Echte Marder
Beschreibung
Echte Marder erreichen eine Kopfrumpflänge von
rund 40 bis 65 Zentimetern, der buschige Schwanz wird 12 bis 40 Zentimeter lang
und ihr Gewicht variiert zwischen 0,8 und 5,5 Kilogramm. Ihr Fell ist meist
bräunlich gefärbt, bei einigen Arten ist ein heller Kehl- oder Nackenfleck
vorhanden.
Mit Ausnahme des Steinmarders sind Echte Marder ausgesprochene Waldbewohner.
Ihre Nahrung besteht aus kleinen Säugetieren, Vögeln und deren Eiern, aber auch
aus Beeren und anderen Pflanzenteilen.
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Merkmale
Die Marder (Mustelidae) sind die ältesten, d.h.
ursprünglichsten lebenden Landraubtiere. Weltweit umfasst die Familie über 60
Arten. Unsere heimischen Marder gehören 3 Unterfamilien an, die sich in 5
Gattungen und 8 Arten aufteilen. Zur Unterfamilie gehören in der Gattung Erd-
und Stinkmarder (Mustela) Mauswiesel (M.nivalis), Hermelin (M.erminea),
Europäischer Nerz (M.lutreola) und Iltis (M.putorius) sowie in der Gattung
Eigentliche Marder (Martes) Baummarder (M.martes) und Steinmarder (M.foina). Aus
der Unterfamilie Dachse (Melinae) ist bei uns ebenso nur eine Gattung (Meles)
mit einer Art, nämlich dem Europäischen Dachs (M.meles) vertreten, wie aus der
Unterfamilie Otter (Lutrinae) die Gattung Fischotter (Lutra) mit dem Eurasischen
Fischotter (Lutra lutra).
Marder kommen in allen heimischen Lebensräumen vor, wobei eine unterschiedlich
ausgeprägte Spezialisierung stattgefunden hat. Diese äußert sich sowohl in
Körpermerkmalen als auch in Verhaltensweisen.
Das Verhältnis des Menschen zu den Mardern ist geprägt von der Nutzung als
Pelzlieferant und der Bekämpfung als Nahrungskonkurrent. Eine Art, der Iltis,
wurde in Form des Frettchens domestiziert.in Deutschland ist eine Marderart, der
Nerz, bereits ausgestorben. Otter und Iltis sind regional unterschiedlich stark
bedroht. Der Status von Dachs, Baummarder und Mauswiesel ist umstritten.
Lediglich der Bestand des Steinmarders ist unzweifelhaft gesichert.
Als Hauptbedrohungsfaktoren gelten vom Menschen verursachte Veränderungen der
Lebensräume und des Nahrungsangebotes, Überbejagung, Straßenverkehr und die
Anreicherung von Giftstoffen über die Nahrungskette.
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Verhalten
Viele Marder sind Einzelgänger und finden sich
nur für wenige Stunden während der Brunstzeit, die Ranz, zu Paaren zusammen.
Zur Paarungszeit hört man trillernde, zirpende und knurrende Kontaktlaute von
den Mardern, denn sie sind sehr stimmfreudig. Wenn rivalisierende Männchen oder
außerhalb der Paarungszeit zwei Tiere aufeinander treffen, kann man keckernde,
kreischende Warn- und Drohlaute hören. Kommt es zum Kampf, wird dieser von
gellendem Wutgeschrei begleitet.
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Lebensraum und Nahrung
Marder vertilgen mit Vorliebe Nagetiere. Dieses
ist für das Gleichgewicht der Natur sehr wichtig.
Die Art des Tötens ist typisch für Marder: Der Marder setzt bei kleineren Tieren
den Tötungsbiss am Hinterkopf oder am Nacken an. Bei größeren Tieren öffnet er
die Halsschlagader.
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Fortpflanzung
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