Hausmaus
Beschreibung
Die Hausmaus (Mus musculus) ist eine zu den
Altweltmäusen (Murinae) gezählte kleine Art der Langschwanzmäuse (Muridae) und
als solche ein Nagetier. Sie kommt in fast allen Ländern vor und lebt oft mit
dem Menschen zusammen.
Zuchtlinien der Hausmaus werden als Labormaus seit Jahrzehnten für Tierversuche
gehalten.
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Merkmale
Die Hausmaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 7
bis 11 Zentimetern, eine Schwanzlänge von 7 bis 10 Zentimetern und ein Gewicht
von etwa 20 bis 25 Gramm; die in Labors gehaltenen weißen Mäuse und die sog.
Farbmäuse können wesentlich schwerer werden, 45 bis 60 Gramm sind keine
Seltenheit. Die oberen Nagezähne sind etwas eingekerbt. Der Körper ist oberseits
mausgrau bis braungrau, die Unterseite ist etwas heller. Der Schwanz ist mit
deutlich sichtbaren Schuppenringen versehen und spärlich behaart. Ausgewachsene
Hausmäuse lassen sich von den ähnlich aussehenden Wühlmäusen relativ leicht
unterscheiden: Bei Wühlmäusen ist der Schwanz stets deutlich kürzer als die
Hälfte ihres Rumpfes (Nase bis Schwanzansatz), bei Hausmäusen ist er stets
deutlich länger als die Hälfte des Rumpfes.
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Verhalten
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Lebensraum und Nahrung
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Fortpflanzung
Bei entsprechendem Nahrungsangebot ist die
Hausmaus das ganze Jahr über Fortpflanzungfähig. Bis zu acht Würfe mit
durchschnittlich drei bis acht Jungen im Jahr sind möglich, aber keineswegs
die Regel. Wenn sich aber ihre Nahrungsreserven und das Platzangebot
verknappen, also sozialer Stress entsteht, verzögert sich die Eireifung und
die Brunst. Diese hormonelle Steuerung schützt letztlich vor einer
Übervölkerung.
Die Jungtiere werden nackt, blind, taub und unpigmentiert geboren und wiegen
weniger als 1 g; einzig die fest verschlossenen Augen sind bei Wildmäusen
bereits dunkel, bei weissen Mäusen hingegen ebenfalls völlig farblos. Um den
10. Lebenstag sind die Nestlinge von einem gleichmässigen Flaum aus kurzen
Haaren überzogen, und am 15 oder 16 Tag nach der Geburt öffnen sich die
Augen. Ab dem Alter von etwa 21 Tagen können sie, von der Mutter, abgesetzt
werden. Im Alter von 3 Wochen haben sie ein Körpergewicht von etwa 6 g
erreicht. Im Alter von 6 Wochen sind sie Geschlechtsreif, Wirklich Zuchtreif
sind sie ab der 8. Woche. Die Tragezeit beträgt ca. 19 - 22 Tage.
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Familie und Gattung
Nagetiere
Die Mehrzahl der Nagetiere ist kurzbeinig, quadruped
(sich auf allen Vieren fortbewegend) und relativ klein. Wichtigstes
gemeinsames Merkmal sind die jeweils zwei vergrößerten, dauerwachsenden
Nagezähne im Ober- und Unterkiefer, die nur auf der äußeren Seite von
Schmelz umgeben sind. Je nach Lebensraum und Lebensweise haben sich
jedoch die unterschiedlichsten Formen gebildet.
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Links



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Kappeler Markus
Natur-Lexikon
Schweizer Tierschutz
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Die Hausmaus
Ratz; Mäuse und Ratten
Schweiz Vereinigung Damhirsche
Verkürzte Schonzeit UVEK

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in Kürze...
| Schulterhöhe |
65- 73 cm Reh |
| Kopf-Rumpflänge |
100-130 cm |
| Gewicht (lebend)
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15-25 kg; je nach Klima, Nahrung
und Bestandesdichte |
| Geweih («Gehörn»)
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1-3 Enden pro Stange; Abwurf:
Nov./Dez., erneuert: März/April |
| Höchstalter
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bis 20 Jahre; Durchschnitt 2-3
Jahre |
| Paarungszeit |
Juli-August |
| Tragzeit |
40 Wochen (inkl. Eiruhe bis ca.
Dez.) |
| Setzzeit |
Mai-Juni |
| Anzahl Junge |
1-3, meist 2 |
| Geburtsgewicht |
500-2000 g |
| Säugezeit |
ca. 3 Monate |
| Geschlechtsreife |
mit ca. 1 Jahr; aktive
Fortpflanzung: M ab 3 Jahren, W mit 1-2 Jahren |
Zahnformel
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1 |
0 |
2 |
3 |
= 22 |
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1 |
0 |
1 |
3 |
Charakteristisch ist die Ausbildung von zwei Paar
grossen Schneidezähnen, die als Nagezähne benutzt werden.
Diese sind stark gebogen und sehr lang. Sie sind an der
Vorderseite mit einem harten Schmelz bedeckt und wachsen ständig
nach. Eckzähne und vordere Backenzähne fehlen.
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Jagd
Zu den natürlichen Feinden der
Hausmaus zählen im Haus und in dessen Nahbereich neben dem Menschen
vor allem die Hauskatze, im Stall und im Getreidespeicher auch der
Steinmarder, die Schleiereule und ganz vereinzelt der Iltis.
In freier Natur zählen Katzen, diverse Raubvögel (darunter auch
Eulen), Ringelnattern und Kreuzottern, aber auch Wiesel, Marder,
Iltis und Rotfuchs zu ihren natürlichen Feinden.
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Jagdgesetzgebung

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Bemerkungen
Die Hausmaus ist heute zwar weltweit
verbreitet, scheint aber ursprünglich in Indien verbreitet gewesen
zu sein. Man kann anhand von Knochenfunden den Weg der Mäuse von
Indien westwärts verfolgen. Die Östliche Hausmaus (Mus musculus
musculus) kam offenbar von Indien über Zentralasien nach Mittel- und
Westeuropa und erreichte Belgien um 4000 v. Chr. Die Westliche
Hausmaus (Mus musculus domesticus) gelangte über Westasien in den
Mittelmeerraum. 10000 v. Chr. ist sie in Palästina nachgewiesen,
4000 v. Chr. in Griechenland, 1000 v. Chr. in Spanien und um die
Zeitenwende auf den Britischen Inseln, wohin sie vermutlich auf
römischen Schiffen gelangte. Seither drängte sie die Östliche
Hausmaus immer weiter nach Osten ab.
Es besteht wenig Zweifel daran, dass die Ausbreitung der Hausmaus in
unmittelbarem Zusammenhang mit ihrer Bindung an den Menschen
besteht. In jungsteinzeitlichen Ausgrabungsstätten in Anatolien fand
man Belege dafür, dass Hausmäuse bereits damals Mitbewohner
menschlicher Behausungen waren. Auf Schiffen gelangten sie in den
letzten 1000 Jahren nach Afrika, Amerika und Australien.
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Kalender |
Jan. |
Febr. |
März |
April |
Mai |
Juni |
Juli |
Aug. |
Sept. |
Okt. |
Nov. |
Dez. |
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Brunft/Paarung |
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verl. Tragzeit |
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Setzzeit |
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Säugezeit |
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Geweihaufbau |
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Schonzeit Bock |
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Schonzeit Reh |
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