Ordnung Paarhufer
Unterordnung Wiederkäuer Nichtwiederkäuer
Familie Geweihträger Hirschart (Cerviden) Hornträger Rinderart (Boviden)  
Unterfamilie Trughirsch (Neuwelthirsch) Echte Hirsche (Altwelthirsch)  Ziegenart Rinderart echte Schweine (Altweltschweine)
Gattung Rehe Ren Elche Rot Sika Dam Gämsen Ziegen Schafe Bison  
Art Reh Ren Elch Rot-hirsch Sika-hirsch Dam-hirsch Gämse Steinbock Mufflon Wisent Wildschweine
Merkmale  Verhalten  Lebensraum  Fortpflanzung  Spuren  Jagd  Jägersprache  Kalender  Links        

Sikahirsch

 

Beschreibung

Der Sikahirsch (Cervus nippon) ist ein aus Ostasien stammender Hirsch, der durch Einbürgerungen heute in vielen Gegenden der Welt vorkommt. Er ist von der Grösse her zwischen Reh und Damhirsch einzuordnen. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Sika liegt auf dem östlichen asiatischen Kontinent und den vorgelagerten japanischen Inseln. Sämtliche anderen Vorkommen sind auf ausgesetzte oder aus Gehegen entwichene Tiere zurückzuführen. Der Sikahirsch kann sich mit dem einheimischen Rothirsch kreuzen und fortpflanzungsfähige Nachkommen erzeugen.

Freilebende Sikapopulationen existieren heute in vielen europäischen Ländern. In der Schweiz ist das einzige Vorkommen auf den Südranden im Kanton Schaffhausen und kleine Grenzgebiete des Rafzerfeldes im Kanton Zürich beschränkt.

Der Sika besiedelt unterschiedliche Lebensräume von der Küstenzone bis zur subalpinen Stufe. Er bevorzugt gebüsch- und unterholzreiche Mischwälder, passt sich aber an viele andere Lebensräume an, wie z.B. Gras-, Buschland, Feuchtgebiete und Nadelholzplantagen.

Der Sikahirsch ist eine jagdbare Art.
Schonzeit: vom 1. Februar bis 31. Juli. Die Schonzeiten sind die Minimalvorgaben des Jagdgesetzes. Die Kantone können die Schonzeiten verlängern.
 

Merkmale

Den Sommer verbringt der Sikahirsch meist in nach Geschlechtern getrennten Rudeln. Ihm behagen Mischwälder im Flach- und Hügelland, wo er reichlich Äsung (Nahrung) findet. Gelegentlich richtet er Forstschäden durch Rindenschälung an Bäumen an. Das Stangengeweih wird im März/April abgeworfen, kurz danach fängt bis zur nächsten Brunft ein neues an zu wachsen. In der Fachsprache sagt man: Das Geweih wird geschoben .

Die Brunft der Sikahirsche setzt in der zweiten Oktoberhälfte ein und verläuft weniger kämpferisch als beim Rothirsch. Der Brunftruf ist ein durchdringendes, zischendes Pfeifen. Nach 7-8 Monaten wird im Mai in der Regel ein Kitz (Jungtier) gesetzt, welches ähnlich dem bekannten Rehkitz getupft ist.

Verhalten

 

Lebensraum und Nahrung

Zu den Neubürgern in unseren Wäldern gehört der Sikahirsch. Die ersten Sikahirsche setzte Freiherr von Donner 1893 im Arnsberger Wald in ein 600 ha großes Revier, das mit einem Gatter umgeben war, ein. Die Tiere hatte er von Hagenbeck erhalten. Man weiß heute nicht mehr, um welche Unterart es sich handelte. Einige weitere Hirsche wurden 1928 und 1930 im gleichen Gatter freigelassen, zwei Hirsche der chinesischen Unterart kamen 1940 hinzu. Im Jahre 1942 kaufte Wilhelm von Opel, der das Revier erworben hatte, vom Tierpark Hellabrunn einige Dybowskihirsche- eine Unterart des Sikahirsches- und ließ sie im gatter frei.


Im Jahre 1936 war das Gatter des Wildparks durch Schneebruch stellenweise zerstört worden. Einige Sikahirsche konnten aus dem Gatter entkommen und vermehrten sich in der völligen Freiheit. Als im Jahre 1945 das Gatter ganz geöffnet wurde, besiedelten die Sikahirsche allmählich den gesamten Arnsberger Wald. Ende der 70er Jahre war der Bestand am Möhnesee auf über tausend Tiere angewachsen. Danach wurde der Bestand durch Jagd verringert, weil man feststellte, dass Sikahirsche beträchtliche Schäden im Forst anrichteten. Sie schälen nämlich in großem Umfang Baumrinde ab. Die saftige Rinde von Fichte, Buche, Esche, selbst Lärche wird in großen Stücken abgerissen und verzehrt. Die Bäume gehen anschließend ein oder faulen. Der Schaden durch Verbiss von Jungpflanzen ist dagegen nicht so groß wie bei Rothirsch und Reh. So wird etwa ein Drittel der Sikahirsche jedes Jahr geschossen. Auch in anderen Gegenden Deutschlands gibt es mittlerweile Sikahirsche, im Weserbergland, am Oberrhein und in Schleswig-Holstein.


Ursprünglich stammen Sikahirsche aus Japan und China. Sie sind sehr anspruchslos, passen sich den unterschiedlichen Bedingungen in unseren Wäldern erstaunlich gut an und sind sehr wetterhart. Auch im Winter gedeihen sie bei wenig Futter gut und brauchen keine zusätzliche Fütterung. Krankheiten treten beim Sikawild so gut wie nie auf.

 

Fortpflanzung

 

Familie und Gattung

 

 

Echte Hirsche

(Altwelthirsche)

 

Die Hirsche (Cervidae) oder Geweihträger sind eine Säugetierfamilie aus der Ordnung der Paarhufer (Artiodactyla). Die Familie umfasst rund 45 Arten, von denen unter anderem der Rothirsch, der Damhirsch, das Reh, das Ren und der Elch auch in Europa verbreitet sind. Auffälligstes Kennzeichen der Hirsche ist das Geweih, das viele verschiedene Formen aufweisen kann und in der Regel nur von Männchen getragen wird.

 

 

 

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in Kürze...
 

Schulterhöhe 65- 73 cm
Kopf-Rumpflänge 100-130 cm
Gewicht (lebend) 15-25 kg; je nach Klima, Nahrung und Bestandesdichte
Geweih («Gehörn») 1-3 Enden pro Stange; Abwurf: Nov./Dez., erneuert: März/April
Höchstalter bis 20 Jahre; Durchschnitt 2-3 Jahre
Paarungszeit Juli-August
Tragzeit 40 Wochen (inkl. Eiruhe bis ca. Dez.)
Setzzeit Mai-Juni
Anzahl Junge 1-3, meist 2
Geburtsgewicht 500-2000 g
Säugezeit ca. 3 Monate
Geschlechtsreife mit ca. 1 Jahr; aktive Fortpflanzung: M ab 3 Jahren, W mit 1-2 Jahren

 

 

Spuren

 

 

 

 

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Bemerkungen

 

 

 

 

 

Kalender

Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.
Brunft/Paarung                        
Tragzeit                        
Setzzeit                        
Säugezeit                        
Schonzeit                        
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 update © ES   13. Februar 2009