Haselmaus
Beschreibung
Die Haselmaus (Muscardinus avellanarius) ist ein
mausähnliches, nachtaktives Nagetier aus der Familie der Bilche (Gliridae).
Sie wiegt 15 bis 40 Gramm und wird knapp 15 Zentimeter lang, fast die Hälfte
(5,8 bis 6,8 Zentimeter) der Länge entfällt dabei auf den Schwanz. Das Fell ist
gelbbräunlich bis rotbräunlich mit einem weißen Fleck an Kehle und Brust, am
Schwanz ist es meist etwas dunkler. Sie wird in freier Wildbahn 3 bis 4 Jahre
alt und ist mit einem Jahr geschlechtsreif.
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Merkmale
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Verhalten
Bilche sind nachtaktiv. Nachts turnen sie in
Bäumen und Gebüschen herum, tagsüber verstecken sie sich. Sie haben ein
ausgezeichnetes Gehör, das ihnen bei der Jagd sehr zugute kommt.
In den gemäßigten Zonen halten Bilche einen Winterschlaf.
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Lebensraum und Nahrung
Ebenfalls zu den Schlafmäusen gehört die
Haselmaus (Muscardinus avellanarius), eines der niedlichsten, anmutigsten und
behendesten Geschöpfe unter allen europäischen Nagetieren, ebenso ausgezeichnet
durch zierliche Gestalt und Schönheit der Färbung wie durch Reinlichkeit,
Nettigkeit und Sanftheit des Wesens. Das Tierchen ist ungefähr so gross wie
unsere Hausmaus: Seine Gesamtlänge beträgt 14 cm, wovon fast die Hälfte auf den
Schwanz kommt. Der dichte und anliegende, aus mittellangen, glänzenden und
weichen Haaren bestehende Pelz ist gleichmässig gelblichrot, unten etwas heller.
Mitteleuropa ist ihre eigentliche Heimat. Ihre Aufenthaltsorte sind fast
dieselben wie die ihrer Verwandten, und auch ihre Lebensweise erinnert lebhaft
an diese. Niederes Gebüsch und Hecken, am allerliebsten Haselnussdickichte,
bilden ihre bevorzugten Wohnsitze. Bei Tage liegt die Haselmaus irgendwo
verborgen und schläft, nachts geht sie ihrer Nahrung nach. Nüsse, Eicheln, harte
Samen, saftige Früchte, Beeren und Baumknospen bilden diese; am liebsten aber
verzehrt sie Haselnüsse, welche sie kunstvoll öffnet und entleert, ohne sie
abzupflücken oder aus der Hülse zu sprengen. Als echte Baumtiere klettern die
Haselmäuse wundervoll selbst im dünnsten Gezweig herum, nicht nur nach Art der
Eichhörnchen und anderer Schläfer, sondern auch nach Art der Affen; denn oft
kommt es vor, daß sie sich mit ihren Hinterbeinen an einem Zweige aufhängen, um
eine tiefer hängende Nuss zu erreichen und zu bearbeiten, und ebenso häufig
sieht man sie geradeso sicher auf der oberen wie an der unteren Seite der Äste
hinlaufen, ganz in der Weise jener Waldseiltänzer des Südens. Im August wirft
das Weibchen drei bis vier nackte, blinde Junge in sein kugelförmiges, sehr
zierlich und künstlich aus Moos und Gras erbautes, innen mit Tierhaaren
ausgekleidetes Sommernest, welches sich regelmässig im dichtesten Gebüsch und
etwa meterhoch über dem Boden befindet. Die Kinder wachsen ausserordentlich
schnell, saugen aber doch einen vollen Monat an der Alten. Um die Mitte des
Oktober ziehen sich die Haselmäuse in den Schlupfwinkel zurück, wo sie den
Wintervorrat eingesammelt haben, und bereiten sich aus Reisern, Laub, Nadeln,
Moos und Gras eine kuglige Hülle, in die sie sich gänzlich einwickeln, rollen
sich zum Knäuel - zusammen und fallen in Schlaf. Sie verbreitet nicht wie die
Maus einen unangenehmen Gestank und gibt nur im Sommer einen bisamähnlichen
Geruch von sich, der aber nicht lästig fällt. Auch in der Gefangenschaft hält
sie ihren Winterschlaf.
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Fortpflanzung
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