Ordnung Hasentiere
Familie Hasenartige
Gattung echte Hasen Kaninchen
Art Feldhase Schneehase Wildkaninchen
Merkmale  Verhalten  Lebensraum  Fortpflanzung  Spuren  Jagd  Jägersprache  Kalender  Links        

Feldhase

 

Beschreibung

Der Feldhase ist in der Schweiz zwar noch weit verbreitet, der Bestand befindet sich aber fast durchwegs auf einem kritisch tiefen Niveau. Hauptursache dafür ist die intensivierte Landwirtschaft, nicht aber die Bejagung.

Der Feldhase steht auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Hauptursache ist der durch die intensivierte Landwirtschaft beeinträchtigte Lebensraum. Er liebt nämlich grosse Gebiete mit leichten Böden, einer vielfältigen Landwirtschaft und einer hohen Heckendichte. Negative Auswirkungen haben eine grosse Verkehrsnetzdichte, viele Obstgärten und viel Niederschlag im Frühling.
 

Merkmale

 

Verhalten

Feldhasen sind ausgesprochene Kulturfolger, deren natürlicher Lebensraum die offene Landschaft zwischen Waldsteppe und Wüstensteppe ist. So werden heute vom Feldhasen Ackerland und Dauergrünland bevorzugt besiedelt. In waldreichen Gegenden gibt es dagegen weniger Hasen. Auch dort, wo das Ackerland so intensiv genutzt wird, dass keine Ödlandflächen mehr vorhanden sind und keine Streifen mit Gras und Büschen an den Feld- und Wegrändern, kommen Hasen nur in geringer Dichte vor. Sie benötigen für ihr Wohlbefinden nämlich eine Vielzahl von Kräutern, die ihnen leider längst nicht mehr überall in der stark genutzten Landschaft zur Verfügung stehen. Auf der Suche nach Kräutern wagen sich Hasen auch an den Waldrand und auf Lichtungen.
 

Lebensraum und Nahrung

Fortpflanzung

Feldhasen sind von Jahr zu Jahr unterschiedlich häufig. Dreimal, manchmal sogar viermal im Jahr, kann eine Häsin Junge werfen, zwei bis vier pro Wurf. Die jungen Hasen wiegen bei der Geburt um die hundert Gramm, sind bereits behaart, können sehen und haben Zähnchen. Sie werden in einer Mulde auf dem Feld geboren. Diese Mulde wird Sasse genannt. Wenn die Witterungsbedingungen zur Wurfzeit ungünstig sind, kommen die Junghasen kaum durch. Besonders trifft das zu für die ersten Jungen, die im März geboren werden. Ideal für die jungen Hasen ist ein warmer und trockener Frühling. Schon im Alter von 5-8 Monaten werden die Junghasen geschlechtsreif und in günstigen Jahren (2002 ist hier in Westfalen so ein günstiges Jahr) können dadurch die Bestände der Feldhasen schnell ansteigen. Regen und Kälte dagegen wirken sich sehr ungünstig auf die Hasenbestände aus.
 

Familie und Gattung

 

 

Hasentiere

 

Die Hasenartigen (Lagomorpha) sind eine zur Überordnung der Euarchontoglires gezählte Ordnung der höheren Säugetiere. Die Ordnung besteht aus zwei Familien (Pfeifhasen (Ochotonidae) und Hasen (Leporidae)) mit zusammen 70 bis 80 Arten. Die Hasenartigen werden vor allem aufgrund verschiedener Merkmale des Schädelaufbaus, der Bezahnung und des Baus der Hinterbeine zusammengefasst und den Nagetieren (Rodentia) gegenübergestellt.

 

 

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in Kürze...
 

Schulterhöhe  
Kopf-Rumpflänge  
Gewicht (lebend)  
Geweih («Gehörn»)  
Höchstalter  
Paarungszeit  
Tragzeit  
Setzzeit  
Anzahl Junge  
Geburtsgewicht  
Säugezeit  
Geschlechtsreife  

 

Zahnformel

2

0

3

3

= 28

1 0 2 3
Alle Hasentiere besitzen hinter den grossen eigentlichen Nagezähnen zwei kleine Stiftzähne, was wohl das deutlichste Unterscheidungs-merkmal den Nagern gegen-über ist. Ausserdem sind alle vier Schneidezähne ganz von Zahnschmelz überzogen.

Spuren

 

 

 

 

Jagd

Der Feldhase war früher eine der Hauptwildarten, ist er heute durch veränderte Umweltbedingungen immer mehr zurückgedrängt worden. Die Landwirtschaft war in unseren Gebieten geprägt durch eine kleinflächige, durch Hecken und Krautsäume unterteilte, vielseitige Kulturlandschaft. Verschiedene Getreide, Gemüse und Hackfrüchte wechselten sich ab mit Streuobstwiesen. Dieser Lebensraum war für den Hasen ideal. Die vielen Kräuter und Gräser ermöglichten ihm eine gute Ernährung in der "Hasenapotheke". In den Wäldern und Wäldchen fand er in den ungünstigen Jahreszeiten Deckung und Futter.
Durch das Anlegen von großen Feldern und vor allem deren maschinelle Bearbeitung welche für die Landwirten eine gewaltige Arbeitserleichterung bedeutete, verschlechterte sich der Lebensraum jedoch sehr schnell. Auch der damit verbundene Einsatz von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden in den großen Anbauflächen übte einen verheerenden Einfluss auf die Hasenbestände aus.
Neben diesen negativen, vom Menschen verursachten Einwirkungen gibt es auch noch eine Reihe von natürlichen Feinden der Hasen. Raubvögel, Fuchs und verschiedene Marderartige bei den Wildtieren lieben eine Hasenmahlzeit genau so wie wildernde Hunde oder verwilderte Hauskatzen.

Während früher auch Raubvögel bejagt wurden, genießen diese heute berechtigterweise ganzjährigen Schutz. Der Fuchs war in der neuen Kulturlandschaft der große Gewinner, und trägt zum Druck auf die Hasenpopulation sicher bei. Alle diese negativen Einflüsse wurden durch den zunehmenden Verkehr auf den Strassen mit seinen zahlreichen Opfern noch verstärkt.
Angesichts dieser enormen Bestandesverluste wurde die Jagd auf Hasen wurde schon bald von den Jägern so gut wie gar nicht mehr ausgeübt, was aber auf die sinkenden Bestände kaum mehr einen Einfluss hatte.

 

 

 

 

Jagdgesetzgebung
 

    

 

 

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Bemerkungen

 

 

 

Kalender

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Brunft/Paarung                        
Setzzeit                        
Säugezeit                        
Schonzeit Reh                        
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 update © ES   25. Februar 2009