Ordnung Raubtiere (Haarraubwild)
Familie Hundeartige Marderatige Katzenartige
Unterfamilie Bären Klein-bären  echte Marder Stinkmarder  
Art Fuchs Wolf Marder hund Braun bär Wasch bär Baum marder Stein-marder Fisch otter Dachs Iltis Herm elin Maus-wiesel Luchs Wild katze
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Rotfuchs

 

Beschreibung

Die Tiere dieser Gattung sind charakterisiert durch einen schlanken Körper mit kurzen Beinen, einer zugespitzten Schnauze, große, spitze Ohren sowie einen langen, buschigen Schwanz, der bei manchen Arten so lang wie der Körper sein kann. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 35 bis 90 Zentimeter, wozu noch ein 18 bis 55 Zentimeter langer Schwanz kommt, und ein Gewicht von 1 bis 14 Kilogramm. Das Fell kann je nach Art weiß, gelb, rötlich oder grau gefärbt sein.

Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) ist in Mitteleuropa der einzige Vertreter der Füchse und ist daher meistens als „der Fuchs“ schlechthin bekannt. Er ist in Europa der häufigste Wildhund. In ihm vereinen sich Schönheit und sprichwörtliche Schläue, unbändiger Überlebenswille und einzigartige Anpassungsfähigkeit.

Merkmale

Der Rotfuchs ist ein dämmerungs- und nachtaktives Tier. Wie viele nachtaktive Tiere sind die Sinnesorgane des Fuchses speziell an das Leben im Dunkeln angepasst. Der Fuchs hat ein sehr gutes Gehör. Die in fast alle Richtungen drehbaren Ohren orten jedes Geräusch äusserts präzise. Auch die Nase kann sich sehen lassen. Ein Fuchs verfügt über einen Geruchsinn, der über 400 mal besser als der des Menschen ist. Die Augen sind denen von Katzen ähnlich. Im hellen Tageslicht bilden sie einen schmalen Spalt, während sie nachts oval sind. Aufgrund der Struktur der Netzhaut nimmt man allerdings an, das Füchse farbenblind sind. Füchse leben, von der Paarungszeit abgesehen, einzelgängerisch und schließen sich nur selten mit Artgenossen zusammen. Die meisten Füchse bewohnen Erdbaue, die sie entweder selbst graben oder auch von einem Dachs übernehmen. Neben dem Hauptgang gräbt der Fuchs zusätzliche Fluchtröhren, die ein schnelles Entkommen sichern. Füchse ernähren sich recht vielseitig. Die Hauptnahrung bilden wohl Mäuse, die er mit einem eleganten Sprung erbeutet und blitzschnell mit den Zähnen packt.

Verhalten

Der Fuchs ist das häufigste und am weitesten verbreitete Raubtier in der Schweiz. Er bewohnt Feld- und Waldgebiete bis ins Hochgebirge. Als Zuflucht und für die Aufzucht der Jungen (durchschnittlich 5 pro Wurf) zieht er sich in einen Erdbau zurück, den er selten selbst gräbt. Der Fuchs benützt gerne alte Dachsbauten, häufig auch zusammen mit dem Dachs. Weiter dienen ihm auch natürliche Höhlen und Hohlräume, z.B. unter als Versteck.

Zu seiner Hauptbeute gehören Kleinnager wie Mäuse, daneben je nach Gelegenheit Jungwild und -vögel. Zudem ergänzen Insekten, Beeren und Obst (Kirschen, Pflaumen und Zwetschgen) seinen Speiseplan. Manche Füchse erklettern sogar leicht schräg stehende Bäume, um an die Früchte zu gelangen.

Der Fuchs ist ein typisches Dämmerungs- und Nachttier. Um seine Nahrung zu finden, braucht er scharfe Sinne und eine schnelle Reaktionsfähigkeit. Füchse hören Mäuse auch unter dicken Schneedecken rascheln, und man sagt, dass sogar ein Regenwurm nicht unentdeckt bleibt. Das Nahrungsangebot bestimmt zudem die Territoriumsgrösse der Füchse, die in der Schweiz zwischen 0,3 und 2km2 beträgt.

Füchse sind sehr lernfähig, wenn es darum geht, Neues zu erkunden. Dies brachte ihm den Ruf ein, sehr schlau und listig zu sein. Seine Anpassungsfähigkeit benötigt er vor allem, um erfolgreich jagen zu können. Sie führt auch dazu, dass in vielen Städten heutzutage Füchse leben und sich dort prächtig vermehren. Sie ernähren sich von Kompost, Abfällen und Kleintieren, schlafen unter Brücken, auf Gerüsten sowie in Gärten und streichen nachts durch die ruhigen Strassen.

Lebensraum und Nahrung

Zu seiner Beute zählen auch Rehkitze, Hasen und Hühnervögel. Da der Fuchs in der Nähe von menschlichen Siedlungen auch Haushühner jagt, hat er sich bei den Menschen den schlechten Ruf eines Hühnerdiebes eingehandelt. Eine wichtige Funktion als "Gesundheitspolizei" kommt dem Fuchs in der heutigen Zeit zu, da er auf der Suche nach Nahrung auch die Autostraßen von Opfern nächtlicher Unfälle befreit. Je nach Jahreszeit spielt aber auch Pflanzenkost bei der Ernährung eine tragende Rolle, da sich die Tiere auch von reifen Beeren und Früchten ernähren. In den Parkanlagen lebende Tiere plündern mitunter auch die dortigen Abfallkörbe.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit, bei Füchsen Ranzzeit genannt, ist im Januar und Februar. Die Füchsin, auch Fähe genannt, bringt nach einer Tragezeit von 50 bis 52 Tagen im Schnitt 3 - 5, gelegentlich auch mehr, Junge zur Welt. Die Jungen sind bei der Geburt blind und haben ein Gewicht von
80 - 160 Gramm und sind damit etwa so groß wie ein Maulwurf. Nach
12 bis 14 Tagen öffnet der Nachwuchs die Augen. Im Alter von 4 bis 6 Wochen werden die Kleinen entwöhnt und sind mit 4 Monaten bereits selbstständig. Die Geschlechtsreife erreichen Füchse mit etwa 10 Monaten. Nach rund einem Jahr verlassen die Jungen die Mutter, um sich ein eigenes Revier zu suchen.

Familie und Gattung

 

 

Raubwild

 

Als Raubwild bezeichnen wir die dem Jagdrecht unterliegenden einheimischen Raubtiere, gelegentlich auch als "Haarraubwild" vom "Federraubwild" (Greifvögel) unterschieden.

 

 

Wikipedia-Suche:

 

Links

 


 

 

 

  Füchse-Info
  BAFU

  ETH Informationszentrale

  World of Animals

  Tierdoku

  Tierlexikon

  Arche-Online

  Tierportrait

  Kappeler Markus

  Natur-Lexikon

  Schweizer Tierschutz

 

  Naturfotos CZ
  FotoNatur

 

  Stirnwaffen

  Wildschweine breiten sich aus

  Schweiz Vereinigung Damhirsche

 

 

 

 

in Kürze...
 

Schulterhöhe 65- 73 cm Reh
Kopf-Rumpflänge 100-130 cm
Gewicht (lebend) 15-25 kg; je nach Klima, Nahrung und Bestandesdichte
Geweih («Gehörn») 1-3 Enden pro Stange; Abwurf: Nov./Dez., erneuert: März/April
Höchstalter bis 20 Jahre; Durchschnitt 2-3 Jahre
Paarungszeit Juli-August
Tragzeit 40 Wochen (inkl. Eiruhe bis ca. Dez.)
Setzzeit Mai-Juni
Anzahl Junge 1-3, meist 2
Geburtsgewicht 500-2000 g
Säugezeit ca. 3 Monate
Geschlechtsreife mit ca. 1 Jahr; aktive Fortpflanzung: M ab 3 Jahren, W mit 1-2 Jahren

 

Spuren

 

 

  

Jagd

 

 

 

 

Jagdgesetzgebung
 

    

 

 

Jägersprache


 

 

 

 Lexikon der Weidmannsprache

 

Fähe Füchsin
   
   
   
   
   
   

 

 

Bemerkungen

Der Rotfuchs weist einige Ähnlichkeiten mit Katzen auf: Er klettert besser als andere Hundeartige und zeigt mit seinem langsamen Anschleichen und dem Mäusesprung ein ähnliches Jagdverhalten wie Katzen. Seine Pupillenschlitze sind senkrecht, die Krallen teilweise einziehbar. Füchse und Katzen gehören zwar verschiedenen Familien an, haben aber aufgrund der gemeinsamen Spezialisierung auf kleine Nagetiere als Beutetiere im Laufe der Evolution eine ähnliche Entwicklung durchgemacht.

 

 

 

Kalender

Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.
Ranzzeit                        
Tragzeit  

50-52 Tage

               
Setzzeit       4-5 +                
Säugezeit                        
                         
Schonzeit                        
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    Copyright ©          E. Schmid, Turgi

 update © ES   16. Februar 2009