Ordnung Raubtiere (Haarraubwild)
Familie Hundeartige Marderatige Katzenartige
Unterfamilie   Bären Klein-bären  echte Marder Stinkmarder  
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Waschbär

 

Beschreibung

Der Waschbär (Procyon lotor), auch als Nordamerikanischer Waschbär oder altertümlich als Schupp bezeichnet, ist der am weitesten verbreitete Vertreter der Familie der Kleinbären und war ursprünglich nur in Mittel- und Nordamerika beheimatet. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist er auch auf dem europäischen Festland und dem Kaukasus heimisch, nachdem er dort aus Pelztierfarmen und Gehegen entkommen ist oder ausgesetzt wurde.

Typisch für Waschbären ist die maskenartige Gesichtszeichnung und das ausgeprägte haptische Wahrnehmungsvermögen. Oft leben sie mit anderen Artgenossen in lockeren Kleingruppen zusammen. Waschbären zeichnen sich durch ein gutes Gedächtnis aus. Gewässerreiche Misch- und Laubwälder stellen den bevorzugten Lebensraum der anpassungsfähigen Säugetierart dar, die zunehmend auch in urbanen Gebieten anzutreffen ist.

 

Merkmale

Durch seinen kräftigen Körper und seinen kurzen Hals wirkt der Waschbär auf uns eher plump. Dennoch ist er ein flinker und vorzüglicher Kletterer. Typische Merkmale sind neben seiner speziellen Gesichtszeichnung der geringelte Schwanz. Der Waschbär gehört zur Familie der Kleinbären und ist mit den Marderartigen näher verwandt als mit den echten Bären (wie z.B. Braunbär, Eisbär). Waschbären sind dämmerungs- und nachtaktiv, am Tag ruhen sie sich oft aus. Sie leben als Einzelgänger, verteidigen ihr Revier aber nicht strikt gegen Eindringlinge.

Waschbären sind Allesfresser, wobei ihr Nahrungsangebot je nach Gegend und Jahreszeit variiert. Der pflanzliche Anteil (ca. 30%) besteht aus Obst, Eicheln, Hafer und Mais. Als tierische Nahrung werden Wirbeltiere wie Kleinsäuger, Vögel und Fische bevorzugt, wobei auch Aas von den Waschbären nicht verschmäht wird. Dazu kommen noch Wirbellose wie Insektenlarven und Regenwürmer auf den Speisezettel. Die Waschbären verfügen über einen hoch entwickelten Tastsinn. Vor dem Fressen wird die potentielle Nahrung mit den Pfoten genau erkundet. Im Zoo schwenken die Tiere manchmal ihre Nahrung vor dem Verzehr im Wasser. Dieses so genannte Waschen , welches den Waschbären ihren Namen gab, lässt sich aber nur in Gefangenschaft beobachten. Es wird angenommen, dass dieses Verhalten eine Ersatzhandlung für die Nahrungssuche im seichten Wasser ist.

Ursprünglich stammen die Waschbären aus Nordamerika. Um 1930 sind einzelne Tiere aus Pelztierfarmen in Norddeutschland ausgerissen, andere wurden ausgesetzt. Die anpassungsfähigen Waschbären haben sich stetig ausgebreitet und sind 1976 erstmals in der Schweiz im Kanton Schaffhausen beobachtet worden. Mittlerweile leben in der ganzen nördlichen Schweiz Waschbären. Im Tierpark finden Sie das grosszügige Gehege gerade beim Eingang.

Verhalten

Seit 26 Jahren leben in Schweizer Wäldern Waschbären. Fast unbemerkt haben sie sich angesiedelt und finden vor allem im Mittelland und in einigen Alpentälern ökologische Nischen. Die Anzahl der Kleinbären scheint jedoch nur langsam zuzunehmen. In verschiedenen Regionen Deutschlands hingegen hat sich der Waschbär in den letzten zwanzig Jahren massiv vermehrt. Dort beklagen sich vor allem Eigenheimbesitzer über den Radau und die Schäden unter ihren Hausdächern.
 

Lebensraum und Nahrung

 

Fortpflanzung

Familie und Gattung

 

 

Raubwild

 

Als Raubwild bezeichnen wir die dem Jagdrecht unterliegenden einheimischen Raubtiere, gelegentlich auch als "Haarraubwild" vom "Federraubwild" (Greifvögel) unterschieden.

 

 

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in Kürze...
 

Schulterhöhe 65- 73 cm Reh
Kopf-Rumpflänge 100-130 cm
Gewicht (lebend) 15-25 kg; je nach Klima, Nahrung und Bestandesdichte
Geweih («Gehörn») 1-3 Enden pro Stange; Abwurf: Nov./Dez., erneuert: März/April
Höchstalter bis 20 Jahre; Durchschnitt 2-3 Jahre
Paarungszeit Juli-August
Tragzeit 40 Wochen (inkl. Eiruhe bis ca. Dez.)
Setzzeit Mai-Juni
Anzahl Junge 1-3, meist 2
Geburtsgewicht 500-2000 g
Säugezeit ca. 3 Monate
Geschlechtsreife mit ca. 1 Jahr; aktive Fortpflanzung: M ab 3 Jahren, W mit 1-2 Jahren

 

Spuren

 

 

 

  

 

Jagd

 

 

 

 

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Bemerkungen



 

 

 

 

Kalender

Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.
Ranzzeit                        
Tragzeit     9 Wochen              
Setzzeit         3-5              
Säugezeit                        
Schonzeit                        
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 update © ES   16. Februar 2009