Ordnung Paarhufer
Unterordnung Wiederkäuer Nichtwiederkäuer
Familie Geweihträger Hirschart (Cerviden) Hornträger Rinderart (Boviden)  
Unterfamilie Trughirsch (Neuwelthirsch) Echte Hirsche (Altwelthirsch)  Ziegenart Rinderart echte Schweine (Altweltschweine)
Gattung Rehe Ren Elche Rot Sika Dam Gämsen Ziegen Schafe Bison  
Art Reh Ren Elch Rot-hirsch Sika-hirsch Dam-hirsch Gämse Steinbock Mufflon Wisent Wildschweine
Merkmale  Verhalten  Lebensraum  Fortpflanzung  Spuren  Jagd  Jägersprache  Kalender  Links        

Gämsen

 

Beschreibung

Die Gämse hat eine schlanke, ziegenartige Statur sowie eine ausgeprägte Gesichtsmaske und trägt kleine, an der Spitze nach hinten gebogene Hörner. Im Sommer ist das Fell kurz und fahlgelb bis rötlich-braun, im Winter sind die Haare länger, dunkelbraun bis fast schwarz; der saisonale Unterschied im Haarkleid ist sehr ausgeprägt. Längs über den Rücken zieht sich ein Streifen von längeren Haaren (Aalstrich oder Gamsbart), die beim Haarwechsel im Herbst als einzige nicht ausfallen, sondern weiterwachsen. Vom Hornansatz über die Augen bis zum Mund verlaufen beidseitig dunkle Streifen (Zügel), die sich von der fast weissen Gesichtsfärbung abheben; sie machen die typische Maske des Gemskopfes aus. Die Hörner (Krickel oder Krucken) sind klein und dünn; bei den Böcken sind sie meist dicker und das Hakenende ist stärker nach unten gebogen als bei den Geissen. Die Hörner sitzen auf Knochenzapfen des Stirnbeins und wachsen zeitlebens zwischen April und November: In dieser Zeit wird zwischen Hornzapfen und Horn eine neue Horntüte gebildet, deren unteres Ende als Zuwachs sichtbar wird. Durch den Wachstumsstop im Winter bilden sich Jahrringe, an denen das Alter abgelesen werden kann. Im 2. Lebensjahr ist das Wachstum am stärksten, nach etwa 5 Jahren werden nur noch sogenannte Millimeterringe gebildet.
 

Merkmale

Eine Gämse wird zwischen 110 und 130 Zentimeter lang, hat einen bis zu acht Zentimeter langen Schwanz, ist am Widerrist im Schnitt 75 Zentimeter hoch und wiegt 30 bis 50 Kilogramm. Sie verfügt über einen kräftigen, jedoch gedrungenen, Körperbau. Der schlanke Hals trägt einen zur Schnauze hin stark verschmälerten, kurzen Kopf. Ihre spitzen Ohren besitzen eine Länge von ca. einer halben Kopfeslänge. Die Gämse hat verhältnismäßig lange, kräftige Beine mit relativ großen Hufen. Im Gegensatz zum Rotwild hat die Gämse keine Tränengruben, sondern eine Brunftfeige. Dieses Drüsenorgan befindet sich hinter den Hörnern in einer Höhlung. Zur Brunftzeit sondert es ein schmieriges, übel riechendes Sekret ab. Beide Geschlechter tragen Hörner, auch "Krucken" genannt. Diese werden bis zu 25 Zentimeter lang und sind drehrund. Sie sind an der Wurzel kreisförmig eingekerbt, gerade aufsteigend und an der Spitze rückwärts gebogen.

Im Sommer ist die Gämse schmutzig rotbraun, auf der Unterseite hell rotgelb, auf dem Rücken mit einem schwarzbraunen Streifen, an der Kehle fahlgelb, im Nacken weißgelblich. Die Hinterseite der Schenkel ist weiß, der Schwanz auf der Unterseite und an der Spitze schwarz. Von den Ohren verläuft über die Augen hin eine schwarze Längsbinde.

Verhalten

 

Lebensraum und Nahrung

Das grösste Verbreitungsareal der Gämse ist das Alpengebiet. Dort lebt sie bevorzugt in der Nähe der Waldgrenze. Sie kommt aber auch in tieferen Lagen vor - vor allem im Winter, wenn die Nahrungssuche erschwert ist.

In höheren Lagen können touristische Aktivitäten (unregelmässige Störungen) die Gämse stören. Bei sportlichen und freizeittouristischen Aktivitäten sollten deshalb gewisse Verhaltensregeln beachtet werden. In tieferen Regionen schränken Siedlungsgebiete und Verkehrsträger ihre Bewegungsfreiheit ein. Wie für Reh und Rothirsch bilden eingezäunte Strassen für die Gämse unüberwindbare Hindernisse. Siehe auch Wildtierkorridore.

 

Fortpflanzung

Familie und Gattung

 

 

Horntragende Ziegenarten

 

Die Ziegenartigen (Caprinae) sind eine Unterfamilie der Hornträger (Bovidae). In dieser Gruppe werden die Schafe und Ziegen samt ihren näheren Verwandten, unter anderem Alpensteinbock und Gämse, zusammengefasst.

 

 

 

 

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in Kürze...
 

Schulterhöhe 65- 73 cm
Kopf-Rumpflänge 100-130 cm
Gewicht (lebend) 15-25 kg; je nach Klima, Nahrung und Bestandesdichte
Geweih («Gehörn») 1-3 Enden pro Stange; Abwurf: Nov./Dez., erneuert: März/April
Höchstalter bis 20 Jahre; Durchschnitt 2-3 Jahre
Paarungszeit Juli-August
Tragzeit 40 Wochen (inkl. Eiruhe bis ca. Dez.)
Setzzeit Mai-Juni
Anzahl Junge 1-3, meist 2
Geburtsgewicht 500-2000 g
Säugezeit ca. 3 Monate
Geschlechtsreife mit ca. 1 Jahr; aktive Fortpflanzung: M ab 3 Jahren, W mit 1-2 Jahren

 

 

Spuren

 

 

 

 

Jagd

 

 

Jagdgesetzgebung
 

    

 

 

 

Jägersprache

 

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Bemerkungen

 

 

 

Kalender

Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.
Brunft/Paarung                        
Tragzeit                        
Setzzeit                        
Säugezeit                        
Geweihaufbau                        
Schonzeit                        
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    Copyright ©          E. Schmid, Turgi

 update © ES   13. Februar 2009