Wildschwein
Beschreibung
Die Echten oder Altweltlichen Schweine (Suidae)
sind eine Säugetierfamilie aus der Ordnung der Paarhufer (Artiodactyla). Die
neuweltlichen Nabelschweine oder Pekaris gehören nicht zu dieser Gruppe, sondern
bilden eine eigene Familie. Die Familie der Schweine umfasst knapp 20 Arten in
fünf Gattungen, darunter als einzigen in Europa lebenden Vertreter das
Wildschwein, das die Stammform des Hausschweins ist.
Das Wildschwein gehört zoologisch zu den
nichtwiederkäuenden Paarhufern und ist der einzige Vertreter seiner Familie (Suidae)
in Europe.
Das Wildschwein hat einen Allesfressermagen.
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Merkmale
Echte Schweine (Suidae), die auch
Altweltliche Schweine genannt werden, gehören innerhalb der Klasse der
Säugetiere (Mammalia) zur Ordnung der Paarhufer (Artiodactyla). Im
Englischen werden Echte Schweine Hogs oder Pigs genannt. Der Familie Suidae
sind 16 rezente Arten in 5 Gattungen zugeordnet (siehe Systematik). Das
Wildschwein (Sus scrofa) wurde vor etwa 9.000 Jahren vom Menschen
domestiziert und gilt daher als Vorfahre der Hausschweine.
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Verhalten
Echte Schweine sind nachtaktiv. Als
Schlafplätze dienen dichte Vegetationen, selbst gegrabene, oft mit Pflanzen
verkleidete Erdhöhlen, natürliche Höhlen oder die verlassenen Bauen anderer
Tiere. Viele Arten nehmen Schlammbäder, um die Haut von Parasiten zu
befreien und die Haut zu reinigen.
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Lebensraum und Nahrung
Als opportunistische Allesfresser ernähren sich
Echte Schweine sowohl von pflanzlicher und tierischer Nahrung als auch von
Abfällen, Aas und Pilzen. An pflanzlicher Nahrung stehen Gräser und Kräuter,
Sämereien, Früchte, Waldfrüchte wie Nüsse, Eicheln und Eckern, Knollen und
Wurzeln sowie Blätter auf dem Speiseplan. Tierische Nahrung wie Schnecken (Gastropoda),
Regenwürmer (Lumbricidae), Insekten (Insecta) und deren Larven, Lurche (Amphibia),
Mäuse (Mus) und andere kleinere Wirbeltiere (Vertebrata). Aber nicht alle Arten
weisen ein solch breites Nahrungsspektrum auf. Riesenwaldschweine und
Warzenschweine ernähren zu 85 bis 95 Prozent von pflanzlicher Kost wie Wurzeln,
Gräsern und Kräutern und jungen Trieben. Nur zu einem kleinen Teil werden auch
Vogel- und Reptilieneier und ähnliches gefressen. Buschschwein (Potamochoerus
larvatus)Echte Schweine gehen in aller Regel in kleineren bis mittelgroßen
Rotten auf Nahrungssuche. In der Regel handelt es sich dabei um
Familienverbände. Die rüsselartige Nase dient zum Wühlen im weichen Boden.
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Fortpflanzung
Zur Brunft (Rauschzeit), etwa
November-Januar, finden sich die Keiler bei den Rotten ein. Der Brunftbeginn
geht von der Leitbache aus, ihre Paarungsstimmung überträgt sich auf die
ganze Rotte und wird via Speichel und Drüsensekrete an die Keiler
übermittelt. Die Synchronisation der Weibchen hat eine kurze Brunft und eine
nahezu gleichzeitige Geburt aller Frischlinge zur Folge. Keiler müssen um
die Rotte kämpfen, nur der stärkste gelangt zur Paarung. Nebst unblutigem
Kräftemessen (Schulterstemmen) kommt es unter den Keilern auch zu
Beschädigungskämpfen, bei denen die gefürchteten Eckzähne eingesetzt werden.
Allerdings sind die gefährdetsten Körperpartien bei alten Keilern durch eine
4-5 cm dicke Schwarte geschützt, die vom Halsansatz bis zur letzten Rippe
reicht. Nach rund 16 Wochen Tragzeit werden 4-6 Frischlinge in einem
Wurfkessel aus trockenem Pflanzenmaterial abseits der Rotte geboren. Nach
etwa 1 Woche finden sich die Bachen mit dem Nachwuchs und den älteren
Jungtieren wieder zusammen. Ungefähr 3 Monate lang werden die Jungen
gesäugt, sie nehmen aber bereits früh zusätzliche Nahrung auf.
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