Ordnung Nagetiere
Familie Hörnchen Bilche Biber Biberratte Langschwanzmäuse (Altweltmäuse) Wühlmäuse
Gattung Erd-hörnchen Baum-hörnchen                
Art Murmel-tier Eich-hörnchen Sieben-schläfer Hasel-maus Biber Nutria (Biberratte) Wander-ratte Wald-maus Haus-maus Bisam (Bisam-ratte) Feld-maus Scher-maus
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Siebenschläfer

 

Beschreibung

Der Siebenschläfer (Glis glis) ist ein mausähnliches, nachtaktives Nagetier aus der Familie der Bilche (Gliridae). Die Gestalt dieses Tieres erinnert an Eichhörnchen und Grauhörnchen. Doch ist der Siebenschläfer erheblich kleiner, hat große, schwarze Augen, rundliche Ohren und einen buschigen Schwanz. Das Gesicht weist keine Zeichnungen, aber lange Tasthaare auf. Die Fußballen dieser Tiere sind stets etwas feucht und so beschaffen, dass Siebenschläfer Bäume und Wände ohne Probleme erklimmen können. Der Siebenschläfer war Tier des Jahres 2004.


 

Merkmale

Der Siebenschläfer (Glis glis) ist mit 16 cm Leibes- und 13 cm Schwanzlänge der grösste deutsche Bilch. Der weiche, ziem- lich dichte Pelz ist auf der Oberseite ein- farbig aschgrau, bald heller, bald dunkler schwärzlichbraun überflogen, auf der Un- terseite milchweiss und silberglänzend. Süd- und Osteuropa sind das Ver- breitungsgebiet des Siebenschläfers.

Er bewohnt hauptsächlich das Mittelgebirge, am liebsten trockene Eichen- und Buchenwaldungen. Den Tag über hält er sich verborgen. Bei seinen nächtlichen Ausflügen zeigt er sich als ein rascher, lebhafter und behender Gesell, der mit Eichhorngewandtheit auf den Bäumen oder an Felswänden umherklettert, von Zweig zu Zweig oder auch aus der Höhe zur Tiefe springt und mit kurzen Sätzen rasch umherläuft, wenn er auf die Erde gelangt. Wenige Nager dürften es dem Bilche an Gefrässigkeit zuvortun. Er frisst, solange er fressen kann. Eicheln, Bucheckern, Haselnüsse bilden wohl seine Hauptnahrung, Walnüsse, Kastanien, süsses und saftiges Obst werden aber auch nicht verschmäht, und tierische Kost scheint ihm geradezu Bedürfnis zu sein; wenigstens überfällt, mordet und verzehrt er jedes kleinere Tier, welches er erlangen kann, plündert Nester aus, würgt junge Vögel ab, tritt überhaupt nicht selten als Raubtier auf. Gegen den Herbst hin sammelt er Nahrungsvorräte und speichert diese in seinen Höhlen auf. Um diese Zeit "strotzt er bereits von blühendem Fette", frisst aber noch so lange wie möglich; dann denkt er daran, Herberge für den Winter zu bereiten. Jetzt macht er sich in tiefen Erdlöchern, Rissen und Spalten, Felsen und in altem Gemäuer, wohl auch in tiefen Baumhöhlungen, ein Nest von zartem Moos zurecht, rollt sich, gewöhnlich in Gemeinschaft mit mehreren seiner Genossen, zusammen und fällt schon lange vorher, ehe das Thermometer auf dem Nullpunkt steht, in rauheren Gebirgsgegenden bereits im August, in der wärmeren Ebene erst gegen den Oktober hin, in tiefen Schlaf. Im Freien erwacht unser Bilch erst sehr spät im Frühjahr, selten vor Ende des April. Bald nach dem Erwachen paaren sich die Geschlechter, und nach ungefähr fünfwöchiger Tragezeit wirft das Weibchen auf einem weichen Lager in Baum- oder anderen Höhlungen drei bis sechs nackte, blinde Junge, welche ausserordentlich schnell heranwachsen, nur kurze Zeit an der Mutter saugen und sich dann selbst ihre Nahrung aufsuchen.

 

Verhalten

Bilche sind nachtaktiv. Nachts turnen sie in Bäumen und Gebüschen herum, tagsüber verstecken sie sich. Sie haben ein ausgezeichnetes Gehör, das ihnen bei der Jagd sehr zugute kommt.

In den gemäßigten Zonen halten Bilche einen Winterschlaf.

 

Lebensraum und Nahrung

 

Fortpflanzung


 

Familie und Gattung

 

 

Nagetiere

 

Die Mehrzahl der Nagetiere ist kurzbeinig, quadruped (sich auf allen Vieren fortbewegend) und relativ klein. Wichtigstes gemeinsames Merkmal sind die jeweils zwei vergrößerten, dauerwachsenden Nagezähne im Ober- und Unterkiefer, die nur auf der äußeren Seite von Schmelz umgeben sind. Je nach Lebensraum und Lebensweise haben sich jedoch die unterschiedlichsten Formen gebildet.

 

 

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in Kürze...
 

Schulterhöhe 65- 73 cm Reh
Kopf-Rumpflänge 100-130 cm
Gewicht (lebend) 15-25 kg; je nach Klima, Nahrung und Bestandesdichte
Geweih («Gehörn») 1-3 Enden pro Stange; Abwurf: Nov./Dez., erneuert: März/April
Höchstalter bis 20 Jahre; Durchschnitt 2-3 Jahre
Paarungszeit Juli-August
Tragzeit 40 Wochen (inkl. Eiruhe bis ca. Dez.)
Setzzeit Mai-Juni
Anzahl Junge 1-3, meist 2
Geburtsgewicht 500-2000 g
Säugezeit ca. 3 Monate
Geschlechtsreife mit ca. 1 Jahr; aktive Fortpflanzung: M ab 3 Jahren, W mit 1-2 Jahren

 

Zahnformel

1

0

2

3

= 22

1 0 1 3
Charakteristisch ist die Ausbildung von zwei Paar grossen Schneidezähnen, die als Nagezähne benutzt werden. Diese sind stark gebogen und sehr lang. Sie sind an der Vorderseite mit einem harten Schmelz bedeckt und wachsen ständig nach. Eckzähne und vordere Backenzähne fehlen.

Spuren

 

 

 

  

 

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Bemerkungen



 

 

 

 

Kalender

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Brunft/Paarung                        
verl. Tragzeit                        
Setzzeit                        
Säugezeit                        
Geweihaufbau                        
Schonzeit Bock                        
Schonzeit Reh                        
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 update © ES   25. Februar 2009