Ordnung Raubtiere (Haarraubwild)
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Unterfamilie   Bären Klein-bären  echte Marder Stinkmarder  
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Braunbär

 

Beschreibung

Als eines der größten an Land lebenden Raubtiere der Erde spielt der Braunbär in zahlreichen Mythen und Sagen eine wichtige Rolle, gleichzeitig wurde er als (zumindest vermeintlicher) Nahrungskonkurrent und potenzieller Gefährder des Menschen vielerorts dezimiert oder ausgerottet. So gibt es in West- und Mitteleuropa nur mehr Reliktpopulationen. Innerhalb des deutschen Sprachraums lebt nur in Österreich dauerhaft eine kleine Gruppe, in anderen Regionen des Alpenraums wandern gelegentlich Exemplare umher.

Merkmale

Die Körpergrösse von Braunbären (Ursus arctos) liegt zwischen 170 und 220 Zentimetern. Je nach Verbreitungsgebiet variiert das Gewicht beträchtlich. Die Männchen (120 bis 350 kg) sind deutlich schwerer als die Weibchen (75 bis 160 kg).

Der europäische Braunbär hat ein hellbraunes, zottiges Fell, die Jungtiere bilden einen hellen Halskragen aus. Neben den mächtigen Eckzähnen weisst das Bärengebiss ziemlich flache und breite Backenzähne auf. Pflanzliche Nahrung wird mit diesen «Mahlzähnen» verwertet. Die Sinnesorgane des Braunbären sind hochentwickelt, besonders Nase und Ohren. Die Neugierde des Braunbären ist ausgeprägt, ebenso seine Lernfähigkeit. Erlerntes spielt für sein Verhalten eine grosse Rolle. Da jedes Tier durch seine individuellen Erfahrungen geprägt ist, können sich die Verhaltensweisen stark unterscheiden.

Verhalten

Bärenmännchen streifen als Einzelgänger durch die Wälder. Dabei verteidigen sie kein Revier, meiden aber andere Bären. Nur zur Paarungszeit im Sommer suchen sie den Kontakt zu einem Weibchen. Schon nach wenigen gemeinsamen Tagen und der Paarung gehen die beiden wieder getrennte Wege. Nach der Befruchtung beginnt die Entwicklung der Embryonen aber erst mit der Winterruhe der Bärin. Die Tragzeit dauert dann noch sechs bis acht Wochen. In der Überwinterungshöhle gebären die Bärenmütter zwei bis drei winzige Junge die nur 300 bis 400 Gramm wiegen. Schnell wachsen diese heran, verlassen im zeitigen Frühjahr die Wurfhöhle und bleiben für eineinhalb bis dreieinhalb Jahre bei ihren Müttern. Von diesen lernen sie günstige Nahrungsplätze und energiereiche Futtersorten kennen. Von der Mutter abgelöst bleiben Jungbären meist noch einen Sommer lang zusammen und suchen sich dann eigene Lebensräume.
Dabei versuchen junge Weibchen, in der Nähe der Mutter zu bleiben, während junge Männchen oftmals sehr weit wandern müssen, bis sie ein freies Gebiet finden. Tiere, welche die kritische Jugendzeit überlebt haben, können bis zu 25 Jahre alt werden.

Winterruhe
Als Winterlager suchen sich Bären enge Höhlen, in denen sie sich aus allerlei Pflanzenmaterial Ruhematten bereiten. In der Winterruhe nehmen Braunbären monatelang keine Nahrung auf, trinken nichts. Um zu überleben, bauen sie ihre Fettreserven ab. Bärenmütter versorgen in dieser Zeit ihre Jungen mit ihrer Milch. Während der Winterruhe sinken Körpertemperatur, Atmungs- und Herzschlagfrequenz. Weder Kot noch Urin werden ausgeschieden. Doch bei Störungen wachen die Tiere sofort auf und verlassen allenfalls sogar den Einstand. Bei mildem Wetter können Bären ihr Lager kurzfristig verlassen, so dass man auch im tiefsten Winter gelegentlich ihre Spuren im Schnee findet.
 

Lebensraum und Nahrung

 

Fortpflanzung

Familie und Gattung

 

 

Raubwild

 

Als Raubwild bezeichnen wir die dem Jagdrecht unterliegenden einheimischen Raubtiere, gelegentlich auch als "Haarraubwild" vom "Federraubwild" (Greifvögel) unterschieden.

 

 

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in Kürze...
 

Schulterhöhe 65- 73 cm Reh
Kopf-Rumpflänge 100-130 cm
Gewicht (lebend) 15-25 kg; je nach Klima, Nahrung und Bestandesdichte
Geweih («Gehörn») 1-3 Enden pro Stange; Abwurf: Nov./Dez., erneuert: März/April
Höchstalter bis 20 Jahre; Durchschnitt 2-3 Jahre
Paarungszeit Juli-August
Tragzeit 40 Wochen (inkl. Eiruhe bis ca. Dez.)
Setzzeit Mai-Juni
Anzahl Junge 1-3, meist 2
Geburtsgewicht 500-2000 g
Säugezeit ca. 3 Monate
Geschlechtsreife mit ca. 1 Jahr; aktive Fortpflanzung: M ab 3 Jahren, W mit 1-2 Jahren

 

Spuren

 

 

 

  

 

Jagd

 

 

 

 

Jagdgesetzgebung
 

    

 

 

Jägersprache


 

 

 

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Bemerkungen

Der Braunbär ist das Tier das Jahres 2009 der Pro Natura. Mit der Ernennung will die Naturschutzorganisation der Bevölkerung zeigen, dass das Zusammenleben mit dem einst in der Schweiz heimischen Grossraubtier möglich ist.

 

 

 

Kalender

Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.
Brunft/Paarung                        
verl. Tragzeit                        
Setzzeit                        
Säugezeit                        
Geweihaufbau                        
Schonzeit Bock                        
Schonzeit Reh                        
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 update © ES   16. Februar 2009