im Umgang mit Füchsen in Wohngebieten gibt es folgende Regeln:
1. Füchse
sind Wildtiere und sollen es auch bleiben.
2. Füttern Sie niemals einen Fuchs und sorgen Sie dafür, dass
Füchse ihre Scheu vor uns Menschen nicht verlieren.
3. Sollte ein Fuchs im Garten zahm wirken, vertreiben Sie ihn.
Ein vermehrtes Auftreten von zahmen Füchsen führt unweigerlich
zu einem Problem, weil sich mit der Zeit zu viele Menschen von ihnen gestört
fühlen.
Schäden richten die Tiere, mit Ausnahme von Streifzügen in
Geflügelhaltungen, kaum an.
Sie zerreisen höchstens Abfallsäcke, durchwühlen
Komposthaufen oder verschwinden in der Nacht mit einem
Schuh, der vor die Haustüre gestellt wurde.
Im Frühling können Störungen der Nachtruhe erfolgen,
wenn sich die Tiere in der Ranzzeit befinden.
Bezüglich des nicht ungefährlichen Fuchsbandwurmes kann ich
Ihnen folgende Ratschläge geben:
1. Entfernen Sie Fuchskot mit Handschuhen oder einem Plastiksäckchen und entsorgen
Sie ihn im Kehricht.
2. Waschen Sie Beeren, Salat, Fallobst und Gemüse vor dem Verzehr.
3. Bedenken Sie, dass auch gekaufte Ware auf Feldern wächst.
4. Auch im Winter ist Vorsicht geboten, denn der Erreger des
Fuchsbandwurmes stirbt selbst bei Temperaturen deutlich
unter null Grad nicht ab.
Die Wahrscheinlichkeit, mit dem Fuchsbandwurm angesteckt
zu werden ist gering, in der Schweiz erkranken jährlich gerade
mal acht bis zehn Personen.