Fotos

Die richtige Digital-Kamera

Digitale Fotoapparate lassen sich in zwei Gruppen einteilen: in die kleinen, handlichen Kompaktkameras mit eingebautem Objektiv und in die Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiv. Wegen ihrer englischen Bezeichnung «Single Lens Reflex» wird Letztere D-SLR genannt. Bevor man eine Kamera kauft, sollte klar sein, wozu man sie verwenden will. Für versierte Fotografen ist eine Kamera mit vielen Einstell­möglichkeiten interessant; wird nur gelegentlich fotografiert, empfiehlt sich ein einfaches und preiswertes Modell.

Kompaktkameras

Der typische Digital-Apparat ist eine Kompaktkamera mit eingebautem Objektiv, einer bildschirmlastigen Bedienung und vielen Automatikfunktionen. Die Modellvielfalt der einfachen und preiswerten Kameras ist gross; daneben gibt es einige Topmodelle. Letztere bieten viele manuelle Einstellmöglichkeiten und auch die Option, Vorsatzlinsen und Blitzgeräte zu benutzen.

Von den Kompaktkameras gibt es noch zwei weitere Varianten: die Bridge- bzw. Superzoomkamera mit grossem, markant herausstehendem Objektiv und die Ultrakompaktkamera, deren Objektiv kaum oder gar nicht herausragt. Weil eine Ultrakompaktkamera sehr leicht, klein und flach ist, findet sie in jeder Tasche Platz. Sie steckt in gestyltem Gehäuse und wird in diversen Farben angeboten. Hinsichtlich Bild­qualität und Bedienungsfreundlichkeit muss man indes Einschränkungen in Kauf nehmen. Ambitionierte Fotografen stören sich an den minimalen Einstellmöglichkeiten und den fummelig kleinen Tasten.

Sie greifen eher zur Kamera mit dem grossen, markanten Superzoomobjektiv. Sie ähnelt einer Spiegelreflex, ist jedoch kleiner. Halb Kompakt-, halb Spiegelreflexkamera wird sie als Bridge­Kamera bezeichnet. Weil das Superzoomobjektiv vom Weitwinkel über Tele bis zum Supertele einen grossen Brennweitenbereich abdeckt, ist man für jedes Motiv gerüstet. Leider ist die automatische Scharfstellung oft träge, weshalb sich dieser Kameratyp zwar für Landschaften und Wildtiere, aber weniger für Sportmotive eignet.

Spiegelreflexkamera

Die Spiegelreflexkamera ist die Königin der Geräteklasse. Sie hat in den letzten Jahren einen extremen Preiszerfall erlitten und ist heute mit Objektiv bereits ab 800 Franken Listenpreis zu haben (siehe Marktübersicht auf ), im Internet findet man sie noch günstiger. Weil viele Anwender von der kompakten zur D-SLR-Kamera umsteigen, fällt die Bedienung der Einsteigermodelle bildschirmorientiert aus. Die von Profifotografen bevorzugten Einstellräder und -tasten gibt es in den Mittelklassemodellen um 1500 Franken sowie den semiprofessionellen jenseits der 2000-Franken-Grenze.

Die Möglichkeit, unterschiedlichste Objektive zu verwenden, ist das Hauptargument für eine D­SLR. Ein weiterer Kaufgrund für viele Anwender ist die Schnelligkeit der Spiegelreflex-Kameras. Sie stellen schneller scharf, lösen ohne Verzögerung aus und können schnelle und lange Bildserien schiessen. So gelingen Schnappschüsse, Action- und Sportfotos. Beliebt sind D-SLRs auch bei Eltern, die damit ihre herum­tollenden Kinder wenigstens fotografisch einfangen können.

In der Praxis bringen höchste Auflösungen geringen Nutzen

Ein weiteres Plus ist die hohe Lichtempfindlichkeit der grossen Fotosensoren, die in D-SLRs stecken. So lassen sich bei wenig Licht Bilder oder Actionmotive mit kurzen Verschlusszeiten schiessen. In all diesen Punkten sind Spiegelreflex-Kameras den Kompakten haushoch überlegen. Nachteilig ist, dass D-SLRs und ihre Objektive gross, schwer und etwas teurer sind.

Noch ein Wort zu Auflösung: In der Praxis bringen höchste Auflösungen geringen Nutzen, denn für die Darstellung von Fotos auf Monitoren, mit Projektoren und in elektronischen Bilderrahmen sowie als Papierbilder in Postkartengrösse sind zwei Megapixel ausreichend. Mehr Megapixel bringen nur bei Ausschnitten, intensiver Bildbearbeitung oder grossen Papierformaten Vorteile. Eine hohe Auflösung ist nicht nur unnötig, sondern auch kontraproduktiv. So begünstigt sie das störende Bildrauschen, wodurch Fotos wie «gesprenkelt» wirken.

Man sollte nicht primär auf hohe Auflösungen setzen, sondern auf eine Ausstattung, die für die geplanten Motive nützlich ist. Spiegelreflexkameras werden oft in Kits mit Objektiven angeboten, die so besonders günstig sind. Die Objektive sind meist wenig lichtempfindlich, tun es für den Einstieg aber allemal. Kameras mit eingebautem Objektiv sollten unbedingt ein starkes Weitwinkel (28 mm oder weniger) besitzen. Damit bekommt man mehr aufs Bild. Übrigens: Bereits für Ende Februar 2009 sind neue Modelle angekündigt – dann wird die Vielfalt noch grösser.
 

Gute Bilder sind kein Zufall
Sechs Tipps für perfekte Fotos

Gute Bilder sind nicht einfach das Resultat einer guten Kamera, selbst wenn die Kamerawerbung dies verspricht. Grundkenntnisse zur Fototechnik und das Wissen um die Möglichkeiten des eigenen Apparates sind die Voraussetzungen, dass man damit nicht nur zufällig ein gutes Bild knipst. Wir präsentieren sechs Tipps für bessere Bilder:

1. Variationen knipsen
 Wenn das Motiv interessant ist, sollte man mehrere Bildvaria­tionen schiessen, um dann das beste Foto auszuwählen. Porträ­tiert man Personen, erhöht die Se­rienbildfunktion die Chance auf ein gutes Bild. Eine Sehenswür­digkeit schiesst man von unter­schiedlichen Standorten. Bei schwierigen Lichtverhältnissen sind identische Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungseinstel­lungen ratsam. Dafür verstellt man die EV-Werte (Exposure Value = Belichtungswert), die als Taste entweder mit den Buchsta­ben EV oder mit einem Plus-Mi­nus- Symbol gekennzeichnet sind. Neben dem vermeintlich richtig belichteten Bild knipst man beispielsweise je ein helleres (EV: mit +0.7) und ein dunkleres (EV –0.7). Viele Kameras bieten dafür eine Serienbildfunktion, die als «Bracketing» oder «Belichtungs­reihe » im Menü bezeichnet ist und gleich drei variierte Fotos schiesst.

2. ISO-Einstellung
 Der Fotosensor hat eine be­stimmte Lichtempfindlichkeit, die durch den ISO-Wert ausgedrückt wird. Er lässt sich bei Digital­kameras erhöhen. So kann man bei wenig Licht auf den Blitz ver­zichten, ohne die Aufnahmen zu verwackeln; bei Actionmotiven eine kurze Zeit wählen, um Be­wegungen im Bild einzufrieren, oder die Blende schliessen für mehr Schärfe in der Tiefe. Aller­dings tritt mit höheren ISO-Wer­ten das sogenannte Bildrauschen deutlicher in Erscheinung, und so nimmt die Bildqualität ab. Das Bild wirkt körnig, weil viele Bild­punkte nicht die richtige Hellig­keit oder Farbe haben.
  Einen (nicht immer) passenden ISO-Wert stellt die Kamera meist automatisch ein, aber im Betriebs­modus «P» und den eventuell vorhandenen Modi «A», «S», «Tv», «AV» und «M» lassen sich die ISO-Werte im Menü oder über eine Taste manuell bestimmen.
  Wenn man die Kamera auf einem Stativ hat oder bei Sonnen­schein einsetzt, empfiehlt sich bei statischen Motiven der niedrigste ISO-Wert (zum Beispiel 100 ISO). Wenn sich die Motive oder der Fotograf (zum Beispiel im Auto) schnell bewegen, sind kurze Verschlusszeiten vorteilhaft, die man durch höhere ISO-Werte erreicht.

3. Blitzeinsatz
 Den Blitz sollte man nur gezielt einsetzen. Standardmässig ist der Autoblitz aktiviert. Über die Blitz­taste ruft man die Auswahl der Blitzmodi auf. Um ein unge­wolltes, störendes Blitzen zu vermeiden, wählt man das Sym­bol mit dem durchgestrichenen Blitz. Ist es draussen eigentlich hell genug, hat aber eine Person die Sonne im Rücken, erzwingt man den Blitz.

4. Nachtaufnahmen
 Schöne Bilder ergeben sich in der Dämmerung, wenn die Häuser noch sichtbar und die Lichter schon eingeschaltet sind. Auch in der Nacht sind diese Motive reiz­voll. Um sie zu fotografieren, sollte man ein Stativ verwenden. Für Kompaktkameras reicht not­falls ein Tischstativ, das zusam­mengelegt in einer Jackentasche unterkommt. Die Kameraauto­matik wird einen hohen ISO-Wert vorziehen, doch besser ist auch hier ein niedriger. Die Kamera muss länger belichten. Sich bewe­gende Objekte werden geisterhaft verwischt, Fahrzeuglichter zu Lichterschlangen. Damit die Auf­nahmen nicht verwackeln, wird mit dem Timer ausgelöst. Bei die­sen Motiven sollte man Belich­tungsvarianten ausprobieren (EV­Werte: +2.0, +1.0 und –1.0).

5. Nächtliche Porträts
 Für Porträts vor der nächtlichen Kulisse empfiehlt sich das Motiv­programm «Nachtporträt» oder im Betriebsmodus «P» der Blitz­modus «Slow». Der Blitz leuchtet dabei den Vordergrund aus, wo­bei die Kamera gleichzeitig durch eine längere Verschlusszeit den Hintergrund optimal abbildet. Wenn man stattdessen normal blitzt, wäre nur der Vordergrund schön ausgeleuchtet, der Hinter­grund jedoch zu dunkel.

6. Porträts beim Feiern
 Besser als der Rote-Augen-Blitz­modus ist, man fotografiert im normalen Blitzmodus und ent­fernt die roten Pupillen später amit einem Bildbearbeitungspro­gramm. Fotografiert man mehre­re Leute zusammen, sollten alle den gleichen Abstand zum Blitz haben. Sonst sind nur einige Ge­sichter richtig belichtet, während Personen im Vordergrund kreide­weiss und solche weiter hinten zu dunkel abgebildet werden. Im Party-Getümmel gelingen dyna­mische Bilder mit der Einstellung für Nachtporträts.
 

Keine Angst vor dem Bilderberg
Dank digitaler Verwaltung haben Sie schnellen Zugriff auf Ihre Fotos

Mit einer Digitalkamera werden eifrig Fotos gemacht, die zuhauf auf der Festplatte des Rechners landen. Will man die Schätze in diesem unübersichtlichen Bilder­berg wieder finden, braucht man eine Bildverwaltung.
  Bevor die schönsten neuen Auf­nahmen gesendet oder gedruckt werden können, gilt es, eine Über­sicht zu gewinnen und die guten herauszufiltern. Ideal für diese Aufgabe sind die schnellen Bild­Browser bzw. -Betrachter. Mit diesen Programmen lassen sich die Bilddateien eines Ordners übersichtlich als Miniaturen, so­genannte «Thumbnails» anzei­gen. Sie beschränken sich aber nicht nur aufs Zeigen von Fotos, sondern beherrschen auch grund­legende Bildbearbeitungsfunkti­onen wie Zuschneiden, Skalieren oder Korrigieren von Kontrast, Helligkeit, Farbe und roten Blitz­lichtaugen. Dazu kommen Druck­möglichkeiten; auch Diaschauen, Web-Galerien oder die Aufberei­tung von Fotos als E-Mail-Anhän­ge können mit diesen Program­men erledigt werden.

Beim Katalogisieren werden viele Daten des Bildes erfasst
Bild-Browser werden oft beim Kauf einer Kamera mitgeliefert. Man findet sie auch gratis im Netz (s. Kasten), oft sind sie auch Teil eines Bearbeitungsprogramms wie dem kostenlosen IrfanView () oder der Mac-Shareware GraphicConver­ter ().
  Mit einem Bild-Browser kann man zwar Bilderordner rasch durchsehen, doch die totale Über­sicht über eine Fotosammlung hat man damit nicht. Die Lösung sind hier Fotomanager oder Bildda­tenbanken, die eine Fotosamm­lung mit allen auf der Festplatte verstreuten Fotos in einem Kata­log zusammenfassen. Ein Beispiel ist das kostenlose, einfache Picasa von Google, das demnächst in Version 3 und bald auch für Mac­Rechner erscheinen wird. Picasa durchsucht den PC nach Bildern und katalogisiert sie.
  Beim Katalogisieren werden viele Daten des Bildes wie Auflö­sung, Dateigrösse, Speicherort, Aufnahmedaten und eine Minia­turansicht jedes Bildes automa­tisch erfasst. Einmal katalogisiert, können die Fotos mit einer Beno­tung (Sterne), Schlagworten oder einer Inhaltsbeschreibung verse­hen werden. Nach diesen Anga­ben lässt sich dann im Katalog su­chen. Ähnlich handlich ist auch iPhoto von Apple oder die Win­dows- Version des preiswerten Adobe Photoshop Elements.
  Daneben gibt es Profi-Fotoma­nager wie Adobe Lightroom und Apple Aperture, deren Haupt­zweck die Optimierung von Fotos ist, die aber auch eine einfache Bildverwaltung bieten. In ver­schiedenen Kategorien wie Orte, Personen, Fotomotive werden die Schlagworte als «tags» (Etiketten) erstellt und per Maus auf die Fo­tos gezogen und somit an diese «angehängt». Sucht man nun die Fotos von Peter in Berlin aktiviert man in der Liste mit den tags die Person «Peter» und den Ort «Berlin» und prompt werden die entsprechenden Fotos angezeigt.

Eine starke Bildverwaltung erfasst auch Offline-Fotos
Aus Platz- und Sicherheitsgrün­den lagern viele Fotos oft auf ei­ner externen Festplatte oder auf CD/DVDs – sind also offline. Ei­ne leistungsstarke Bildverwaltung sollte auch solche Fotos verwal­ten können, ohne dass eine Fest­platte extra angeschlossen oder DVDs erst eingelegt werden müs­sen. Bild-Browser und auch Pica­sa können dies nicht, Photoshop Elements und der bekannte ACDSee Fotomanager () sowie die profes­sionelle Bilddatenbank Extensis Portfolio für Mac- und Windows­Rechner () da­gegen schon. Nur zum Katalogi­sieren müssen die Festplatten an­geschlossen und die Scheiben ein­gelegt werden – und dann erst wieder, wenn ein bestimmtes Bild vom Offline-Speicher wirklich benötigt wird.
  Noch ein Wort zum Ablegen der Bilder auf der Festplatte: Statt Fo­tos direkt aus der Kamera oder von Speicherkarten in ein Bild­verwaltungsprogramm zu über­nehmen, ist es ratsam, die Fotos selbst auf der Festplatte ab­zulegen. Sonst begibt man sich in eine gewisse Abhängigkeit von der Software; ein späterer Wechsel des Verwaltungsprogramms oder gar des Betriebssystems könnte dann problematisch werden.
  Wichtig ist dabei eine geord­nete Ablage der Daten. Erfah­rungsgemäss ist eine chronolo­gische Ablage am sinnvollsten.
  Man legt also alle Fotos, die an einem Ausflug, einem Anlass oder während der Ferien entstanden sind, zusammen in einem Ordner ab. Bei sehr vielen Fotos verteilt man diese auf mehrere Unter­ordner. Idealerweise beginnt der Ordnername mit dem Datum, gefolgt von zwei, drei Schlag­wörtern zum Inhalt.
  Ratsam ist es auch, die Bild­dateien mit aussagekräftigem Dateinamen zu versehen. Dazu verwendet man eine Funktion zum stapelweisen Umbenennen in den Bild-Browsern oder spezi­elle Programme wie LupasRena­me (.
  org). Wichtig: Allzu lange Datei­und Ordnernamen sollte man ver­meiden, da sie oft Probleme beim Datenaustausch verursachen.
  Hat man nun die Dateien geordnet und auf einem Archivort abgelegt, kann man sie getrost mit dem Bildverwaltungsprogramm katalogisieren. Man sollte sie fortan aber nur noch mit der Bildverwaltung verschieben und umbenennen, sonst findet sie das Programm nicht mehr.
 

Bilder nach Format
Panoramaaufnahmen und HDRI - wie man mit einfachen Mittel faszinierende Fotos macht

Mehrere Bilder zu einem einzigen, besonders eindrucksvollen verschmelzen – die Digitalfotografie machts möglich. Passt ein Haus nicht aufs Bild, oder lässt sich die Weite einer Landschaft nicht in einem Foto einfangen, dann hilft die Panorama-Fotogra­fie weiter. Zeigt ein Landschaftsfoto den dramatischen Wolkenhimmel nicht gut genug, oder besteht die Nachtaufnahme bloss aus abgesoffenen dunklen Flächen und ausgefressenen Lichtern, dann ist die HDRI-Technik angesagt.

Durch den kombinierten Einsatz von Digitalkamera und PC kann heute jeder mit etwas Geschick und Knowhow mehr aus seinen Aufnahmen herausholen. Es lassen sich so sogar die engen Grenzen der herkömmlichen digitalen und analogen Fotografie überwinden. Panorama- wie HDRI-Fotografie packen mehr in ein Bild, als normalerweise mit einer Aufnahme möglich ist. Während bei Panoramen mehr Raum in einem Bild zu sehen ist, wird im anderen Fall der Bereich der Lichtintensität von Dunkel bis Hell erweitert. Man spricht dabei von Bildern mit grossem dynamischem Umfang (High Dynamic Range Images, kurz HDRI).

Panorama: Aufnahmen aneinander heften
Gebirgskette, Landschaft, Häu­serfront: Panoramafotos von solchen Motiven hat jeder schon gesehen. Die Breitformatbilder stechen alleine wegen ihres ungewohnten Fotoformats her­vor. Panoramen mit der Digital­kamera zu knipsen ist einfach und weniger aufwendig, als man denkt.
Bei der konventionellen Foto­grafie brauchte es noch spezielle Kameras, heute sind Panoramen mit jeder Digitalkamera möglich. Den Rest erledigt der Computer.


Panorama Aus sechs Einzelfotos (obere Reihe), die am Computerbildschirm mit einem Bildbearbeitungsprogramm aneinandergefügt werden, entsteht eine eindrückliche Übersichtsaufnahme


Kamera nach rechts, wobei links unbedingt noch einiges ins Bild muss, das schon in der voran­gegangenen Aufnahme abgebildet wurde. Anhand dieses gemein­samen Bereichs kann die Software später die Teilbilder zusammen­fügen. Zwischen den einzelnen Aufnahmen sollten die Kamera­position und die Objektiveinstel­lungen nicht verändert werden. Grössere bewegte Objekte im Bild sollte man vermeiden, sonst tau­chen sie im fertigen Panorama mehrmals oder als schemenhafte «Geister» auf. Passt ein Motiv wegen seiner Höhe nicht ins Bild, kann man hochformatige Fotos schiessen, oder das Motiv in zwei Zeilen ablichten. Am Computer wählt man im Panorama-Bildpro­gramm (siehe Kasten) die Teil­bilder aus. Viele dieser Programme erledigen das Zusammenfügen weitgehend automatisch. Die Bilder werden ausgerichtet, dann ineinander verschmolzen und schliesslich Belichtungsunter­schiede ausgeglichen. Und fertig ist das Panoramabild


HDRI: Aufnahmen übereinander legen
Fotografiert man einen Raum mit einem grossen Fenster, so sieht man von Auge sowohl den Raum als auch im Fensterrahmen die Landschaft draussen. Dies mit ori­ginalgetreuen Lichtverhältnissen auf einem Foto festzuhalten, ist sehr schwierig. Stellt die Kamera­automatik oder man selbst die Belichtungswerte so ein, dass der Raum hell abgebildet wird, ist im Fensterrahmen nur eine weisse Fläche mit schemenhaften Kon­turen zu sehen. Mit anderer Einstellung wird zwar die Landschaft draussen richtig belichtet, doch liegt dann der Raum im Dunkeln.
Der Grund dafür ist, dass Foto­sensoren in Digitalkameras den grossen Kontrastumfang von sehr hell bis sehr dunkel nur in be­schränktem Masse «wahrneh­men » können. In solchen Situati­onen schiesst man mehrere Auf­nahmen des gleichen Motivs mit unterschiedlichen Belichtungsein­stellungen. Anstatt aber wie früher einfach das gefälligste Bild der Serie auszuwählen, kann man mit Hilfe von HDR-Programmen alle Fotos kombinieren und ineinan­der blenden. Aus jedem Bild wird jeweils der optimal belichtete Be­reich verwendet. Noch mehr lässt sich herausholen, wenn man anschliessend über das sogenann­te «Tone Mapping» ein normales, dynamikoptimiertes Bild erstellt. So lassen sich unterschiedlichste Bilder aus einem HDR-Bild erzeu­gen. Manchen Bildern sieht man nicht mehr an, dass nachgeholfen wurde, andere wirken sehr effekt­voll und geradezu surreal.
Wie es geht: Wichtig sind mindes­tens zwei, besser mehrere Fotos mit unterschiedlichen Belich­tungseinstellungen eines Motivs. Bietet die Kamera keine manuel­len Einstellmöglichkeiten, so nutzt man die EV-Korrektur (Plus-Minus-Taste an der Kame­ra). Man erzeugt erst eine Aufnah­me ohne Korrektur, dann je eine mit einem hohen Plus- und eine mit hohem Minus-Wert. Während der Aufnahmen sollten Kamera und Objektive weder bewegt noch verstellt werden, damit alle Auf­nahmen deckungsgleich sind. Deshalb ist auch der Einsatz eines stabilen Stativs unerlässlich. Zusätzlich sollte man den Selbst­auslöser für verwacklungsfreie Aufnahmen nutzen und anstelle des üblichen JPEG-Dateiformats RAW verwenden.
Am Computer werden die Bilder mit einem passenden Programm (siehe Kasten) zu einem Bild verschmolzen. Wäh­rend DRI-Programme gleich ein gebrauchsfertiges JPEG-Foto lie­fern, speichert man mit einem HDR-Programm erst ein HDR­Bild. Beim späteren Tone Map­ping wird dann mit verschiedenen Einstellungen experimentiert und schliesslich ein gebrauchsfertiges Bild erzeugt.
Bilder von Format
Serie Teil 4: Panoramaaufnahmen und HDRI – wie mit einfachen Mitteln faszinierende Fotos gemacht werden
Wie es geht: Der Weg zum Pano­ramabild führt über zwei Etappen – das Fotografieren und das Zu­sammenfügen am Computer. Hat man ein Motiv gefunden, wählt man einen Standort gegenüber und ungefähr in der Mitte des Motivs, von wo man freie Sicht auf das Motiv hat. Für die Auf­nahmen wird die Kamera waag­recht ausgerichtet und möglichst nicht nach oben oder unten ge­neigt. Perfektionisten verwenden ein Stativ mit Wasserwaage. Man kann die Aufnahmen aber auch aus der Hand schiessen.
Nun lichtet man das Motiv in mehreren Aufnahmen von links nach rechts ab. Nach der ersten Aufnahme schwenkt man die
HDRI Durch das Übereinanderlegen von Einzelbildern können vom selben Motiv verschiedene Lichtstimmungen erzeugt werden: links dramatisch abgedunkelt, rechts surreal, fast wie gemalt
 

Richtig archivieren, damit schöne Bilder Sie ein Leben lang begleiten

Auf den ersten Blick scheint die Sache mit dem Archivieren digi­taler Fotos ganz einfach. Unter­wegs geknipst, werden Fotos zu Hause von den Speicherkarten auf die Festplatte des Computers übertragen. Dort hat man sie dann jederzeit griffbereit und – vermeintlich für alle Zeiten – zur Verfügung. Vorsichtige Digi­talfotografen sichern die Fotos auch auf eine CD oder eine DVD. Damit scheint das Thema der Datensicherung eigentlich bereits abgehandelt. Doch ganz so sim­pel ist die mittel- bis langfristige Aufbewahrung von Digitalfotos leider nicht.
Die Ewigkeit beziehungsweise die ferne Zukunft mag heute we­nig interessieren, aber man sollte sich unbedingt bewusst machen, wozu man die Fotos schiesst und für wie lange man sie eigentlich behalten will. Zumindest die wichtigsten Bilder sollen einen ja ein Leben lang begleiten, d. h. für die Dauer des Leben oder gar da­rüber hinaus bestehen – selbst wenn man beim Druck auf den Auslöser gar nicht so weit denkt oder denken mag.
Dass Fotos lebenslange Beglei­ter sein können und sollen, wird deutlich beim Blick in die eigene Vergangenheit beziehungsweise in ein Familienfotoalbum. Beina­he jeder, der heute diesen Artikel liest, hat Fotos von sich aus früh­ster Kindheit und bis zu den letz­ten Ferien. Auch einzelne Auf­nahmen von Eltern und Gross­eltern, die lange vor der eigenen Geburt entstanden, werden ir­gendwo herumliegen.
Ein Computervirus – und Fotos werden ins Nirwana befördert
Wenn zumindest wichtige Digi­talfotos ähnlich lange existieren sollen, muss man sich vor Augen halten, dass man Fotos nicht bloss für die nächsten Monate oder ein, zwei Jahre behalten will. Eltern, die heute die ersten Schritte ihrer Kinder dokumentieren, schiessen die Fotos nicht zuletzt für ihre Kinder, damit sie die Bilder ihrer Kindheit auch in 20, 30 und mehr Jahren betrachten können.
Deshalb lieber zu früh als zu spät sich Gedanken über die si­chere Aufbewahrung von Digi­talfotos machen. Dieser Aspekt der Langzeitarchivierung gilt üb­rigens nicht nur für digitale Fotos, sondern für alle Arten von Daten wie Musik, Videos und Office­Dokumente, die man selbst er­stellt, sammelt oder kauft.
Digitale Fotos werden unter­wegs auf Speicherkarten abgelegt und zu Hause auf die Festplatte des PC kopiert, um die Speicher­karten erneut zu verwenden. Die Festplatte ist allerdings kein si­cherer Ort. Ein Computervirus, ein Hardwaredefekt und – die wohl häufigste Ursache – mensch­liche Fehler wie versehentliches Löschen oder Ersetzen reichen, um Fotos ins Nirwana zu be­fördern. Deshalb sollte man von Fotos, wie von allen wichtigen Daten, stets Sicherheitskopien erstellen.
Heute verwendet man dafür ei­ne externe Festplatte und be­schreibbare optische Discs wie die CD, die DVD und künftig auch die BD (Bluray-Disc). Das Back-up selbst erledigt man ma­nuell oder mithilfe von Program­men, die zeitgesteuert oder wie zum Beispiel bei den Clickfree­Festplatten und -DVDs weitge­hend automatisch ablaufen.
Allerdings bietet kein Speicher­medium 100-prozentigen Schutz. Festplatten halten nicht ewig und sind während des Betriebs am Computer den gleichen Risiken wie die interne Festplatte ausgesetzt. Auch die optischen Discs, auf denen die Daten zwar unver­änderbar abgelegt sind, halten nicht ewig. Manchmal ist eine Disc schon nach Wochen oder wenigen Monaten nicht mehr ein­wandfrei lesbar, während andere zehn und mehr Jahre überstehen. Die Ursachen sind vielfältig, doch wichtig ist, dass CD und Co keine sicheren Langzeitspeicher sind.
  Für etwas mehr Sicherheit beim CD- oder DVD-Brennen sorgen folgende Tipps: Beim Brennen unbedingt die nachträgliche Über­prüfung aktivieren. Daten zur Ar­chivierung immer gleich auf zwei Discs unterschiedlicher Marken speichern, um Risiken durch Fa­brikationsfehler und Qualitäts­mängel zu minimieren. Die Discs sollte man sorgfältig behandeln und vor Licht und Umwelteinflüs­sen geschützt aufbewahren. Rat­sam ist es, den Inhalt von Discs nach etwa fünf Jahren auf neue Discs oder die dann aktuellen Speichermedien zu übertragen. Fehlerfreie Originaldiscs werden vorzugsweise weiterhin aufbe­wahrt – man weiss ja nie. Für op­timalen Schutz der digitalen Du­plikate sollte das zweite Datenset stets an einem anderen, ent­fernten Ort aufbewahrt werden. So halten sich Datenverluste in­folge Wohnungsbrand, Einbrü­chen und Naturkatastrophen zu­mindest in Grenzen.
 Einige Dienste sind spezialisiert auf Langzeitarchivierung

 Eine weitere Möglichkeit sind Speicherdienste im Internet, die es auch kostenlos gibt. Die mei­sten sind zwar nützlich für kurz­fristige Speicherung und Daten­austausch, scheinen aber für eine echte Langzeitarchivierung eher zu unsicher und kapazitätsmässig zu beschränkt. Ein attraktives An­gebot ist aber Microsofts Win­dows- Live-Dienst SkyDrive, der kostenlos ist und neuerdings bis zu 25 Gigabyte Speicher bietet.
Es gibt inzwischen auch Dienste, die sich auf die Langzeitarchivierung von Fotos spezialisiert haben. Beispiele sind die Swiss Picturebank und Gigabank, die ihrerseits Dienste der Swisscom nutzen. Ein weiteres Beispiel ist das online Backup unlimited von MySecurityCenter, dessen Angebot mit mangelhaften Infos nicht gerade vertrauen bildet. Wie es um die Sicherheit von Fotos bestellt ist, die man einem Unter­nehmen anvertraut, hängt wiede­rum auch von der Wirtschaftsla­ge ab.
 

  So wie die erwähnten Speicher­medien nicht ewig halten, ist auch die Kompatibilität der heutigen Speichermedien nicht für alle Zeit gewährleistet. Denn für die Discs muss es Abspielgeräte und für die Festplatten passende Schnittstel­len geben. Man denke nur an die letzten 20 Jahre mit den vielen, längst überflüssigen und teilwei­se vergessenen Speichermedien oder an die zahlreichen Schnitt­stellen, die einst die PCs schmückten.
Ähnliches gilt auch für die Daten selbst beziehungsweise die Dateiformate. Immerhin ist das gängige JPEG-Format so verbrei­tet, dass es also wohl lange unter­stützt werden wird und relativ zu­kunftssicher sein sollte. Unsi­cherer sind Fotos im hochwer­tigen, flexiblen RAW-Dateifor­mat, wie es bessere Kompakt- und alle Spiegelreflexkameras bieten. Ob jedes kameraspezifische RAW­Format in Zukunft genutzt wer­den kann, ist fraglich. Deshalb sollten von RAW-Fotos hochwer­tige JPEG-Kopien aufbewahrt werden. Alternativ lassen sich die speziellen RAW-Dateien stapel­weise in universelle DNG-RAWs konvertieren. Den DNG-Konver­ter gibt es kostenlos auf .


 Daten sollten in neue Formate konvertiert werden

 Für die langfristige und sichere Archivierung von Fotos und sons­tigen Daten sorgt derzeit die Kombination aus externer Fest­platte und optischen Discs. Eine optimale Lösung könnte so aus­sehen: Eine Festplatte dient als Lager kombiniert mit einer zweiten Festplatte als Back-up samt zusätzlicher Archivierung auf je zwei CD/DVD/BDs. Die Onlinespeicherung wichtiger Bil­der ist zudem eine Option, zumal man von überall her Zugriff da­rauf hat.
  Bei Technologiesprüngen sollten Daten jeweils auf die neu­en Speichermedien kopiert und gleich in allfällige neue Dateifor­mate konvertiert werden.
  Wichtig bei der Archivierung ist eine geordnete Ablage der Digi­talfotos. Sie verhindert Verwechs­lungen und erleichtert den Um­gang mit Sicherheitsduplikaten. Eine auf der geordneten Ablage basierende Fotoverwaltung hilft später, bestimmte Fotos mit weni­gen Mausklicks hervorzuholen, denn sonst wäre ja die Archivie­rung auch irgendwie sinnlos.
  

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Sechs Möglichkeiten, Digitalbilder zu präsentieren
Grundsätzlich gibt es zwei Arten, Digitalfotos zu präsentieren – auf Papier oder elektronisch mit Hilfe eines Anzeigegerätes wie eines Projektors oder eines Bildschirms. Von der Technik abgesehen, be­steht der Hauptunterschied darin, dass Fotos auf Papier statisch sind, während sie auf Bildschir­men dynamisch als Abfolge prä­sentiert werden können.
Papierbilder
Im Vergleich zu diesen multime­dialen dynamischen Diaschauen mutet die statische Fotopräsen­tation auf Papier geradezu wie Höhlenmalereien aus der Stein­zeit an. Dennoch hat das Papier­bild auch heute noch seine Be­rechtigung und wird von vielen Digitalfotografen als Endprodukt und zur Bildpräsentation weiter­hin bevorzugt. Abgesehen vom Gewohnheitsfaktor bietet das Pa­pierbild klare Vorteile. Es kann einfach von jedem, jederzeit und an jedem Ort angeschaut werden.
Es ist braucht dazu weder ein Gerät noch Energie, noch Bedie­nungs- Knowhow.
Die Präsentation von Fotos in Papierform ist also selbst im High­tech- Zeitalter unvermindert at­traktiv. Die Technik, die einem das Papierbild bringt, hat sich jedoch inzwischen grundlegend geändert. Dank einem Fotodru­cker kann jeder bei Bedarf Papier­abzüge in Laborqualität selber an­fertigen. Die portablen Postkar­tendrucker lassen sich gar einfach an eine Party oder auf einen Aus­flug mitnehmen.
Neben dem Selberdrucken fer­tigt auch das Fotolabor Papierab­züge von Digifotos. Wer zum Bei­spiel nach dem Urlaub viele Fotos auf Papier zum Herumzeigen braucht, der fährt mit jenen Foto­labors, die Bestellungen übers Internet annehmen, am güns­tigsten. Die Preise für kleine Fo­tos liegen oft aktionsbedingt un­ter 20 Rappen. Einfach das Be­stellprogramm eines Labors her­unterladen und die Digitalfotos damit direkt ins Fotolabor hoch­laden. Die Papierbilder kommen dann per Post.
Ebenso funktioniert dies mit dem gedruckten Fotobuch, das in­zwischen das Fotoalbum mit ein­geklebten Papierbildern abgelöst hat. Mit dem kostenlosen Buch­gestaltungsprogramm eines An­bieters wird das Buch gestaltet, wofür viele Hintergrundfarben, Muster und Bildeffekte beim Ge­stalten angewendet werden kön­nen. Hat man das Buch fertig, werden die Layout- und Bild­daten online hochgeladen und man erhält die gebundenen Bü­cher per Post zugestellt. Bücher im DIN-A4-Format sind ab 30 bis 40 Franken erhältlich. Wen die etwas matten Farben und das Druckraster stören, der kann seit November auch beidseitig be­bilderte Fotobücher in Fotoquali­tät bestellen.
PC-Bildschirm
Die beste Bildqualität und eine hohe Bildauflösung für Fotoprä­sentationen bieten die Computer­Bildschirme. Bereits mit einem einfachen Bild-Browser lassen sich die Fotos eines Ordners als Live-Diaschau mit Musik und Überblendeffekten vorführen. Für eine programmierte Diaschau mit Bewegungseffekten empfiehlt sich dagegen ein Programm mit ausgefeilten Präsentationsfunk­tionen, wie sie vorhin erwähnt wurden. Sollen mehrere Personen die Schau verfolgen, ist der PC im Arbeitszimmer kaum der richtige Ort. Eine Variante ist dann, die Schau ab Notebook laufen zu lassen, das per DVI- oder HDMI­Kabel mit einem HDTV-Bild­schirm oder Beamer im Wohn­zimmer verbunden wird.
TV-Bildschirm und Projektoren
Ein grosser Fernseher oder die Projektion mittels Beamer ist op­timal, um Fotos mit mehreren Leuten gemeinsam zu betrachten. Bei herkömmlichen Fernsehern und vielen (älteren) Beamern ist die Auflösung jedoch gering und Bilddetails bleiben auf der Strecke. Ein Full-HDTV-Gerät oder -Projektor bietet demgegen­über mit der fünfmal höheren Auflösung ein deutlich besseres Bild. In der Praxis vermag die Prä­sentation qualitätsmässig oft nicht zu begeistern, weil die Fotos erst optimiert werden müssten. Dass die meisten Kameras ihre Fotos im klassischen 4:3-Format auf­nehmen, ist für ihre Präsentation an HD-Geräten mit ihrem 16:9-Seitenverhältnis nicht gera­de optimal.
Auf den TV-Bildschirm kom­men die Fotos zum Beispiel, in­dem man einen digitalen Foto­apparat direkt anschliesst (ana­loges AV- oder besser digitales HDMI-Kabel), den PC mit dem TV verbindet (DVI-, HDMI- oder DVI-HDMI-Kabel) oder eine Dia­schau auf DVD bzw. für HDTV auf eine Bluray-Disc brennt, die sich im DVD-/Bluray-Player ab­spielen lässt.
Bilderrahmen
Dank gefallenen Preisen, grös­seren Formaten und einer gewach­senen Auswahl ist das Angebot an elektronischen Bilderrahmen vielfältig und attraktiv. Bei den Rahmen handelt es sich eigentlich nur um einen Bildschirm, der Fotos einzeln oder als Diaschau anzeigen kann. Die Fotos werden vom PC, aus der Kamera, dem Handy oder von Speicherkarten in den Speicher des Rahmens ko­piert.
Witzig sind Rahmen, die per W-Lan Fotos vom PC oder aus dem Internet holen und anzeigen können (z.B. Philips Photoframe 8FF3WMI). Die Designs der Rah­men und die verwendeten Mate­rialien sowie das nötige Strom­kabel sind allerdings nicht jeder­manns Geschmack.
Mobilgerät
Nahezu jedes Mobilgerät mit Bildschirm, vom MP3- über den Multimedia-Player bis zum Foto­tank, lässt sich zur Bildpräsenta­tion verwenden. Mit ihnen kann man eine Diaschau aus der Ho­sentasche zaubern. Richtig Spass macht die Bildbetrachtung aber erst ab etwa 8 cm Bildschirmdia­gonale und einer höheren Auflö­sung für ein detailreiches Bild.
Auch digitale Fotoapparate bie­ten eine Diaschau-Funktion. Op­timal sind die kleinen Ultrakom­paktkameras mit 3“- oder 3.5“­LCD. Die Digicams lassen sich aber für ein grösseres Bild mit den mitgelieferten Kabeln auch an ein TV-Gerät anschliessen. Leider sind noch längst nicht alle Digi­cams mit einer HDMI-Buchse ausgestattet, über die sie sich an ein Full-HDTV-Gerät anschlies­sen lassen.
Online-Alben
Fotoalben im Internet sind die beste Variante, um Freunden und Familienmitgliedern in der Fer­ne oder etwa vielen Leuten (z.B. einer Hochzeitsgesellschaft) die aktuellen Fotos zu zeigen. Man bestimmt, welche Alben öffent­lich und welche nur für bestimmte Leute zugänglich sind.
Neben kostenpflichtigen Ange­boten gibt es viele kostenlose, bei denen man gewisse Einschrän­kungen (begrenzte Uploads) so­wie Werbung in Kauf nehmen muss. Neben den Angeboten von Fotolabors und denen von Kame­raherstellern sind die Google Pi­casa Web-Alben und Microsoft Windows Live Gallery sehr be­liebt, während Hobbyfotografen die Fotocommunity.de oder Flickr bevorzugen.
 


Zwei Möglichkeiten der Präsentation: Gedrucktes Fotobuch und Online-Album:

 

Fototips

  Fotoline32
  DigitalLiving

  Fotomontagen

 

 

 

Grundlagen: Blende und Verschlusszeit
Bei einer Belichtung wird die ein­fallende Lichtmenge mit der Blende und der Verschlusszeit dosiert.
Die Blende regelt, wie viel Licht durchs Objektiv eingelassen wird.
Je kleiner die Blendenzahl (zum Beispiel 2.8), desto mehr Licht wird eingelassen. Der Zeitwert ( 1/15, 1/250 Sek.) bestimmt, wie lange Licht für die Aufnahme einfällt.
 

 

 

 

 

 

 

www.markuszitt.ch

 

 

 

 

 

Die richtigen Programme für Panorama und HDRI

Viele gängige Bildbearbeitungs­programme können heute Pano­ramabilder erstellen. Daneben gibt es eine Reihe von empfeh­lenswerten Spezialprogrammen, z.B. Hugin (hugin.sourceforge.net, kostenlos), Autostitch (autostitch.net, kostenlos) oder Autopano (autopano.net, 155 Franken).
Für das Arbeiten mit HDR-Bildern
sind zu empfehlen: Photomatix (hdrsoft.com, 155 Franken), FDR­tools (fdrtools.com, Basisversion kostenlos) und Picturenaut (picturenaut.de, kostenlos).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Speichern auf Reisen
 Unterwegs haben Sie verschie­dene Möglichkeiten, ihre Fotos sicher zu speichern.

 

- Auf längere Reisen sollten Digi­talfotografen ein Notebook mit­nehmen. Damit lassen sich Fotos von den Speicherkarten überneh­men und noch vor Ort sichten, ausmisten und geordnet ablegen sowie gleich mit tagesfrischen Infos ergänzen. Dies vereinfacht später die Fotoverwaltung.  Natürlich sind auf einem Note­book, wie auf jedem Computer, die Daten nicht 100-prozentig sicher.
  Ausserdem kann das Notebook unterwegs beschädigt oder ge­stohlen werden. Zur optimalen Sicherheit kann man Back-up­DVDs brennen und diese vom Notebook getrennt mitführen.
 

- Eine Alternative sind Fototanks. Dies sind kleine externe 2.5-Fest­platten mit Akku und integriertem Speicherkartenleser. Einen Mehrfachnutzen als mobiler Fotobetrachter bieten Geräte mit grossem Bildschirm. Fototanks kosten allerdings mehr als eine Kompaktkamera und lohnen sich nur für extreme Vielfotografierer.
  Bekannte Marken sind JOBO, Epson und Vosonic.
 

- Hat man auf Reisen unkomplizierten, günstigen Zugang zum Internet, gibt es auch die Möglich­keit, Fotos online abzuspeichern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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    Copyright ©          E. Schmid, Turgi

 update © ES   24. Juli 2010