Ordnung Nagetiere
Familie Hörnchen Bilche Biber Biberratte Langschwanzmäuse (Altweltmäuse) Wühlmäuse
Gattung Erd-hörnchen Baum-hörnchen                
Art Murmel-tier Eich-hörnchen Sieben-schläfer Hasel-maus Biber Nutria (Biberratte) Wander-ratte Wald-maus Haus-maus Bisam (Bisam-ratte) Feld-maus Scher-maus
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Murmeltier

 

Beschreibung

Die Murmeltiere (Marmota) sind eine aus vierzehn Arten bestehende Gattung von bis zu 50 Zentimeter langen Echten Erdhörnchen (Marmotini), die in Eurasien und Nordamerika verbreitet sind. Bei den Murmeltierarten handelt es sich primär um Bewohner kalter Steppen. Das heute nur noch in Gebirgslagen jenseits der Baumgrenze lebende Alpenmurmeltier kam während den pleistozänen Eiszeiten im europäischen Tiefland von den Pyrenäen bis zur Ukraine vor. Es fehlte dagegen in den mit einer dicken Eisschicht bedeckten Alpen. Mit dem Ende der Eiszeit boten nur noch die hochalpinen Lagen der Alpen dieser Art geeigneten Lebensraum (Eiszeitrelikt).

Merkmale

Für Nagetiere sind Murmeltiere recht groß: Sie haben je nach Art eine Kopf-Rumpf-Länge von 30 bis 60 cm, hinzu kommt ein 10 bis 25 cm langer Schwanz. Das Gewicht liegt zwischen drei und sieben Kilogramm. Die Farbe des Fells unterscheidet sich von Art zu Art, ist aber meistens ein Braunton; das Vancouver-Murmeltier (M. vancouverensis) ist einfarbig schwarz. Murmeltiere werden bis zu 15 Jahre alt.

Verhalten

Murmeltiere gehören zur Familie der Hörnchen und sind in der ganzen nördlich gemässigten Zone verbreitet. Sie leben auf Bergen und offenen Ebenen am Boden. Murmeltiere werden bis zu 70 cm lang und 8 kg schwer. Sie sind kräftig, die Beine kurz, haben einen kurzhaarigen Schwanz, das Fell ist in verschieden braunen Tönen. Sie leben in Kolonien, bauen Höhlensysteme und sind tagaktiv, entfernen sich aber nie weit vom Höhleneingang. Bei Gefahr stossen sie einen Pfeifton aus und warnen somit die Kolonie. Murmeltiere halten einen ausgeprägten Winterschlaf. Sie legen aber keine Vorräte an, sondern speichern Fett in ihrem Körper. Sie ernähren sich von Pflanzenteilen, haben aber keine Backentaschen. Das Alpenmurmeltier ist in den Alpen beheimatet, ähnliche Arten gibt es in Nordasien und im westlichen Nordamerika. Es gibt nur eine waldbewohnende Murmeltierart in Nordamerika. Das Steppenmurmeltier, auch Bobak genannt, ist nahezu ausgerottet.
 

Lebensraum und Nahrung

 

Fortpflanzung


 

Familie und Gattung

 

 

Nagetiere

 

Die Mehrzahl der Nagetiere ist kurzbeinig, quadruped (sich auf allen Vieren fortbewegend) und relativ klein. Wichtigstes gemeinsames Merkmal sind die jeweils zwei vergrößerten, dauerwachsenden Nagezähne im Ober- und Unterkiefer, die nur auf der äußeren Seite von Schmelz umgeben sind. Je nach Lebensraum und Lebensweise haben sich jedoch die unterschiedlichsten Formen gebildet.

 

 

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in Kürze...
 

Schulterhöhe 65- 73 cm Reh
Kopf-Rumpflänge 100-130 cm
Gewicht (lebend) 15-25 kg; je nach Klima, Nahrung und Bestandesdichte
Geweih («Gehörn») 1-3 Enden pro Stange; Abwurf: Nov./Dez., erneuert: März/April
Höchstalter bis 20 Jahre; Durchschnitt 2-3 Jahre
Paarungszeit Juli-August
Tragzeit 40 Wochen (inkl. Eiruhe bis ca. Dez.)
Setzzeit Mai-Juni
Anzahl Junge 1-3, meist 2
Geburtsgewicht 500-2000 g
Säugezeit ca. 3 Monate
Geschlechtsreife mit ca. 1 Jahr; aktive Fortpflanzung: M ab 3 Jahren, W mit 1-2 Jahren

 

Zahnformel

1

0

2

3

= 22

1 0 1 3
Charakteristisch ist die Ausbildung von zwei Paar grossen Schneidezähnen, die als Nagezähne benutzt werden. Diese sind stark gebogen und sehr lang. Sie sind an der Vorderseite mit einem harten Schmelz bedeckt und wachsen ständig nach. Eckzähne und vordere Backenzähne fehlen.

Spuren

 

 

 

  

 

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Bemerkungen

Im Winter halten Murmeltiere einen ausgedehnten Winterschlaf, der zwischen sechs und sieben, aber auch bis zu neun Monate dauern kann. Der Schlafkessel wird dafür mit weichem Gras ausgepolstert, in welchem sich die Tiere zusammenrollen. Für diese lange Ruhezeit fressen sie sich während der kurzen Sommermonate große Fettreserven an. Während der saisonalen Ruhephase können Darm und Magen von Murmeltieren um die Hälfte verkleinert werden um Energie zu sparen. Während des Winterschlafs sinkt die Atmung auf ca. 2 Züge je Minute und der Herzschlag von 200 auf 20 Schläge je Minute. Der Energieverbrauch sinkt auf weniger als 10%. Ca. 1200 Gramm Körperfett reichen so für den Winter. Sobald die Nahrung im Herbst nicht mehr ausreichend Energie liefert und die Fettspeicherzellen maximal gefüllt sind, begeben sich die Murmeltiere in den Winterschlaf. Dieser Zeitpunkt liegt oft einige Wochen vor dem eigentlichen Wintereinbruch. Das Erwachen wird über die Außentemperatur ausgelöst.

 

 

 

Kalender

Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.
Brunft/Paarung                        
verl. Tragzeit                        
Setzzeit                        
Säugezeit                        
Geweihaufbau                        
Schonzeit Bock                        
Schonzeit Reh                        
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 update © ES   25. Februar 2009