Ordnung Nagetiere
Familie Hörnchen Bilche Biber Biberratte Langschwanzmäuse (Altweltmäuse) Wühlmäuse
(Neuweltmäuse)
Gattung Erd-hörnchen Baum-hörnchen                    
Art Murmel-tier Eich-hörnchen Sieben-schläfer Hasel-maus Biber Nutria (Biberratte) Wander-ratte Wald-maus Haus-maus Bisam (Bisam-ratte) Feld-maus Scher-maus
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Bisamratte

Beschreibung

Die Bisamratte (Ondatra zibethicus) oder Bisam ist eine ursprünglich ausschließlich in Nordamerika beheimatete Nagetierart, die sich ausgehend von Böhmen und später Frankreich über fast ganz Europa und Asien ausgebreitet und als neue Art (Neozoon) etabliert hat. Die im deutschen Sprachgebrauch üblicherweise verwendete Bezeichnung Bisamratte ist biologisch irreführend, denn es handelt sich bei der Bisamratte keineswegs um eine Rattenart. Die Bisamratte gehört vielmehr zu den Wühlmäusen (Arvicolinae), deren größter lebender Vertreter sie ist.

Die Bezeichnung Bisam leitet sich vom türkischen besem (deutsch „Geruch“) her. Zudem ist es eine andere Bezeichnung für Moschus, einen vom Moschushirsch (Moschus moschiferus) erzeugten Duftstoff. Die Bisamratte verdankt ihren Namen einem stark nach Moschus duftenden Sekret, das die Geschlechtsanhangdrüsen der Männchen absondern.

In der Pelzbranche wird das Fell der Bisamratte als Bisam bezeichnet.

Zu den volkstümlichen Bezeichnungen der Bisamratte gehören auch die Bezeichnungen Moschusratte, Zwergbiber, Bisambiber, Zibetratte, Sumpfkaninchen, Sumpfhase und Wasserkaninchen. Die Bisamratte wird gelegentlich mit der Biberratte (Nutria) verwechselt.
 

 

Merkmale

 

Verhalten


 

Lebensraum und Nahrung

Bisams sind eigentlich Nordamerikaner. Ihre Eroberung des europäischen Kontinents begann 1905. Ein Fürst brachte damals von einer Jagdreise nach Alaska fünf Tiere mit und setzte sie auf seinem Schlossgut in der Nähe von Prag aus. Die Tiere vermehrten sich rasch und begannen sich auszubreiten. Heute findet man Bisams in ganz Mitteleuropa. An stehenden und langsam fließenden Gewässern finden sie auch bei uns geeignete Lebensräume. Als Bürger Nordamerikas kommen sie – anders z.B. als die aus Südamerika stammenden Nutrias – auch mit kalten Wintern zurecht. Ihre Anpassungs-fähigkeit, ihre hohe Nachkommenzahl und der Mangel an natürlichen Feinden macht sie derart erfolgreich, dass sie heute nicht mehr auszurotten sind.

Bisams werden v.a. wegen ihres wertvollen Pelzes geschätzt. Da sie sich viel im Wasser aufhalten, ist das Fell besonders dicht und besitzt eine weiche, wasserabweisende Unterwolle. Während sie in vielen Ländern als Nutzwild eingestuft und bejagt werden, gelten sie bei uns als Schädlinge.



Besonders zwei Dinge werden ihnen vorgeworfen: Bautätigkeit und Fresslust. Da Bisams ihren Bau in die Steilufer am Gewässerrand graben, unterwühlen sie auf diese Weise Dämme und Deiche. Wo Bisams leben, sind außerdem oft weite Teile der Ufervegetation vernichtet. Das liegt daran, dass die Tiere sehr verschwenderisch mit ihrer Nahrung umgehen und nur die besonders nährstoffreichen Teile ihrer Futterpflanzen fressen. Auch vor Garten- und Feldfrüchten macht ihr Appetit nicht halt. Im Winter, wenn Grünfutter knapp ist, weichen sie auf Fische und Muscheln aus und werden damit zum vermeintlichen Nahrungskonkurrenten des Menschen. .

Woran erkennt man einen Bisam? Und wie unterscheidet man ihn von anderen im Wasser lebenden Nagetieren wie z.B. einem Nutria oder einem Biber? Mit 35 cm Kopf-Rumpf-Länge sind Bisams die kleinsten der drei Nager. Ihr Schwanz ist weder breit und flach wie die Biberkelle noch „normal“ rund wie ein Nutria-Schwanz, sondern seitlich zusammengedrückt. Er wird beim Schwimmen nach rechts und links bewegt und dient als Antriebs- und Steuerorgan. Auch die Bisamfährte zeigt einen deutlichen Unterschied: Bisams haben – im Gegensatz zu Nutrias und Bibern – keine sichtbaren Schwimmhäute zwischen den Zehen des hinteren Fußes. Aber ihre Zehenränder sind mit einem Saum aus steifen Haaren, sog. Schwimmborsten, besetzt. Diese vergrößern die Fußfläche – das erschwert das Einsinken im Schlamm und verstärkt den Antrieb beim Paddeln.

Jeder Tipp des Monats im Naturhistorischen Museum wird ab sofort nicht nur einen, sondern drei Monate lang ausgestellt. Besucher, die sich für Zusatzinformationen zu einzelnen Tieren interessieren, finden deshalb immer mehrere „Tipps“ im Museum. Im Januar sind neben dem Bisam noch die Naslinge und das Mammut zu sehen. Das Bisamfell kann noch bis Ende März gestreichelt werden.


 

Fortpflanzung

Nagetiere ernähren sich üblicherweise von Pflanzen. Dazu dienen die mittleren Schneidezähne, die zu mächtigen, ständig wachsenden Nagezähnen umgebildet worden. Sie besitzen im Ober- und Unterkiefer je zwei gebogene, wurzellose Schneidezähne, die nur auf der Vorderseite mit hartem Zahnschmelz überzogen sind.

Der weichere hintere Teil wird andauernd abgenutzt, wodurch eine scharfe Schmelzkante entsteht. Wird ein Nagetier am Nagen gehindert, wachsen die Schneidezähne aus dem Munde heraus, krümmen sich nach hinten und bohren sich schließlich ins Fleisch.

Eckzähne sind keine vorhanden. Die Backenzähne sind zum Zerreiben der Nahrung eingerichtet. Das Kiefergelenk ist den reibenden Kaubewegungen angepasst: Die Nagetiere sind gekennzeichnet durch starke Kaumuskeln, im Zusammenhang mit der Nagefähigkeit abgewandelte, gegeneinander bewegliche Unterkieferhälften und einem sehr urtümlichen Gehirn.
 

Familie und Gattung

 

 

Nagetiere

 

Die Mehrzahl der Nagetiere ist kurzbeinig, quadruped (sich auf allen Vieren fortbewegend) und relativ klein. Wichtigstes gemeinsames Merkmal sind die jeweils zwei vergrößerten, dauerwachsenden Nagezähne im Ober- und Unterkiefer, die nur auf der äußeren Seite von Schmelz umgeben sind. Je nach Lebensraum und Lebensweise haben sich jedoch die unterschiedlichsten Formen gebildet.

 

 

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in Kürze...
 

Schulterhöhe 65- 73 cm Reh
Kopf-Rumpflänge 100-130 cm
Gewicht (lebend) 15-25 kg; je nach Klima, Nahrung und Bestandesdichte
Geweih («Gehörn») 1-3 Enden pro Stange; Abwurf: Nov./Dez., erneuert: März/April
Höchstalter bis 20 Jahre; Durchschnitt 2-3 Jahre
Paarungszeit Juli-August
Tragzeit 40 Wochen (inkl. Eiruhe bis ca. Dez.)
Setzzeit Mai-Juni
Anzahl Junge 1-3, meist 2
Geburtsgewicht 500-2000 g
Säugezeit ca. 3 Monate
Geschlechtsreife mit ca. 1 Jahr; aktive Fortpflanzung: M ab 3 Jahren, W mit 1-2 Jahren

 

Zahnformel

1

0

2

3

= 22

1 0 1 3
Charakteristisch ist die Ausbildung von zwei Paar grossen Schneidezähnen, die als Nagezähne benutzt werden. Diese sind stark gebogen und sehr lang. Sie sind an der Vorderseite mit einem harten Schmelz bedeckt und wachsen ständig nach. Eckzähne und vordere Backenzähne fehlen.

Spuren

 

 

 

 

Jagd

 

 

 

 

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Jägersprache


 

 

 

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Bemerkungen



 

 

 

 

Kalender

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Brunft/Paarung                        
verl. Tragzeit                        
Setzzeit                        
Säugezeit                        
Geweihaufbau                        
Schonzeit Bock                        
Schonzeit Reh                        
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 update © ES   25. Februar 2009