Rothirsch
Beschreibung
Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist eine Art der
Echten Hirsche. Unter den verschiedenen Hirscharten zeichnet sich der Rothirsch
durch ein besonders großes und weitverzweigtes Geweih aus. Dieses als
Jagdtrophäe begehrte Geweih wird nur von männlichen Tieren entwickelt. Im
mitteleuropäischen Raum ist der Rothirsch das größte freilebende Wildtier. Er
kommt hier fast nur noch in Waldbiotopen vor. Ursprünglich handelt es sich beim
Rothirsch jedoch um eine Tierart offener und halboffener Strukturen.
Der Rothirsch ist nach dem Elch die grösste
Hirschart Europas. Ursprünglich lebten Rothirsche flächendeckend vom
Meeresniveau bis in 2800 m Höhe. Heute ist ihre Verbreitung aufgesplittet in
kleine, oft isolierte Restvorkommen. Grössere Populationen existieren nur noch
im Alpenraum und im östlichen Europa.
Hirsche sind etwa
0,8–3 m körperlang, männliche Tiere sind etwas größer als weibliche. Sie leben
meist gesellig, außerhalb der Paarungszeit (Brunftzeit) nach Geschlechtern
getrennt und während der Paarungszeit oft in polygamen Rudeln, in denen es unter
den Männchen häufig zu heftigen Kämpfen um die Weibchen kommt.
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Merkmale
Fell im Sommer hellbraun, im Winter graubraun,
kräftige Tiere haben eine ausgeprägte Halsmähne
Geweih Ausladendes Stangengeweih mit bis zu 16 und mehr Enden, Abwurf jährlich
im Spätwinter, anschliessend Neubildung innert rund 100 Tagen
Körpergewicht Hirsch: 170 - 200 kg, Kuh: 75 - 100 kg, Neugeborenes: 6 - 8 kg
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Verhalten
Hornträger sind vielfach gesellig. Es gibt
einzelgängerisch-territoriale und gesellig-territoriale Arten (hier sind nur die
erwachsenen Männchen zeitweilig territorial), aber auch nichtterritoriale Arten.
Besonderes Kühe und Jungtiere leben in
Mutterfamilien, Stiere bilden eigene Rudel
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Lebensraum und Nahrung
Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiver
Grasfresser, tagsüber meist in Gebüschen oder zwischen Bäumen ruhend
Fortpflanzung Brunft im September/Oktober auf traditionellen Brunftplätzen, im
Mai/Juni wird meist 1 Kalb geboren
Rothirsche sind Wiederkäuer und damit
Pflanzenfresser. Ihre Vorliebe gilt allen Arten von Gräsern und Kräutern. Dank
dem grossen Pansen können Rothirsche die Nahrungsaufnahme den äusseren Umständen
anpassen. Bei Störungen am Tag fressen sie in wenigen, langen Perioden zwischen
Abend- und Morgendämmerung. In ungestörten Gebieten wird während des ganzen
Tages Nahrung aufgenommen, unterbrochen von Ruhepausen, in denen wiedergekäut
wird. Wie bei allen wildlebenden Wiederkäuern reduziert sich das Pansenvolumen
vor Winterbeginn – eine Anpassung an die bevorstehende Nahrungsknappheit.
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Fortpflanzung
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